fristlose Kündigung während der Insolvenz

2 Antworten

Hallo, der Insolvenzschuldner hat eine Erwerbsobliegenheit, d.h., er muss alle möglicheen, ihm zumutbaren Dinge unternehmen, um ein höchstmögliches Einkommen zu erzielen im Interesse der Insolvenzgläubiger. Wenn der Schuldner aus Gründen, die in seiner Person liegen, aus seinem Arbeitsverhältnis gekündigt oder sogar fristlos gekündigt wird, ist hierin ein schwerwiegender Verstoss gegen seine Erwerbsobliegenheit zu sehen, wegen der ihm auf Antrag eines Gläubigers die Restschuldbefreiung versagt werden kann. Der Schriftverkehr mit dem Arbeitgeber und dem Arbeitsgericht steht dem Insolvenzverwaalter zu, damit er einschätzen kann, ob und welche Ansprüche dem Schuldner aus der Kündigung zustehen und damit er diese insoweit, wie sie der Schuldner an ihn abgetreten hat, im Interesse der Gläubiger einziehen kann. Viele Grüsse

Dein Lohn unterliegt der Pfändung. Wäre der Zufluss der Masse durch fristlose, also verhaltens- oder personenbedingte Kündigung, demnach vorsätzlich oder grob fahrlässig, von dir herbeigeführt, hätte das als "insolvenzschädliches Verhalten", zumal in der Wohlverhaltensperiode, tatsächlich Auswirkungen auf das Abstimmverhalten der Gläubiger über deine RSB :-(

Ob das Gericht dem folgt, bliebe abzuwarten - dazu erwähnst du die Gründe der Kündigung ja auch nicht :-O

G imager761

Was möchtest Du wissen?