GB-Rente

2 Antworten

Automatisch zahlt die BG keine Rente..dann mußt Du einen nachweisbaren gesundheitlichen Schaden davongetragen haben und das wird allerdings erst von der BG überprüft. Ein Antrag muß dazu gestellt werden. Ruf doch mal in Deiner BG an und erkundige Dich oder aber frag den behandelnden Arzt. Gute Besserung..

In den jetzt noch folgenden 26 Wochen sollte einiges geklärt werden:

  1. Wie soll es nach dem Ende der Arbeitsunfähhigkeit weitergehen? Das ist die für mich wichtigste Frage. In einem Alter von 57 Jahren, einem GdB von 70 und der Aussicht, das eine Wiedereingliederung in die Tätigkeit vor dem Unfall nicht mehr möglich sein wird ist dies für mich ein klassicher Fall für die Rente.

  2. Welche Renten stehen hier zur Disposition? Zum einen eine Unfallrente, die allerdings erst mit dem Wegfall des Verletztengeldes beginnt. Die Höhe der Rente richtet sich nach dem Verdienst aus dem Jahr vor dem Unfall sowie der Minderung der Erwerbsfähigkeit. Letztere bestimmen sich allein aus den Unfallfolgen, die Behinderung mit 70% (der GdB) hat damit nichts, rein gar nichts, zu tun. Die MdE wird durch einen Gutachter festgestellt, bei Schädel-Hirn-Verletzungen in der Regel durch einen Chirurgen und/oder Neurologen. Die weitere Rente wäre die von der Rentenversicherung zu zahlende Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung. Aber: diese Rente muss beantragt werden, von allein passiert bei der RV gar nichts.

  3. Was tun? Nimm Kontakt mit der BG auf und lass dich im Hinblick auf das Ende der Verletztengeldzahlung beraten. Der Übergang vom Ende des Verletztengeldes zum Rentnerdasein kann holprig sein, muss aber nicht wenn dies vernünftig und frühzeitig geplant wird.

Was möchtest Du wissen?