Frustriert über zu wenig Geld zum LEBEN..

10 Antworten

1.000 € netto/Monat sind nicht besonders viel, aber es gibt etliche Leute, die noch deutlich weniger verdienen. 400 € für die Wohnung ist auch nicht besonders viel. In vielen Städten zahlt man deutlich mehr.

Wenn Dir das zuwenig ist, dann musst Du das eben über den Wahlzettel quittieren. Wenn Ihr aber alle jahrzehntelang immer wieder den gleichen Bimbeskanzler und die Bundesmutti wählt, dann müsst Ihr Euch nicht wundern. So schlecht kann es Euch doch gar nicht gehen, denn laut Umfragen hat die Bundesmutti Spitzenwerte in der Zufriedenheit und beim Ansehen. Auch wenn sie - unisono mit ihrer Fraktion und den Industrieverbänden - bei jeder Gelegenheit zur Lohnzurückhaltung mahnt.

Wenn es mit dem Geld knapp wird, bleibt Dir nur, das heilige Blechle abzuschaffen. Das ist bei Deiner Abrechnung der fetteste Posten, und der wird ständig teurer (Spritpreise). Ich selbst habe mehr als das doppelte netto wie Du und habe trotzdem mein Auto abgeschafft. Von der gesparten Kohle fahre ich lieber schön in den Urlaub und leiste mir ab und zu ein Taxi. Zugegeben geht das hier nur, weil es am Ort brauchbare ÖVM gibt. Auf dem Land ist man ohne Auto aufgeschmissen, da hilft nur der Umzug.

Wenn die Leute mal konstant mit den Füßen abstimmen würden, wenn die sich alle weigern würden, Auto zu fahren, dann würde ein Umdenken einsetzen. Aber solange die Leute lieber Ravioli aus der Dose fressen, damit vor der Tür eine Karre steht, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können, wird sich hier nichts ändern.

1.000 Euro netto/Monat ist der absolut unterste Grenzwert, wo das Halten eines KFZ noch überhaupt irgendwie möglich ist. Wenn man mehr Geld übrig haben will, bleibt nur, auf die Karre zu verzichten. Rechne mal zusammen, was die Dich im Jahr kostet. Für das Geld kannst Du es in der Karibik locker krachen lassen.

Also, ich hab mir das jetzt mal durchgesehen und dabei sind mir zwei Posten unangenehm aufgefallen. Da wären zunächst die ''diversen Versicherungen'', 600.- Euro im Jahr ohne Kranken- und Autoversicherung das ist schon happig. Klar eine Haftpflicht gehört zur Grundausstattung aber wer weiß ob da nicht doch die eine oder andere dabei ist die man sich sparen könnte. Mache einfach mal eine Rechnung auf wie hoch das persönliche Risiko ist und vergleiche es mit dem was du einzahlst. Als ganz einfaches Beispiel, wenn die Beiträge so hoch sind, dass du in einer überschaubaren Anzahl von Monaten bereits die Kosten für einen Schadensfall einzahlst, dann lohnt sich das meist nicht. 100.-/Monat nur für Sprit ist auch schon sehr viel, bei uns wären das gut 1400 Kilometer/Monat, da möchte ich ja deine Kosten für Reifen, Wartung & Co gar nicht kennen. Also entweder leistest du dir den Luxus einer ungünstig gelegenen Wohnung oder ein unpraktisches Auto. Rechne einfach mal nach ob du ggfs mit Umzug oder einem anderen Auto besser fährst. Man unterschätzt leicht den Faktor ''Fahrtkosten'', wenn man sich das aufs Jahr hochrechnet kann es leicht sein, dass sich die Asnchaffungskosten für einen sparsameren bereits in 1-2 Jahren amortisieren.

Auf jeden Fall solltest du deine Bewerbungsbemühungen verstärken, wenn es mit deiner Firma schon so schlecht läuft kann es schneller vorbei sein als dir lieb sein kann. Natürlich bekommt man bei Firmen die bereits den regulären Lohn kaum zahlen können kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld. ''Die Ratten verlassen das sinkende Schiff'' sagt man, die ''Klugen'' verlassen ein Schiff aber bereits im sicheren Hafen, somit klar wird das der Kurs nicht mehr stimmt! Wenn deine Bewerbungen bislang alle erfolglos bleiben, dann versuche diesbezüglich Hilfe zu bekommen, vielleicht ein Coaching oder ähnliches. Jemand sollte sich vielleicht auch mal deine Unterlagen durchsehen und ggfs solltest du auch über einen Umzug nachdenken. Vielleicht solltest nicht um finanzielle Unterstützung beim ''Amt'' bitten, sondern bei der Agentur für Arbeit dich erkundigen ob man dir nicht bereit wäre zu helfen einer evtl. drohenden Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken, auch so etwas gibt es und damit wäre dir vielleicht viel mehr geholfen.

Ich wage jetzt mal zu behaupten, dass es jedem der das Pech hat bei einer Firma zu arbeiten die in Schieflage geraten ist nicht viel besser geht aber dagegen hilft halt nur sich einen neuen Job zu suchen. Du hast ja gelesen, dass man mit deiner Ausbildung mehr verdienen kann, es kann halt nur sein, dass du dafür persönliche Opfer bringen musst, sei es Hilfe bei der Erstellung einer optimalen Bewerbungsmappe anzunehmen oder umzuziehen oder was auch immer. Vielleicht sind ja auch deine Zeugnisse nicht so toll, dann müsste man schauen ob man mit Fortbildungen punkten kann oder so. Bei dieser Firma auszuharren bis sie die Löhne ihrer Angestellten gar nicht mehr bezahlen kann, davon würde ich dir jedenfalls dringend abraten. Sehr viele hilfreiche Informationen zum Thema wie bewerbe ich mich erfolgreich kannst du übrigens beim Schweizer Pendant zur Agentur für Arbeit finden, diese sind auch für Deutsche zugänglich, google doch mal.

Hast Du schon mal versucht, Wohngeld zu beantragen? Vielleicht könntest Du Dir auch noch einen 450-Euro-Job suchen, z. B. fürs Wochende? Klar sind 1000 Euro nicht viel, aber ich finde es gut, dass Du für Dein Geld arbeitest und Dich nicht in die soziale Hängematte legst, wie so viele andere. Möglicherweise könntest Du auch eine preiswertere Wohnung in der Nähe Deines Arbeitsplatzes finden, sodass Du das Auto abmelden kannst. Wäre vielleicht eine WG denkbar? In Bezug auf Deine Arbeitsstelle würde ich an Deiner Stelle mal nach was anderem Ausschau halten. Wünsche Dir viel Erfolg!

Du bist gelernte Speditionskauffrau und verdienst nur 1000€ netto ? Also es tut mir leid, du hast dich einfach nur über den Tisch ziehen lassen. Wie wäre es mit einer neuen Gehaltsverhandlung ? Ich bin auch Speditionskauffrau und verdiene fast das doppelte und habe noch keinen Fachwirt in der Tasche, den ich demnächst aber noch machen möchte. Um den zu finanzieren, arbeite ich sogar noch nebenbei auf 450€. Zauberwort ist ein Nebenjob, eine Fortnildung oder bei der nächsten Gehaltsverhandlung mal ordentlich aufn Tisch hauen.

Beantrage Wohngeld und sorge dafür, dass niemand aus deinem Umfeld CD/SU wählt.

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