Frage: Welche Staatsbuergerschaft bekommt das Kind?

7 Antworten

Das Kind erwirbt die österreichische Staatsbürgerschaft der Mutter (§ 7 ö. StbG) und im Prinzip auch die deutsche Staatsangehörigkeit des Vaters (§ 4 dt. StaG), allerdings muss die Vaterschaft förmlich feststehen (nach deutschem Recht gültige Vaterschaftsanerkennung).

Ausnahme: Wenn der Vater selbst nach dem 31.12.1999 woanders als in Deutschland geboren ist, ist für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch das Kind erforderlich, dass die Beurkundung der Geburt durch ein deutsches Standesamt innerhalb eines Jahres bei dem zuständigen Standesamt oder der zuständigen Auslandsvertretung beantragt wird. Ich kann nicht ausschließen, dass ein solcher Antrag dann in Österreich als Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit aufgrund Antrags gewertet wird, was den Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft zur Folge hätte.

Aber ich gehe mal davon aus, dass der Vater nicht so piepjung ist.

Das Kind hat dann beide Staatsangehörigkeiten und muss sich auch später nicht zwischen beiden entscheiden. In Österreich bekommt es österreichische Papiere, und bei der deutschen Botschaft kann man jederzeit einen deutschen Ausweis beantragen.

Das Kind erhält auf jeden Fall die österreichische Staatsbürgerschaft. Wenn der Vater die Vaterschaft offiziell anerkennt, dann hat das Kind auch Anspruch auf die deutsche Staatsbürgerschaft. Man muss das bei der Botschaft anmelden mit allen Unterlagen, und dann bekommt das Kind des Pass. Allerdings weiß ich nicht, ob Österreich verlangt, dass man sich für eine entscheidet.

Das ist die bislang einzige vernünftige Antwort hier. Als Ergänzung: Das Kind muss sich nicht entscheiden, nein.

Mit Geburt automatisch die österreichische. Zusätzlich auch die deutsche, sofern die Vaterschaft anerkannt wird. Das Kind ist dann Doppelstaatsbürger (beide Staaten erlauben das).

https://www.oesterreich.gv.at/themen/leben_in_oesterreich/staatsbuergerschaft/Seite.260410.html

Kinder erwerben die Staatsbürgerschaft mit dem Zeitpunkt der Geburt, wenn die Mutter österreichische Staatsbürgerin ist.
Wenn bei Eltern unterschiedlicher Nationalitäten (österreichische und eine andere) im Herkunftsland des fremden Elternteils auch das Abstammungsprinzip (wie in Österreich – siehe 1. Absatz) gilt, ist das Kind Doppelstaatsbürgerin/Doppelstaatsbürger.

Ergänzend ist je nach Alter des Vaters zu beachten:

Die deutsche Staatsangehörigkeit wird durch Geburt erworben, wenn mindestens ein Elternteil deutsch ist. Sie können für Ihr Kind bei der für Ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung ein deutsches Ausweisdokument beantragen.
Für deutsche Staatsangehörige, die ab dem 01.01.2000 bereits im Ausland geboren wurden, gilt: Deren Kinder erwerben bei Geburt im Ausland die deutsche Staatsangehörigkeit nur, wenn die Eltern die Geburt des Kindes binnen eines Jahres bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung anzeigen.

https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/fragenkatalog-node/-/606800?openAccordionId=item-606230-0-panel

In Deutschland würde das Kind die Staatsbürgerschaft der Mutter bekommen.

Wahrscheinlich ist es in Österreich nicht anders.

Es geht immer nach der Mutter, nicht nach dem Vater

Früher ging es immer nach dem Vater! Aber nur, wenn die Eltern verheiratet waten!

@HugoGuth

Wäre mir, für Deutschland jedenfalls , neu

@Kleckerfrau

Bis 1975 war es weiltweit/europaweit anders! Siehe Wikipedia! Siehe den Fall Paul Klee! Siehe auch die "Aussonderungen" im Elsass 1919!

Wie kommst du auf

Es geht immer nach der Mutter, nicht nach dem Vater

http://www.gesetze-im-internet.de/stag/__4.html

(1) Durch die Geburt erwirbt ein Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Ist bei der Geburt des Kindes nur der Vater deutscher Staatsangehöriger und ist zur Begründung der Abstammung nach den deutschen Gesetzen die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft erforderlich, so bedarf es zur Geltendmachung des Erwerbs einer nach den deutschen Gesetzen wirksamen Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft; die Anerkennungserklärung muß abgegeben oder das Feststellungsverfahren muß eingeleitet sein, bevor das Kind das 23. Lebensjahr vollendet hat.

Es muß aber eventuell eine Anerkennung oder Feststellung der Elternschaft statt finden.

@DerRoll

Bis 1975 ging es welt- bzw. europaweit bei ehelichen Kindern nur nach dem Vater!

@HugoGuth

Mein Kommentar bezieht sich nicht auf dich, sondern direkt auf die Antwort. Das siehst du daran, dass zwischen deinem ersten Kommentar und meinem keine Linie eingezeichnet ist.

  1. Das Kind erhält die österreichische Staatsbürgerschaft, wenn es die Mutter bei einem österreichischen Standesamt anmeldet.
  2. Doppelstatsbürgerschaften sind mit wenigen Ausnahmen inm Ö verboten.

Das ist eine der Ausnahmen.

  • Erwerb der Staatsbürgerschaft durch Abstammung oder Legitimation: Wird bei der Geburt zusätzlich zur österreichischen Staatsbürgerschaft auch eine andere Staatsangehörigkeit – etwa durch Abstammung vom anderen Elternteil („ius sanguinis“) oder durch das Geburtslandprinzip („ius soli“) – erworben, tritt kein Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft ein und solche Doppelbürger und Doppelbürgerinnen müssen sich nach österreichischem Recht nicht – auch nicht bei Erreichen der Volljährigkeit – für eine ihrer Staatsangehörigkeiten entscheiden. Quelle.

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