Frage zur Mieterselbstauskunft bzw Schufa

5 Antworten

Ist eine Mieterselbstauskunft gleichzeitig die Einwilligung zur Schufaauskunft?
Nein, es ist genau das Gegenteil. Der Mieter soll verpflichtet werden, auf eigene Kosten sich selbst eine Schufe-Auskunft zu beschaffen und vorzulegen. Es gibt zwei Arten von Selbstauskunft bei der Schufa: die Datenübersicht nach § 34 BDSG und die Schufa-Bonitätsauskunft. Der Vermieter kann nur dann eine Auskunft bei der Schufa beantragen, wenn er selbst dort Mitglied ist, aber das lohnt sich privat nur für Groß-Vermieter. https://www.meineschufa.de/index.php?site=7

Also ist ist diese Selbstauskunft keine Erlaubnis zur Schufa, sondern nur eigene Angaben vom zukünftigem Mieter selbst...

Der Vermieter bekommt eine Schufa-Auskunft nur, wenn er selbst Mitglied dieses Vereins ist.

Mit dem Mietrecht hat das wenig zu tun. Es gibt in Deutschland die Vertragsfreiheit. Wenn du eine Wohnung haben willst, musst du eben auf die Bedingung eingehen, sonst bekommt jemand anders die Wohnung

Eine Selbstauskunft ist das was der Bewerber über sich selbst aussagt und hat nichts mit einer Schufa-Auskunft zu tun.

Wen du eine schufa auskunf vom eventuellen mieter haben wilst must du ihn darauf ansprechen den du hast kein recht auf auskunft der schufa

Jeder hat ein Recht auf Schufa-Auskunft zu seinen eigenen Daten.

Rein rechtlich ist das so geregelt: Du schaust dir eine Wohnung an. Makler oder Vermieter können dann eine Mieterselbstauskunft verlangen. Deine Bonität spielt dabei noch keine Rolle. Es geht dabei "nur" darum, sich ein grundsätzliches Bild zu verschaffen. Eine Bonitätsabfrage ist erst erlaubt, wenn du konkretes Interesse an der Wohnung hast (und Makler / Vermieter) dich auch wirklich als Mieter in Betracht ziehen.

Die Bonitätsauskunft muss dann nicht zwangsweise von der Schufa sein, kann auch von Boniversum oder einer anderen Auskunftei kommen.

Was kann der Makler alles verlangen?

Wir haben eine neue Wohnung gefunden über einen Makler. Mein Partner hat den Auftrag gegeben. Der Besitzer hat sich für uns als Mieter entschieden. Nun will der Makler aber immer mehr und mehr Auskünfte von uns.

Zu Anfang hatte mein Partner schon einmal eine Selbstauskunft ausgefüllt. Nun nachdem der Besitzer sich für uns entschieden hat sollten wir die noch einmal ausfüllen, Kopie von Personalausweis oder Reisepass, Einwilligung zur Schufaabfrage unterschreiben und Arbeitsvertrag schicken. In der Mieterselbstauskunft haben wir die Daten von meinem Partner eingetragen, Kopien unsere beiden Ausweise mitgeschickt, ich habe meine Schufaselbstauskunft (positiv) gleich mit geschickt und auch den Arbeitsvertrag meines Partners. Nun soll ich die Selbstauskunft auch ausfüllen und meinen Arbeitsvertrag mitschicken. Selbstauskunft ausgefüllt und auch Schufaeinwilligung gegeben und abgeschickt.

Da ich gerade dabei bin mich selbstständig zu machen habe ich natürlich keinen Arbeitsvertrag. Nun verlangt der Makler eine Bonitätsbescheinigung von meinem Steuerberater oder eine Bankauskunft. Da ich aber erst gerade dabei bin mich selbstständig zu machen kann ich das nicht vorweisen und was eine Bankauskunft ist habe ich jetzt noch nicht so richtig verstanden. Die Bankauskunft scheint mir auch etwas zu privat, darf er das überhaupt verlangen?

Mein Partner wollte alleine im Mietvertrag stehen und könnte ohne weiteres das doppelte der Miete von seinem Gehalt zahlen. Warum will der Makler soviel von mir wissen? Unsere Schufa ist positiv, mein Partner könnte die Miete auch locker alleine zahlen hat einen festen Arbeitsvertrag. Muss ich jetzt eine Bankauskunft erteilen? Was ist das genau, was steht drin? Warum reichen die Angaben nicht aus die er schon von uns erhalten hat?

Ich bin jetzt voller Panik das wir die Wohnung doch nicht kriegen. Bin für jeden Tipp und Rat dankbar.

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Vollstreckungsbescheid ohne Schufaeintrag?

Hallo, es geht um meinen Mann. Er erhielt letztes Jahr im Oktober einen Brief vom Inkassobüro Creditreform. Er soll über 600 Euro bezahlen. Forderung von Amway von 1999. Also knapp 20 Jahre her. Er kann sich in keinster Weise daran erinnern, bei der Firma was gekauft zu haben. Zu den damaligen Zeitpunkt waren wir noch nicht zusammen, er hatte eine andere Lebensgefährtin.

Er hat zurück geschrieben und eine Kopie des Vollstreckungsbescheides und die originalen Kaufbelege verlangt. Die Kopie ist angekommen, mehr auch nicht. Er hat immer wieder Fristen gesetzt für die Nachweise, wurden aber seitens des Inkassobüros nie eingehalten. Ständig erhält er nur Briefe mit der Bitte um Bezahlung. Auf die Forderungen gehen sie nicht ein. Er hat bestimmt 5 Mal geschrieben und um eindeutige Beweise gebeten.

Mir fiel dann wieder ein, dass wir Ende 2017 eine Schufaabfrage über die Bank hatten. Da war weder Amway noch Creditreform aufgeführt. Auch deswegen hat mein Mann nachgefragt, wie dies sein kann. Obwohl Schulden bestehen und auch ein Vollstreckungsbescheid besteht, ist kein Eintrag in der Schufa vorhanden. Keine Reaktion.

Heute EMail erhalten. Im Anhang steht:

Der bei uns zum Einzug stehende Vollstreckungsbescheid dient als Rechtsgrundlage für die Forderung und wie wir bereits Ihnen mitteilten, hat dieser 30 Jahre Bestand. Die Vorlage weiterer Unterlagen wie Rechnungen, Mahnbescheid etc. ist nicht mehr notwendig.

Desweiteren möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die bei uns zum Forderungseinzug bearbeiteten Vorgänge nicht von uns an die Schufa gemeldet werden, sondern in unserer eigenen Datenbank hinterlegt werden.

Mal ganz ehrlich: angeblich bestehen die Schulden, aber Beweise wie Rechnungen haben sie vernichtet. Sie haben diese Schulden in ihrer eigenen Bank angelegt, aber nicht in der Schufa. Woher sollen wir nun wissen, ob diese Schulden echt sind? Keine Beweise, Kaufbelege vorhanden aber Geld verlangen?

Wer hatte schonmal so einen Fall und kann uns weiter helfen?

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