Geblitzt - Frage zu Zeugenfragebogen

3 Antworten

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Ich wurde geblitzt und nun, ca. 2 Monate später kam der Zeugenfragebogen. Da mein Auto ein Dienstfahrzeug ist, bin ich nicht der Halter.

Hast Du den Zeugenbefragungsbogen erhalten? Den hat doch sicher der Halter erhalten - also muss er ihn auch beantworten, nicht Du.

Normalerweise steht auf diesen Zeugenfragebögen, welcher Beamte geblitzt hat. Auf meinem Bogen steht allerdings niemand als Zeuge.

Auf dem Anhörungs- oder Zeugenbefragungsbogen muss kein Zeuge stehen, das ist erst im Bußgeldbescheid Pflicht.

Ein Wunderbaum verdeckt meine Wange, der Rückspiegel meine komplette Stirn. Kann so überhaupt eine Identifizierung erfolgen ?

Das Originalfoto ist um Einiges besser.

Das Foto ist zerstückelt. Ein Teil zeigt die Frontscheibe, der andere Teil das Nummernschild. So kann eine Schrägfahrt nicht erkannt oder ausgeschlossen werden. Ist das rechtens ?

Das Originalfoto ist Größer, Du hast nur einen Ausschnitt erhalten.

Von alten zeugenfragebögen weiß ich, dass diese meisten mit eine Rücksendefrist von normalerweise 14 Tagen kommen. Auch davon steht auf meinem Bogen nichts.

Ein Zeugenbefragungsbogen hat keine bestimmte gesetzlich definierte Rücksendefrist.

Es geht um 21km/h zuviel ausserhalb geschlossener Ortschaft. Ich war wirklich zu schnell, allerdings hatte ich laut Tacho 70km/h. 50 waren erlaubt. Diese Tatsache in Zusammenhang mit den anderen Ungereimtheiten macht mich doch sehr stutzig. Kann man hieran schon einen Messfehler erkennen ?

Um einen Messfehler nachzuweisen braucht man Akteneinsicht. Die erhältst Du nur über einen Anwalt. Und um einen Messfehler nachzuweisen wirst Du wahrscheinlich auch einen Gutachter brauchen. Das kostet sehr viel mehr Geld als das Bußgeld.


Wer ist der Halter? Wenn der mitspielt sollte der Zeugenbefragungsbogen nicht beantwortet werden. Wenn Du ihn bereits hast, dann könnte er ja auch verloren gehen... Ich würde hier auf Zeit spielen, OWi`s verjähren nach 3 Monaten...

Vielen Dank, ein sehr hilfreicher Kommentar.

Der Halter des Fahrzeugs ist eine GmbH, deren stellv. Geschäftsführer ich bin. Also der Halter spielt mit ;)

Dann werde ich mal abwarten und Tee trinken, danke !

@LargeAmount

Die Bußgeldbehörde muss nun den tatsächlichen Fahrer ermitteln, denn nur den kann sie zur Verantwortung ziehen. Wenn sie nichts vom Halter hört wird möglicherweise die Polizei oder das Ordnungsamt Eurer Firma mal einen Besuch abstatten und anhand des Fotos versuchen den Fahrer zu identifizieren. Wäre gut wenn Du dann gerade unterwegs bist und Deine Kollegen Dich nicht erkennen. Das ist zwar ein Katz und Maus-Spiel, aber Du tust nichts verbotenes. Wenn es die Bußgeldbehörde also nicht schafft Dich als Fahrer innerhalb von 3 Monaten ab Tattag namentlich ausfindig zu machen und somit gegen Dich persönlich ermittelt dann ist die Sache verjährt.


§ 26 StVG Zuständige Verwaltungsbehörde; Verjährung

(3) Die Frist der Verfolgungsverjährung beträgt bei Ordnungswidrigkeiten nach § 24 drei Monate, solange wegen der Handlung weder ein Bußgeldbescheid ergangen noch öffentliche Klage erhoben ist, danach sechs Monate.

http://www.verkehrsportal.de/stvg/stvg_26.php

Ich denke mal, der Messfehler lag nicht bei denen, sondern Dein Tacho ist einfach ungenau.

Wenn Du den Beamten unbedingt wissen willst, frag telefonisch nach.

