Fussbodenaufbau ab Betondecke

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Zementestrich unbeheizt auf Dämmschicht: Mindestdicke lt. DIN 18560-1 = 30 mm. Ich würde trotzdem 40 mm nehmen. Bleiben 1cm für die Fliesen und der Rest für Dämmung und Folie.

Reihenfolge von unten: Dämmung, Folie, Estrich, Fliesen. Randdämmstreifen nicht vergessen.

Betondecke, Dämmung, Folie, Estrich, Fliesen - die Dicke der einzelnen Schichten ist abhängig von mehreren Sachen, das entscheiden aber ja sowieso die Fachleute.

Im Moment ist es recht kalt für Estricharbeiten, gerade im Windfang und 5cm Estrich machen kalte Füße wenn nur 8cm Platz ist.

Schau mal im Web nach Estrichziegel. Sind glaube ich von Creaton. Die Teile schauen gar nicht schlecht aus und sind quasi Estrich und Bodenbelag in einem. Verlegt werden Sie direkt auf die Dämmschicht. Richtige Baustoff-Fachhändler können Dir auch sagen, welche Materialien Du verwenden sollst.

Im angrenzenden Raum sind 2cm Styropor, 4cm Estrich und 2cm Teppich verlegt. Die beiden Bereiche sollen als ein durchgängiger Boden verlegt werden. Sollte man dann den Aufbau wie oben beschrieben übernehmen? Habe mir die Estrichziegel angeschaut, die sind optisch zu sehr festgelegt, kein Spielraum für eigene Kreativität. Wie viel Grad braucht Schnell-Estrich?

@AnoliMess

Naja, Beton wird auch bei Minusgraden fest. Aber die Feuchtigkeit kommt in dem wahrscheinlich doch eher kleinen Raum nicht weg und wird sich an den Außenwänden und an der Haustür ziemlich bemerkbar machen.

Letztlich muß man aus dem Fußbodenaufbau keine Wissenschaft machen.

Als unterstes liegt in der Regel Bitumenpappe, dann Wärme-Trittschalldämmung, darauf eine Folie (damit der Estrich nicht in die Dämmung läuft) und darauf der Estrich. Der Estrich sollte eigentlich 5cm dick sein, 3,5cm halten erfahrungsgemäß aber auch. Bei 2cm für Fliesen kommt man ganz automatisch auf den Aufbau, der innen auch ist.

Am Übergang zum Wohnbereich würde ich auf jeden Fall eine Fuge vorsehen, also 10mm Styropor reinstecken und dann entweder mit Schiene abdecken oder zumindest mit Flexkleber arbeiten, wenn drübergefliest wird. Das wird nämlich zu 99,9% sowieso irgendwann reißen. Dabei natürlich auf die Unterkante der Haustür achten und den Bodenbelag einrechnen.

1 cm Fliese, 5 cm Estrich, bleiben 2 cm Trittschalldämmung (z.B. EPS Platten)

Da sollte man schon wissen was für ein Fußboden vorher drin war.

Vorher waren Marmorfliesen mit wahrscheinlich Mörtel auf Estrich geklebt dort drin.

@AnoliMess

Wahrscheinlich. OK. Und wie dick war der Estrich ? Und was war da drunter ?

@gekicher17

Der Estrich war etwa 4cm und die Fliese mit dem "Mörtel" waren auch noch einmal etwa 4cm dick. Unter dem Estrich war nichts, man sieht aber am Übergang zum nächsten Raum (war mit einer Metallleiste abgegrenzt), dass dort eine 2cm dicke Styroporschicht unter 4cm Estrich liegt. Sollte man diesen Aufbau übernehmen? Muss dann beim Styropor eine Folie als Dampfsperre mit aufgebracht werden? Ist dort nicht zu sehen.

@AnoliMess

Aja. du hast also einen sogenannten schwimmenden Estrich.

Styropor auf jeden Fall; das ist die Trittschalldämmung.

Wieso Dampfsperre ? Wo soll da was diffundieren; es ist ja kein Dach.

Eine Folie legt man nur über das Styropor damit der Estrich beim Gießen nicht in die Ritzen reinläuft und den Beton berührt; dann ist nämlich die Trittschalldämmung futsch.

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