Geblitzt, muss ich meinen Führerschein abgeben?

5 Antworten

Erstens:

Werden dir 21 km/h angerechnet wirst du den Führerschein nicht los. Du zahlst das Bußgeld und musst an einem kostenpflichtigen Aufbauseminar teilnehmen. Ich hab dafür damals ein paar hundert Euro gezahlt.

Zusätzlich wird deine Probezeit um 2 Jahre verlängert.

Zweitens:

Da eindeutig zu erkennen ist, dass am Steuer keine Frau sitzt (also davon gehe ich aus). Wird deine Mutter einen Anhörungsbogen erhalten, damit festgestellt werden kann wer das Auto gefahren ist.

Antwortet sie nicht, kann die Bußgeldbehörde auch von Amts wegen ermitteln. Sie stellt einen Ermittlungsantrag an die Meldebehörde deiner Mutter, ob ermittelt werden kann wer der Fahrer ist.

Die Meldebehörde schaut dann im Verwandtschaftskreis deiner Mutter ob jemand als Fahrer in Frage kommt. In erster Linie schaut die Meldebehörde hier auf die Kinder.

Der Meldebehörde liegen natürlich dein Passbild und deine Adresse vor in der Regel. Kann die Bußgeldstelle dich eindeutig als Fahrer feststellen aufgrund des Fotos, welches sie von der Meldebehörde bekommen hat, bekommst du den Bußgeldbescheid.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
ich also mit über 21km/h geblitzt werde bekomme ich meinen Führerschein für 1

Das ist Unsinn .

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von >30 km/h innerorts bzw. >40 km/h außerorts bekommst du sowie deine Mutter ein Fahrverbot .

Bei >20 km/h Überschreitung werden gegen dich Probezeitmaßnahmen ergriffen .

Es kann sein, dass die Strafe ihr angerechnet wird - ja! Kann aber auch sein, Sie muss den Fahrer angeben, da es „deutlich“ zu erkennen ist, dass es nicht sie ist. Allerdings bekommst du deinen Führerschein nicht weg, wenn du zwischen 1-30km/h zu viel auf dem Tacho hast (egal ob außerorts oder innerorts). Fahrverbote kommen erst, ab 31 km/h innerorts und 41km/h außerorts. Für dich gelten genau die gleichen Strafen wie für deine Mama, bloß du bekommst die Probezeitverlängerung und evtl die Anordnung zum Aufbauseminar.

Deine Ma bekommt das Knöllchen, und es ist ihre Entscheidung ob sie stillschweigend bezahlt, oder den Fragebogen ausfüllt und dich als Fahrer/in angibt.

Ist meiner Tochter auch passiert mit meinem Auto. Sie hat mir das Geld gegeben, ich hab bezahlt und gut war es.

Sie ist nie wieder zu schnell gefahren, der Schreck war ihr Lehre genug!

Dann wird deine Mutter einen Fragebogen bekommen.

Den solltet ihr schon wahrheitsgemäß ausfüllen. Sonst könnte es für euch beide übel enden.

Die Mutter muss den Fragebogen zum Sachverhalt gar nicht ausfüllen, sie bekommt den Bußgeldbescheid auch so. Der Betroffene ist verpflichtet den Bogen mitsamt den Angaben zu seiner Person zurückzusenden (§ 111 OwiG). Nicht verpflichtet ist der Adressat dagegen, Angaben zur Sache zu machen. Da sich in diesem Fall niemand selbst bezichtigen muss, eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben.

@Amnesius

Wenn es offensichtlich ist und es sich um einen Punkt oder ein Fahrverbot handelt gibt es den Bußgelbbescheid eben nicht automatisch.

@JollySwgm

Sie muss auf dem Anhörungsbogen nur Ihre Personalien angeben sonst nichts.

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