Frontscheibe ausversehen kaputt gemacht HILFE

12 Antworten

Mit dem Dienstwagen in Urlaub? Wenn er von seinem Chef die Erlaubnis hat, ists aber ja kein Problem.

Deine Haftpflicht zahlt da nichts, sondern das ist ein Teilkaskoschaden des Autos. Dein Vater muß sich mit seinem Chef absprechen, wie weiter vorgegangen werden soll. Sollte aber kein Problem sein, die Scheibe vor Ort auszutauschen.

Dein Vater zahlt dann maximal die Selbstbeteiligung der Teilkasko. Kann aber auch gut möglich sein, dass er gar nichts zahlen muß, weil es ein Dienstwagen ist, und die Firma das übernimmt. Evtl. wurde die Teilkasko aber auch sogar ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen.

m.E. war bisher noch nichts vollständig richtig. 1. die PHV ist zwar grundsätzlich zuständig, aber es handelt sich m.E. um einen Eigenschaden, wenn der Dienstwagen, den die Familie zur privaten Nutzung hatte, beschädigt wurde. Das ist ja, als wenn der eigene PKW geschädigt wurde. 2. eine Teilkasko zahlt grundsätzlich immer bei Glasbruch. Was natürlich ausgeschlossen ist, sind Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Da der Vers.nehmer die Firma ist, spielt Leistungsfreiheit erstmal keine Rolle. Aber der Kaskoversicherer kann natürlich den Verursacher in Regreß nehmen. 3. Der Arbeitgeber braucht seine Kaskoversicherung natürlich nicht in Anspruch nehmen, wenn er nicht möchte. Ein Argument könnte z.B. die Schadenquote sein. Fazit: m.E. läuft es darauf hinaus, dass Du selbst zahlen muß. Da Du erst bedingt deliktfähig bist, müßte man bei dem Anspruch prüfen, ob die notwendige Einsichtsfähigkeit bei Dir schon vorliegt. Da gibt es unter den Altersgenossen ja unterschiede-

Deine Haftpflichtversicherung zahlt das auf keinen Fall. Erstens hätte dein Vater als Fahrzeugführer das verhindern müssen und zweitens wäre das ein Fall für die Teilkaskoversicherung.

Dass ein Firmenwagen nicht teilkaskoversichert ist, wäre äußerst ungewöhnlich.

Allerdings könnte diese Versicherung dich in Regress nehmen, weil du die Scheibe absichtlich zerstört hast. Auch wenn du das nicht wolltest, hast du es jedenfalls billigend in Kauf genommen.

Der Vater sollte das mit seinem AG regeln. da gibts mit Sicherheit eine Möglichkeit. Ich denke auch das die Vollkasko bezahlt.

Hallo,

leider ist es einmal mehr erschreckend, was hier zum Teil gepostet wird!

"Dröseln" wir das Ganze also einmal auf:

Mein Vater meinte sein Chef würde das nicht bezahlen

Das muss der Chef auch u.U. nicht, weil das ein Fall für die Teilkaskoversicherung des Fahrzeugs ist. Diese zahlt den Schaden in aller Regel - abzüglich einer eventuell vereinbarten Selbstbeteiligung - anstandslos.

Hier gilt es also zu klären, ob eine solche Versicherung besteht. Hierüber wiederum kann der Chef Auskunft erteilen, weil er das Fahrzeug seinerzeit versichert hat.

Ab jetzt wird es aber etwas spekulativ, denn der Chef ist nicht verpflichtet, den Schaden über seine Teilkaskoversicherung laufen zu lassen. Wir kennen weder den Chef noch sein Verhältnis zum Vater noch den Kfz-Versicherungsvertrag noch die Schadenquote seiner Kfz-Versicherungen: Alles Aspekte, die sowohl für als auch gegen eine Regulierung über die TK sprechen können.

Er kann sich also - wenn er das will - als Geschädigter auch einfach an den Verursacher halten. Er muss sich nur darüber bewusst sein, dass er dann den Schaden nur bis zum Zeitwert ersetzt bekommt.

Und ab hier ist/wäre es ein Fall für Eure Privathaftpflicht, die sich in diesem Fall entweder mit der Regulierung berechtigter oder der Abwehr unberechtigter Ansprüche befassen wird.

(Bitte ignoriere in diesem Zusammenhang die schon erfolgten Hinweise, dass die PHV nicht eintritt: Diese sind nämlich im vorliegenden Fall falsch; die PHV IST zuständig.)

Viele Grüße

Loroth

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