Frage zum gemeinsamen Sorgerecht/Aufenthaltsbestimmungsrecht?

5 Antworten

Nein, hat er nicht. Auch nicht, wenn er zahlen würde.

Die Großeltern haben sogar ein eigenes Umgangsrecht.

Während das Kind bei der Mutter ist, bestimmt sie ganz alleine, was das Kind tut oder lässt. Auch die Betreuung bestimmt sie.

Zu finden ist das Gesetzt ebenfalls im BGB

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

§ 1685 Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen

(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.

(2) Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.

(3) § 1684 Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend. Eine Umgangspflegschaft nach § 1684 Abs. 3 Satz 3 bis 5 kann das Familiengericht nur anordnen, wenn die Voraussetzungen des § 1666 Abs. 1 erfüllt sind.

§ 1687 Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich.

Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.

Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4 einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

Hallo Gungnir18,

auch die Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind. So steht es ausdrücklich in § 1685 BGB. Bedingung ist lediglich, dass der Umgang dem Wohl des Kindes dient. Davon ist im Regelfall auszugehen. Persönliche Animositäten des Vaters des Kindes sind kein Grund, dem Kind den Umgang mit den Großeltern zu verbieten.Wenn die Mutter im Rahmen ihres Sorgerechts also den Umgang erlaubt, kann der Vater dies nicht verhindern.

Näheres liest du hier:

https://www.scheidung.de/umgangsrecht.html

Alles klar?!

iurFRIEND®AG

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Alles klar, Daumen hoch !

er ist der vater des kindes und nicht der erzeuger. das sollte sich schon mal in deinem kopf festsetzen.

der vater hat umgangsrecht. dies richtet sich nach dem was die eltern vereinbart haben. ob die mutter am wochenende arbeiten muss oder nicht, spielt für ihn dabei keine rolle und darauf muss er keine rücksicht nehmen.

das gemeinsame sorgerecht betrifft 2-3 entscheidungen im leben des kindes. ansonsten trifft die mutter in ihrer umgangszeit die entscheidungen alleinig im rahmen ihr alleinigen alltagssorge. sie bestimmt wo das kind sich aufhält, wer sich um das kind kümmert, wer kontakt mit dem kind hat und wer es betreut. das gleiche gilt fü rden vater in der zeit seines umgangs. in dieser bestimmt er im rahmen seiner alleinigen alltagssorge die geschicke des kindes.

wenn also in der zeit des umgangs der mutter diese bestimmt das opa das kind betreut, dann hat vati in der zeit sendepause und kein mitspracherecht. es geht ihn einfach nichts an. sie kann das kind zum wochenende zum opa geben, denn auch der hat umgangsrechte mit dem kind. sie darf eben nur die zeiten des vaters dafür nicht benutzen.

ansonsten spielt der unterhalt und ob er gezahlt wird bei umgang keine rolle, genauso wenig wie alleiniges oder gemeinsames sorgerecht der eltern.

Meine Frage daher, darf er bei gemeinsamen Sorgerecht der allein erziehenden Mutter überhaupt vorschreiben mit wem sie ihrem Kind Umgang gestattet und mit wem nicht ? Oder ob sie ihr Kind über Nacht bei den Großeltern versorgt lassen kann um mal allein feiern zu gehen ?

Grundsätzlich: Nein, außer es gibt berechtigte Gründe dafür, solange die Mutter mit dem Umgang der Großeltern einverstanden ist, werden wohl keine berechtigten Gründe für eine Umgangsverweigerung vorliegen.

Hat er das Recht über den Umgang des Kindes das nicht bei ihm lebt und für das er nicht zahlt zu bestimmen ?

Dies hat mit dem Umgangsrecht nichts zu tun. Die Emotionen, die daraus abgeleitet werden, sind irrelevant.

Nein! Auch Großeltern haben ein Umgangsrecht und wenn sie das Kind bei sich hat, dann kann sie mit dem Kind hin gehen wohin sie will, solange sie das Kindeswohl nicht gefährdet.

Was sie aber machen kann und sollte: das Jugendamt informieren. Sein Verhalten und seine Ansichten sind indiskutabel und wenn er weiter Terror macht, dann sollte sie überlegen, ob sie nicht das alleinige Sorgerecht beantragt oder zumindest den Umgang mit so einem Vater einschränkt.

Das habe ich ihr bereits geraten - ihre Eltern haben das auch.

Auch Dinge wie "Mama doof", "Mama gibt nicht Schokolade" und so weiter (Es ist nicht gut eine Zweijährige jedes Wochenende mit Schokolade, Eis und Hamburgern zu "ernähren".) Ich habe ihr geraten sich an das Jugendamt oder die zuständigen Stellen zu wenden wg. des alleinigen Sorgerechts. Mir macht es den Eindruck das dieses Kind benutzt wird als Mittel Frust zu erzeugen bzw.abzubauen. Lieber kein "Vater" oder ein Neuer als so ein Erzeuger, meine Meinung.

@Gungnir18

Na ja,- wegzaubern kann man den Kindsvater ja nicht. Aber wenn es sich herausstellt, dass er ständig quer schießt, dann sollte man dringend etwas unternehmen. Auch bei Paaren die zusammen das Kind erziehen, gibt es in Erziehungsfragen (wie Essen, schlafen gehen etc.) nicht immer eitel Sonnenschein. Hier hilft es nur sich an einen Tisch zu setzen, ihm Bilder zu zeigen von übergewichtigen Kindern und den Folgen des Übergewichtes und darauf zu hoffen, dass er sein Handeln überdenkt. Gerade "Freizeitpapis und Mamis" verwöhnen die Kinder ohne Ende und man hat ständig das Gefühl dagegen anarbeiten zu müssen.

@Kessie1

Das Kind ist bereits übergewichtig und der Kinderarzt hat der Mutter eine Diät empfohlen daran sie sich hält. Der Erzeuger tut das genaue Gegenteil, und meiner Auffassung nach nicht um das Kind zu verwöhnen sondern schlicht um zu sabotieren. Ich kenne BEIDE persönlich.

@Gungnir18

es gibt keinen neuen vater. der neue der km ist in der beziehung zum kind völlig egal. er hat nichts zu melden, kein mitspracherecht und darf sich raushalten. was der vater an seinem wochenende macht geht den außenstehenden dritten nichts an. und ein vater ist immer gut, egal wie er sich verhält.

da hat das jugendamt keine handlungsmacht. weder können sie den umgang einschränken noch irgendwelchen anderen sachen bestimmen.

@markusher

Es geht auch nicht um Handlungsmacht, sonder darum sich hilfesuchend ans Jugendamt zu wenden! Dort kann man zumindest versuchen beide Elternteile an einen Tisch zu bringen und es sieht im Falle eines Sorgerechtsstreits vor Gericht schon mal gut aus, wenn man belegen kann, dass man zumindest im Vorwege etwas versucht hat!

@Kessie1

es gibt keine gründe für sorgerechtsstreiterein und zwar kann die km mediation anstreben, aber er ist nicht verpflichtet daran teilzunehmen und das wird ihm auch nicht negativ ausgelegt. das jugendamt kann dort garnichts tun und tut es auch nichts.

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