Charakteristisch für ein Gesicht sind viele Merkmale, deswegen denke ich, dass eine Identifizierung relativ problemlos durch eine Fachperson möglich ist.

Zur Zerstückelung des Fotos kann ich nichts sagen und zur Rücksendefrist auch nicht. Die würde ich auch telefonisch erfragen.

Sicher kannst Du nicht einfach sagen, Du bist das nicht, sondern müsstest ein Alibi haben und sicher fliegt das auf und/oder sie finden durch andere Quellen heraus, dass das Dienstfahrzeug nur in Deinem Besitz gewesen sein kann.

Grüße, Devi

Du kannst das jetzt einfach aktzeptieren, alles entsprechend ausfüllen und die Strafe aktzepieren.

Du kannst jetzt anfangen über Foto, Uhrzeit, Zeugen, etc. rumdiskutieren, jede Menge Papiere hin und her schicken. Am Ende wirst Du zum Führen eines Fahrtenbuches verpflichetet und die Strafe ist um ein vielfaches höher als jetzt.

Einfach zu dem zu Stehen, was Du getan hast, wäre erwachsen und vernünftig.

Am Ende wirst Du zum Führen eines Fahrtenbuches verpflichetet und die Strafe ist um ein vielfaches höher als jetzt.

Eine Fahrtenbuchauflage ist sicher möglich, aber nur dann wenn der Fahrer nicht gefunden werden kann.

Die Höhe des Bußgeldes oder der Punkte ändert sich nicht, egal wie lange man streitet.

@Crack

Quark, mit jedem Schreiben kommt ne Gebühr obendrauf.

Zitat: "Ich war wirklich zu schnell,..."

Ich stehe dazu. Ich hatte klare Fragen gestellt.Hätte ich eine Moralpredigt gewünscht, hätte ich danach gefragt. Trotzdem danke für diese hilfreiche Antwort.

Mit dem Motorrad gelasert worden wurde angehalten bitte lesen?

Also wie im Text steht wurde ich mit dem Motorrad gelasert. Ja ich bin zu schnell gefahren und das wusste ich. Ich hab es gesehen und bin in ein Industriegebiet gefahren und habe mich dort 10 minuten versteckt. Als die Cops nicht gekommen sind bin ich weiter gefahren. Ein anderer Streifenwagen hält mich dann in einem anderen Bundesland an, als in dem ich geblitzt worden bin, und meinte nur, ob ich das war weil die beschreibung auf mich passt. Sie haben mich dann gefragt ob ich das war und ich meinte nein. Die Polizisten meinten, der Kollege hat mein Nummernschild nicht gesehen bzw konnte es sich nicht merken. Ich hab alles geleugnet und habe meine Aussage verweigert. Sie konnten mir nichts Konkretes zeigen wie z.B. ein Foto oder anderes. Nur die Personenbeschreibung hat gestimmt. Ich hab alles Geleugnet und die meinten so: wenn ich es nicht zugebe, geht es vor Gericht und das kann das Bußgeld bis zu verdreifachen. Aber ich denke das war nur ein Bluff. Sie meinten am Ende noch ob ich mir 100% sicher bin und haben mir ein Formular hingereicht und meinten, ob ich es jetzt zugebe oder nicht und ob ich noch meine Angaben zu dem Vorfall machen möchte. Ich meinte nur, dass ich es nicht war und dazu auch nichts mehr zu sagen habe. Also Aussage verweigert. Dann meinten sie dass in 14 Tagen Post kommt mit dem Termin für das Gericht oder sowas.. Bla bla bla .. Lange Rede kurzer Sinn: Meine Frage ist nun, kommt da jetzt was ? Weil sie haben ja keine Handfesten Beweise dafür, dass ich das war. Haben die nur geblufft und wollten, dass ich mich verrate ? oder Kommt da jetzt nichts mehr? Und ja bitte keine Antworten wie: ja musst langsamer fahren. Ja ich fahr normalerweise langsam aber was spät dran musste heim. ja ich hätte früher losfahren können aber ich wurde noch aufgehalten. 

Btw. bin noch in der Probezeit. Das ist ja ein A-Verstoß. Bekomm ich mein führerschein abgenommen ? war angeblich mit 78 unterwegs in der 50er. Oder bekomm ich nur 2 Jahre Probezeit oben drauf, falls das rauskommt

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