Führerscheinentzug wegen BTM. Seit dem Vorfall aufgehört, hilft mir das weiter?

8 Antworten

Du hast Post von der Fahrerlaubnisbehörde bekommen, in der Dir mitgeteilt wird, dass es Zweifel an Deiner Fahreignung gibt. Es ist nun an Dir, diese Zweifel zu beseitigen. Eigentlich sollte man Dir geschrieben haben, was man von Dir erwartet. Vermutlich eine bestandene MPU. Leider schreibst Du nicht, um welche Drogen es geht, deshalb kann man nicht wirklich viel dazu schreiben. Einfach mal aufhören reicht aber keinesfalls aus. Man erwartet auch, dass Du Dich mit der Sucht auseinander setzt. Mindestens der Besuch einer Drogenberatungsstelle ist also sowieso unbedingte Voraussetzung. 

Geht um Cannabis. Hilft es somit, wenn ich eine Suchtberatungsstelle besuche? Dache, das ist ein Eigentor. Trotzdem hin, obwohl ich nichts mehr nehme?

Im Brief stand 4-5x die Woche, ich selbst verneinte den konsum. Mittlerweile unglaubwürdig bei 213,3ng

@Fragenbertol

, ich selbst verneinte den konsum. Mittlerweile unglaubwürdig bei 213,3ng

THC-COOH-Werte?????????

wow

da brauchst du nichts mehr aussagen wegen deinem Konsum

das sind Werte die sprechen für sich!!!!

Hallo

Wer unter Drogen steht, kann nicht sicher Auto fahren. Er ist aktuell nicht fahrtauglich. Entsprechend sind Bestrafungen nach den Paragraphen §24a StVG und 315c, 316 und 323a StGB die Folge, wenn im Blut BTM nachgewiesen wurde.

Die Folgen: Mindestens ein Fahrverbot, eventuell gleich Führerscheinentzug, eine Führerscheinsperre und in jedem Fall eine MPU.

Ein medizinisch-psychologisches Gutachten wird außerdem immer angefordert, wenn die Fahrerlaubnis wegen BTM entzogen war und wiedererteilt werden kann oder wenn neben der Einnahme von BTM (auch nur gelegentlicher Haschischkonsum) weitere Tatsachen Eignungszweifel begründen (beispielsweise eine Fahrt unter Drogeneinfluss).

da deine Fsst dir schon den Entzug angekündigt hat wird zu 100% die MPU angeordnet

du bekommst erst wieder einen Führerschein wenn du die MPU bestanden hast

Wiedererteilung möglich nach bestandener MPU, in der der Gutachter davon überzeugt werden muß, daß nie wieder Drogen konsumiert werden.

Dies ist die schwierigste Hürde, denn es erfordert eine intensive Aufarbeitung des Drogenproblems, und es muß schlüssig dargelegt werden, warum ein Rückfall in alte Verhaltens- und Konsum-Muster unwahrscheinlich ist.

Dies erfordert nicht nur ein Lippenbekenntnis des Konsumenten, sondern handfeste Ereignisse, durch die eine stabile Verhaltensänderung eingeleitet und unterstützt wird.

Dabei wird der Gutachter den konkreten Fall vergleichen mit den allgemeinen Erfahrungen bei anderen Konsumenten:

Aus wissenschaftlichen Studien über viele Einzelfälle kann abgeleitet werden, welche Handlungen der konkrete Konsument ergriffen haben und zu welchen Einsichten er gekommen sein sollte, damit er sein Drogenproblem dauerhaft unter Kontrolle hat.

Eingangsvoraussetzung zur MPU ist ein Abstinenznachweis über mindestens 12 Monate.

• Entweder Durchführung eines Urinscreenings unter forensischen Bedingungen (Einbestellung innerhalb von 24 Stunden, Probenentnahme unter Sichtkontrolle)

• Oder alternativ eine Haaranalyse. Sie kann auch für eine zurückliegende Zeit gemacht werden, allerdings nur noch höchstens für einen Zeitraum von 3 Monaten!

zur fachlichen Vorbereitung für die MPU ist ein Verkehrspsychologe anzuraten, hier würdest du einen finden der in deiner Nähe ist

http://www.bnv.de/Mitglist/mitglied.htm

Je nachdem, was du genommen hast, und wie viel, kann die Strafe unterschiedlich aussehen. Du wirst deinen Führerschein auf jeden Fall abgeben müssen, aber es hilft dir auf jeden Fall, dich von dem ganzen Zeug fernzuhalten, weil du sehr wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum nachweisen musst, dass du clean bist, damit du deinen Führerschein irgendwann wiederbekommst. Also am besten jetzt schon verzichten.

Da du schon einmal Auffällig gewesen bist, denke ich, das es schwer für dich werden wird. Mehr Aufwand ist kein Grund !!!

Ein Anwalt kann dir da nur weiter helfen.

Du wirst als Charakterlich Ungeeignet zum Führen eines KFz eingestuft, bei solch einem Hohen Konsum.

Ein Anwalt kann dir da nur weiter helfen.

Gegen die MPU-Anordnung ist kein Einspruch möglich, da es sich dabei nicht um einen sog. Verwaltungsakt handelt (und nur Verwaltungsakte sind anfechtbar), sondern um eine Maßnahme zur Vorbereitung einer Entscheidung (vgl. Formulierung des § 11 Abs. 2 FeV).

Da es nicht das erste mal war, sehe ich keine Chance ohne Führerscheinentzug aus der Sache raus zu kommen.

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