GAU: Exmatrikulation

5 Antworten

Du bist ziemlich überheblich, wenn du sagst, dass eine Ausbildung dich automatisch unterfordern würde, nur, weil du jetzt mal studiert hast ( und das noch nicht mal erfolgreich!). Woher willst du das denn wissen? Such dir eben eine anspruchsvolle Ausbildung aus, die kannst du, da du ja so ein Gescheiter bist, verkürzen und machst anschließend den entspr. Fachwirt. Da du dann nebenbei auch noch Berufserfahrung sammelst, dürftest du auf dem Arbeitsmarkt dann mindestens genauso gute Chancen haben wie ein frischgebackener Bachelor, der von der Praxis keine Ahnung hat.

Ist mir neu, dass man wegen schlechter Leistungen exmatrikuliert wird. Das macht keine gesunde Uni, außer vielleicht so versnobte Privatläden, wie Witten/Herdecke. Solange du bezahlst, hast du auch ein Recht auf eine Gegenleistung, unabhängig von deinen Leistungen

Eine Exmatrikulation nach vergeigtem Drittversuch ist nichts ungewöhnliches. Auch nicht an staatlichen Unis.

Das macht genau jede Uni so: Dreimal bei einem Pflichtfach durchgefallen und du bist nicht nur draußen, sondern auch bundesweit für ähnliche Studiengänge gesperrt

"Ich darf keine verwandten Studiengänge studieren, wo ich mi!r etwas anrechnen lassen könnte, sofern diese in ihrem Curriculum auch Statistik II enthalten." Das ist ein interpretierbare Aussage!

Erkundige Dich bei der Studienberatung Deiner HS und bei möglichen anderen Hochschulen nach den Einschreibe- und Anrechnungsmöglichkeiten. Sicher wirst Du nicht mehr für BWL genommen, aber z.B. für Personalmanagement oder International Studies oder ... Ist auf alle Fälle einen Versuch - auch was ein, zwei Wochen Recherche und persönliche Gespräche vor Ort wert.

Alternativ könntest Du auch einfach mal versuchen Dich mit Deinem Fast-Zeugnis zu bewerben, Vielleicht findest Du ja einen kulanten Arbeitgeber, der Dir eine Chance gibt - die Du dann nutzen solltest!

du hast ein paar fehler gemacht und bist auf die nase gefallen. ein kardinalfehler war sicher , zu glauben, du seist schlauer als die anderen und du habest die dinge im griff. dumm gelaufen - lern was anderes, zieh es beim nächsten mal durch. und lies mal, was passiert, wenn man entscheidende fehlentscheidungen trifft unter http://www.darwinawards.com/deutsch/

BWL Bachelor an einer Universität besonders wegen den guten Verdienstaussichten in dem Bereich

Das ist, höflich ausgedrückt, ein Gerücht. ;) BWL studiert mittlerweile jeder 2. Student in Deutschland. Auf eine verfügbare Stelle kommen 10 Bewerber. Abgesehen davon ist dieses Studium nichts anderes als eine "vollqualifizierte Bürokaufmann-Lehre". (Nicht umsonst heißt das Ding "Bachelor of Arts", also "Geselle der Künste".)

  1. Semester ... 2. Semester ... 3. Semester ... 4. Semester ... 5. Semester ... 6. Semester ...

Ein Schnellmerker bist du aber nicht, oder?! ;) 3 Jahre und 3 Prüfungen, um festzustellen, dass ein Ausrutscher - AUSGERECHNET DIESER Ausrutscher - fatale Folgen haben kann...

Was soll ich tun? Eine Ausbildung würde mich total unterfordern, ich bin nur kein Statistiker....

Eine Ausbildung muss dich überhaupt nicht "unterfordern". Es hängt letztlich nur davon ab, was du daraus machst. Wenn du dir, wie im BA-Studium, alles hinterhertragen lassen willst, wird es dich zweifellos unterfordern. Wenn du dich allerdings auf den Hosenboden setzt und WIRKLICH LERNST, bringst du die 2 Jahre ziemlich hastig hinter dich.

