Für wen gilt in diesem Fall die Aufsichtspflicht (also wer haftet für den Schaden)?

Das Ergebnis basiert auf 7 Abstimmungen

Die Schule 86%
Die Eltern des behinderten Kindes 14%
Der Schulbegleiter oder dessen Träger 0%
Die Schüler/der Klassensprecher 0%
Die Eltern der normalen Schüler/des Klassensprechers 0%

5 Antworten

Der Autofahrer

Auf dem Weg dorthin wird das behinderte Kind von einem Auto erfasst, da es durch seine Behinderung sich im Straßenverkehr nicht auskennt

Hierbei gibt es 2 unterschiedliche Betrachtungen / Wertungen

1.) Unfallbeteiligte

  1. Aufsichtspflicht-(verletzende ?)

a.) Grundsätzlich haben Autofahrer auf alle Verkersteilnehmer Rücksicht zu nehmen. Da keine Schilderung über den Unfallhergang vorliegt, kann auch nicht gewertet werden, ob oder inwieweit dem Autofahrer keine oder nur eine verminderte Schuld trifft.

b.) Da Ihr das Schulgelände verlassen habt .... wurde schon beschrieben.

c) In wieweit eine Aufsichtspflicht verletzt wurde, wäre sicher zu klären.

d) Eltern - sicher nicht, sie haben das Kind ja in "Obhut" gegeben

e) Eltern der Schüler - auch nicht, sie waren nicht präsent

f) Schüler - haben keine Aufsichtspflicht

g) Schulbegleiter - wohl auch nicht, der Schüler wurde von der Schule in Obhut genommen, damit wären sie meiner Meinung nach auch raus.

.

Das ist meine Meinung. Sie kann gerne ergänzt oder auch korrigiert werden.

Keiner von denen, dafür haftet die KFZ Haftpflicht des Autofahrers.

Das nennt sich Gefährdungshaftung.

Es wird nicht nach Schuld gefragt. Wer so ein gefährliches Fahrzeug führt, muß auch für die Schäden aufkommen. Das ist jetzt kein Witz, die Schwachen sollen geschützt werden. Nicht umsonst betreibt Vater Staat diesen Aufwand mit den Kennzeichen. Nicht umsonst gibt es die Versicherungspflicht für Fahrzeuge.

Die Eltern des/der Geschädigten sollten sich einen Rechtsanwalt suchen der sich im Verkehrsrecht auskennt. Nur ein Anwalt kann die Höhe des Schmerzensgeldes einschätzen. Die Kosten wird die gegnerische Versicherung übernehmen, sprich die KFZ Haftpflichtversicherung des Verursachers.

Ich stelle mir eigentlich mehr den Fall vor, dass der Autofahrer nichts dafür kann, weil der Geistig Behinderte plötzlich auf die Straße gerannt ist (wegen seiner Behinderung) und der Autofahrer nicht mehr bremsen konnte.

Die Eltern des behinderten Kindes

Der Schüler war nicht versichert, weil die Schüler ohne Erlaubnis das Schulgelände verlassen haben. Daher haftet die Schule meiner Ansicht nach nicht.

Das ist das Problem mit dem "Auge zudrücken" ... die Schüler sind nicht mehr versichert.

Die Eltern des Klassensprechers haften meiner Ansicht nicht, da der Klassensprecher ja nicht für den behinderten Schüler verantwortlich ist.

Die Eltern haben dem behinderten Schüler erlaubt ohne Schulbegleiter zur Schule zu gehen, und haften daher selber, wenn ihr Sohn sich den Anweisungen der Schule widersetzt.

Da es ein Unfall ist, hat der Autofahrer sicher eine Schuld und wird auch haften.

Das ist meine laienhafte Meinung.

Die Eltern würden, wenn überhaupt, nur dafür haften, wenn ihr Kind einen Dritten schädigt. Diese Konstruktion ist in diesem Fall nicht gegeben.

Jemand der gar nicht anwesend ist, kann logischerweise nicht aufsichtspflichtig sein.

Wenn das Kind von den Lehrpersonen beaufsichtigt wird, haben auch DIESE die Aufsichtspflicht. Wer denn sonst?

Nicht umsonst ist es den Schülern ja untersagt, das Schulgelände zu verlassen. Wenn die Schule das nicht kontrolliert, haftet eben der Schulträger.

Die meisten Kosten wird die Versicherung des Autofahrers tragen.

Eine kleine Mitschuld werden die Schüler des behinderten Kindes tragen, da sie es in gewisser Weise dazu herausgefordert haben, das Schulgelände zu verlassen.

Eine kleine Mitschuld werden die Schüler des behinderten Kindes tragen, da sie es in gewisser Weise dazu herausgefordert haben, das Schulgelände zu verlassen.

Puh, das halte ich spontan für SEHR schwer durchsetzbar.

@NamenSindSchwer

Gibt ein paar Urteile in der Richtung.

Erwachsener geht bei rot über die Straße, ein Kind macht das selbe.

Da gab es dann Teilschuld für die Verletzung des Kindes.

@AnglerAut

Das finde ich auch verständlicher, aber ob die (nur bedingt deliktsfähigen) Jugendlichen die Einsicht haben müssen eine derartige Konsequenz vorherzusehen finde ich recht unwahrscheinlich.

@NamenSindSchwer

Du magst recht haben, denkbar wäre es aber ;)

Die meisten Kosten wird die Versicherung des Autofahrers tragen..

Bist du Hellseher?

@wattdennnu

Auto gegen Fußgänger ? Das gibt immer 50% +

@AnglerAut

Einspruch, Sir.

Auto = Null Haftung, Fußgänger 100% Haftung. Ich war in dem Fall der Autofahrer!

@wattdennnu

Gegen ein behindertes Kind ? Ernsthaft ?

@AnglerAut

Nein.

Ich sperre mich gegen deine "Vorverurteilung".

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