Frage zu Erstsemester-Seminar (Uni)

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Ob es am Ende Noten gibt variiert von Prof zu Prof. Habe schon erlebt, dass es eine leere Drohung war, aber auch, dass es umgesetzt wurde. In meinem BA haben fast immer alle mitgemacht. Die Seminare waren aber auch sehr interaktiv konzipiert und teilweise saßen nur 5 Leute drin. Im MA war ich (andere Uni) dann geschockt, dass sich so gut wie niemand gemeldet hat. Dort herrsche ein totales "Abfrageklima" in den Seminaren. Ich kam mir manchmal vor wie in der Schule, wo Leute Angst haben, dass der Lehrer merken könnte, dass man die Vokabeln nicht gelern hat ;) An dieser Uni wurde ich oft gefragt ob es nicht der absolute Horror war Seminare nur zu fünft abzuhalten. Ich muss sagen: Im Gegenteil! Im Studium geht es doch nicht mehr darum dem Lehrenden zu beweisen, dass man es kann sondern gemeinsam eine Thematik zu erarbeiten. Und ich kann dich beruhigen. Nicht immer haben Profs von allen Themen die Behandelt werden absolut Ahnung oder kennen die Absolute Wahrheit. Die Wissenschaft lebt von der Diskussion und Konfrontation. Und jeder Student ist angehalten seine Eigene Ansicht zu vertreten auch wenn diese von der des Dozenten abweicht. Ich kenne keinen Prof, der einen kritischen Beitrag nicht zu schätzen wüsste. Eine gepflegte Diskussionskultur vorrausgesetzt.

Ich weiß, man muss sich erst an dieses neue Umfeld Uni gewöhnen, aber nimm dir einfach mal vor diese Hürde des Meldens zu durchbrechen. Es wird leichter mit der Zeit. Wenn man es am Anfanf nicht lernt wird es nie was. Und die Seminare machen sooo viel mehr Spass, wenn diskutiert wird. Dafür sind sie ja da.

Und was das Englische betrifft. Die Profs sind es gewoohnt, dass auf Konferenzen nicht jeder perfekt Englisch spricht. Da musst du dir nicht so viele Gedanken machen.

Versuch dich mal so richtig gut vorzubereiten. (Eine gute Vorbereitung bemerkst du unter anderem daran, dass dir Fragen einffallen und nicht per se daran, dass du schon alles verstanden hast) Und dann stell eine deiner Fragen oder äußere die Kritik, die dir einfällt. Du wirst sehen das Eis lässt sich ganz leicht brechen. :)

Sag niemals Nie, dank Bachelor. Ich selbst studiere im Staatsexamen und da gibt es keine mündlichen Noten. Und zu deiner Beruhigung, hat sich daran auch nicht so viel geändert. Ist ein Thema einigermaßen uninteressant, ist es völlig gewöhnlich, dass niemand mitmacht. Dozenten, die solche Seminare halten, haben in der Regel auch so wenig Interesse an den Studierenden, als das sie sich an sowas eh nicht halten würden. Die erfüllen nur ihre Formalia. Aktive Teilnahem heißt im Endeffekt, dass du aktiv zu sitzen gelernt hast - zumindest so lange, bis die Liste bei dir angekommen ist. Mach dir also keinen Kopf darum. Sehr beliebt zur zeit ist auch die Methode, dass die Dozenten auf die Scheine schreiben lassen (Wenn du noch Scheine hast), "Anwesenheit durch die anderen Mitstudierenden bestätigt), falls es nicht einmal Listen gab. Die müssen das also, was du hieran sehr gut sehen kannst, nur schreiben. Und ja, die meisten Dozenten erfüllen ihren Lehrauftrag nur mit unwillen, weil es sie schließlich von ihrer eigenen Forschung abhält, also erwarte nicht zu viel Interesse für die "Klötze am Bein"!

ich frage nur, weil die doz selbst uns darauf hinweisen/motivieren mitzumachen. es ist auch ehrlich gesagt total peinlich, wenn aufeinmal 5 sec stille einsetzt und 40 leute so tun als wären sie nicht im raum...deshalb rufen die profs auch gerne einfach mal jm. aus der liste auf (kannte ich so auch nicht von uni-erzählungen).

ich finde die seminare eig. total intressant (ernsthaft) und es macht mir auch spaß, aber ich habs gefühl dass einfach es vielen so geht dass man "angst" vor dem niveau hat (englisch) und den mitstudenten (die 2-3 leute sind mega gut) und dem prof (der kannsja schon!)....

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