Und danach kannst du eifrig an deiner Karriere feilen. (Tipp: Du hast gute Chancen, deinen Berufsabschluss mit 1,0 zu machen. Das gibt eine nette IHK-Auszeichnung und Aufmerksamkeit in der lokalen Presse. Und es verschafft dir eine gute Karrierebasis.)

ich weiß ist offtopic.. aber mich regen diese Halbwahrheiten immer etwas auf...

Ich hab einen Bachelor of Science in BWL... also nichts von wegen "wissenschaft der Künste"... und es gibt auch mehr B. of. Sc. als B. of Art in BWL... gerade weil es eher mathematisch ist und eben keine Geisteswissenschaft ist.

@comedyla

"Bachelor" heißt "Geselle" und nicht "Wissenschaft"; aber das nur nebenbei...

Darüber hinaus - und ohne dir persönlich zu nahe treten zu wollen: Mit deinem "B. Sc." zeigst du lediglich an, dass du noch theoretischer, also noch praxisferner, ausgebildet wurdest, als dein "Künstler-Kollege" von der FH oder BA. Diese Abgrenzung ist nett und in einigen Bereichen, beispielsweise am Stammtisch, sogar sinnvoll. Aber, vergib mir, mit "Wissenschaft" hat das trotzdem nichts zu tun, auch wenn Ökonomen sich seit der (vor allem moralisch codierten) Abtrennung hartnäckig daran klammern. Allerdings führt die Beweisführung jetzt wirklich endgültig off topic, deshalb in aller gebotenen Kürze:

Wissenschaft ist es, wenn neues Wissen geschaffen wird. Das geschieht beispielsweise durch Forschung. Und Forschung - als EXISTENZIELLER BESTANDTEIL von "Wissenschaft" - wiederum definiert sich durch methodische Suche nach neuen Erkenntnissen; nicht durch das beständige Wiederkäuen Jahrtausende alter Mantras und Dogmen.

... Nicht, dass du denkst, das hätte ich mir ausgedacht: So lautet die fundamentale Definition für "Wissenschaft". Und nun gehe bitte in dich, senke deinen Blutdruck und prüfe, wann das letzte mal neue "Forschungsergebnisse" (= das sind Umstände, die (a) zu 100% wiederholbar sind und (b) vorher noch nicht bekannt waren) in der BWL oder in ihrer buckeligen Schwester, der VWL, auftauchten, so dass man beispielsweise VORHER sagen kann, was HINTERHER rauskommt (und nicht umgekehrt, wie es in diesen beiden Lehren so beliebt ist).

@Unsinkable2

Du verwechselst Wissenschaft mit Naturwissenschaft. Neues Wissen kann z. B. die Kommentierung eines neuen Steuergesetzes in einem Fachbuch sein, es kann auch eine neue Meinung/Interpretation zu einem alten Gesetz sein. Womöglich folgt die Rechtsprechung dann irgendwann dieser Ansicht.

Wie oft haben sich dagegen Laborexperimente mit Zellen usw. als nicht wiederholbar oder sogar als Betrug heraus gestellt? Ich finde es arrogant anderen Wissenschaften die Existenzberechtigung abzusprechen.

@LucaStudent

Du verwechselst Wissenschaft mit Naturwissenschaft.

Nicht doch, LucaStudent: Das ist die Definition von WISSENSCHAFT. Schlage sie nach, wenn du es nicht glaubst.

Neues Wissen kann z. B. die Kommentierung eines neuen Steuergesetzes in einem Fachbuch sein

Das ist kein neues Wissen. Es sei denn, du betrachtest jede betriebliche Ausbildung als "wissenschaftliches Studium", weil auch sie zu "neuen Kommentaren ihrer Schulbücher" angeregt werden...

