fristlose Kündigung und Krankengeld?

6 Antworten

Sofern das Fehlverhalten nichts mit deiner Behinderung zu tun hat, ist die Kündigung gerechtfertigt; aber sowie ich deine Frage lese, bist du aufgrund von psychischen Problemen behindert - und somit dürfte eine Kündigung schwer sein. Ich würde mich da auf jeden Fall noch mal mit dem Integrationsamt zusammensetzen, denn ohne deren Einwilligung kannst du mMn nicht gekündigt werden!

Ich würde wegen dem Krankengeld mit der Kasse telefonieren, da kenne ich mich zu schlecht aus.

Und dem Amt würde sagen, dass ich arbeiten will (das ist stabilisierend für die Psyche) und eine Krankschreibung ablehne.

Ist die fristlose Kündigung rechtens? Hast du Kündigungsschutz über Anwalt beantragt? Die AU beträgt ja 6 Wochen wenn ich richtig rechne, dann steht dir rechtmäßig Krankengeld zu! Je nach Krankenkasse bis 90% deines normalen Gehalts... erst wenn die AU endet bist du offiziell arbeitssuchend, dann musst du dich dort wieder vorstellen. Du musst jede (!!!) Au gleich an deine KK weiterleiten damit du da keine Probleme bekommst!! Wünsche dir alles Gute!

Du hast sofortigen Andpruch auf Krankengeld, solltest aber trotzdem sofort Kündigungsschutzklage erheben. Dazu wird dir auch deine Krankenkasse raten und einen Erstattungsanspruch geltend machen. Denn wird die Klage zugelassen und die Kündigung muss ggf. gewandelt werden, hättest du Anspruch auf Lohnfortzahlung und die Krankenkasse hätte zu Unrecht Krankengeld gazahlt. Daher wird sie bei deinem Arbeitgeber einen Erstattungsanspruch geltend machen, da du nicht doppelt kassieren darfst.

Achte nur auf die unbedingte Nahtlosigkeit der Krankmeldungen- ein Tag Lücke und du bist das Krankengeld los!

(der Arbeitgeber begründet die KÜ mit einem angeblichen fahrlässigen bis grob fahrlässigen Fehlverhalten)

In der Regel setzt eine fristlose Kündigung eine Abmahnung voraus unter bestimmten Voraussetzungen ist keine Abmahnung erforderlich.

In jedem Fall beim Arbeitsgericht Klage gegen die Kündigung einreichen; dazu hat man ab Zugang der Kündigung drei Wochen Zeit.

Ich würde auf jeden fall Kündigungsschutzklage einreichen. In erster Instanz könnte man das ohne Anwalt machen, würde ich aber hier nicht empfehlen.

Hier muss eventuell geprüft werden, was das Integrationsamt dazu sagt.

Wie verhalte ich mich weiterhin ggü der Agentur bzw Kasse?

Solange Du krank geschrieben bist, kannst Du kein ALG beantragen. Ob die Krankenkasse da Theater macht weil gleichzeitig mit der fristlosen Kündigung die AU folgte, das kann ich nicht beurteilen.

Es kann sein dass Du zum medizinischen Dienst der Krankenkasse zur Überprüfung eingeladen wirst.

1. unter Umständen ist die Kündigung gar nichts rechtskräftig, das würde ich überprüfen lassen 2. Krankengeld bekommst du natürlich trotzdem aber der 6. Wochen AU

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