Frage an alle Banker: Darf eine Bank die vorzeitige Ablösung eines Hauskredits ablehnen?

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Bei einem Darlehen, das durch eine Grundschuld oder Hypothek gesichert ist, besitzt der Darlehensnehmer innerhalb des Zeitraumes, für den ein fester Zins vereinbart ist, grundsätzlich kein Recht zur vorzeitigen Kündigung des Vertrages.

=> § 609a des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Eine Ausnahme gilt lediglich für Darlehen mit einer Zinsfestschreibung von mehr als zehn Jahren. Sie können mit einer Frist von sechs Monaten vom Schuldner gekündigt werden, wenn seit der vollständigen Kreditauszahlung oder der letzten Neuvereinbarung der Konditionen zehn Jahre vergangen sind. Einen finanziellen Schaden können die Kreditinstitute dann nicht geltend machen.

Daneben besteht ein Anspruch auf eine vorzeitige Vertragserfüllung, wenn andernfalls die wirtschaftliche Handlungsfreiheit des Kreditnehmers eingeschränkt würde. Das hat der Bundesgerichtshof in zwei Grundsatzurteilen im Jahre 1997 entschieden. Konkret gilt das für Fälle, in denen die Immobilie entweder verkauft werden soll oder in denen sie zur Absicherung eines zusätzlichen Kredites benötigt wird, den der bisherige Darlehensgeber verweigert, der aber bei einer anderen Bank erhältlich ist. In solchen Fällen kann das Kreditinstitut aber einen finanziellen Ausgleich verlangen, wenn es die außerplanmäßig zurückfließenden Gelder nur zu einem niedrigeren Zins wieder anlegen kann.

Wenn überhaupt (und gegen Vorfälligkeitsentgelt) entlässt die Bank bei:

  • Verkauf des Objektes
  • abgelehnter Erhöhung des Finanzierungsbetrages mit GS-Besicherung auf das Objekt
  • wirtschaftlicher Zwangslage

Beste Grüße

Auxilium - Verein für Kreditprüfung

Wenn im Darlehensvertrag keine Sondertilgung vereinbart ist JA. Das gilt im Besonderen auf Hypotheken-Darlehen bezogen. Aber auch bei sog. Konsumenten-Darlehen kann die Bank Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.

VFE ist erstmal egal. Es geht mir nur darum, ein Darlehen komplett vorzeitig abzulösen. Von mir aus auch gegen VFE. Darf die Bank einem das verwehren?

Bei einem Darlehen mit festgeschriebenem Zinssatz muß die Bank keiner vorzeitigen Ablösung zustimmen, solande die Zinsbindung nicht länger als 10 Jahre ist. Und auch dann ist eine vorzeitige Ablösung erst nach 10 Jahren möglich. Ausnahmen: Bei Verkauf des Objektes oder bei Tod eines Darlehensnehmers, oder wenn die Bank einer Erhöhung des Darlehens zur Fertigstellung nicht zustimmen kann. Aber auch dann ist eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Eine eventuelle vorzeitige Ablösung erfolt ansonsten immer auf Kulanzbasis.

http://www.finanz-forum.eu/ftopic9556.html

Wollte ich übrigens auch macen-geht auch aber nur wenn ich bei denen die 9 Jahre Zinsen,die sie noch kriegen,mit ablöse und wer kann oder macht das schon!

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