Neues Wissen ist die Entdeckung neuer Naturgesetze. Neues Wissen ist die Aufdeckung der Mechanik hinter der BWL. Doch da gibt es schon seit Jahrtausenden nichts mehr aufzudecken. Das könnte daran liegen, dass bereits alles, was sich wissenschaftlich erarbeiten lässt, längst bekannt ist und in Millionen und Abermillionen von Büchern kreuz und quer zerredet wurde.

Und alles andere - nicht angefangen beim Management und nicht endend beim Marketing - ist schlicht "Voodoo": Man GLAUBT, den Stein der Weisen gefunden zu haben, nur um einige Monate, manchmal auch erst einige Jahre später wieder bei Null (oder genauer: bei dem, was man schon vor Jahrtausenden wusste) zu stehen.

Beispiel gefällig? Gerade jetzt entdeckt man den "kooperativen Management-Stil" als "völlig neue und bald schon 'alternativlose' Methode". Gut, für BWL'er mag er neu sein. Man hätte aber auch die Historiker (oder auch DDR-Experten) fragen können, denn er war über viele Jahrhunderte (und in den sozialistischen Ländern) in all seinen Facetten schlichtweg Normalität...

Ich finde es arrogant anderen Wissenschaften die Existenzberechtigung abzusprechen.

Siehst du, und ich finde es arrogant, mit einer "Pseudo-Wissenschaftsschwemme" den echten Wissenschaften das Wasser abgraben zu wollen, indem man sich schamlos in ihrem Licht sonnt, ohne eigene Leistungen bringen zu wollen oder, wie in BWL, VWL, etc. zu können. Das hat für mich etwas von Guttenberg. ;)

Wie oft haben sich dagegen Laborexperimente mit Zellen usw. als nicht wiederholbar oder sogar als Betrug heraus gestellt?

Richtig! Und solchen Wissenschaftlern entzieht man in aller Regel die Möglichkeit, sich weiterhin der Wissenschaft widmen und diese damit in den Dreck ziehen zu können.

Warum sollte man das also nicht mit "zutiefst dogmatischen Lehren" machen, die nachweislich immer und immer und immer wieder versagen; ganz egal, was man probiert, versucht, testet und variiert: Es mag sein, dass am Ende mal zufällig rauskommt, was man vorher versprach. Eine Garantie, dass das auch morgen noch so ist, dass also bei gleichem Input auch der gleiche Output entsteht, kann kein einziger dieser "Wissenschaftler" geben.

Ausnahme: Es gibt in der BWL durchaus fundiertes und grundsolides Wissen, das existenziell für die Wirtschaftskreisläufe ist. Doch das passt in eine schnöde Berufsausbildung; die zudem ganz ohne akademisch-wissenschaftlichen Anspruch auskommt...

Es gibt Statistiken, z.B. heute hier gelesen: http://www.gutefrage.net/frage/bei-welchem-studium-springt-am-meisten-raus

Es wird seit Jahren geschrien es gäbe zu viele Betriebswirte und Juristen, wieso sagen dann jedoch Statistiken, dass eben diese viel mehr verdienen als so genannte MINT-Absolventen (Mathe, Information, Naturwissenschaften, Technik)? Google mal den Begriff Fachkräftelüge.

BWL ist das Studium mit den meisten Studenten, aber auch andere wie Maschinenbau oder Informatik liegen haben nicht viel weniger. Dafür deckt BWL ein breites Spektrum ab, von Steuern, Personal, Marketing, Management, usw. Würde man das in Einzelstudiengänge untergliedern hätten die jeweils nur wenige Studenten. Außerdem: Das wird in der Wirtschaft häufig gesucht! Niemand braucht einen Mathematiker, eine Germanistin oder einen Physiker, die bekommen auch Jobs, weil sie als Akademiker auch nicht dumm sind, aber haben es nicht so einfach.

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