Formulierung im Arbeitszeugnis deuten...?

3 Antworten

Ein Arbeitszeugnis zu bewerten macht nur Sinn, wenn man es vollständig vorliegen hat, von Aufgabenbereich bis Ausstellungsdatum. Denn im Kontext lesen sich manche Aussagen dann ganz anders und auch im "freiwilligen" Schlusssatz. Da kann vorher nämlich gelobt werden ohne Ende (im einklagbaren Teil) und im Schlusssatz (nicht einklagbar) hat der AG die Chance zu schreiben, wie er den AN wirklich fand....zum Beispiel von Auslassungen und Erfolgswünschen für die Zukunft.

Vorher steht was die Firma so macht, was seine Aufgaben waren. Hinterher steht :

"Das persönliche Verhalten war immer einwandfrei und er war wegen seines freundlichen und kollegialen Umgangs bei Vorgesetzten und kollegen gleichermaßen geschätzt.

Herr ... verlässt uns aufgrund eines Wohnungswechsels.

Wir danken für die stets gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihn auf seinem Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Ort, Datum

Firma, Unterschrift

@iQNymphus

Das persönliche Verhalten war immer einwandfrei und er war wegen seines freundlichen und kollegialen Umgangs bei Vorgesetzten und kollegen gleichermaßen geschätzt.

entspricht einer schachen 3

Wir danken für die stets gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihn auf seinem Berufs- und Lebensweg alles Gute.

entspricht einer 3 Sie bedauern keinesfalls deinen Weggang

@KittyCat2909

Und genau deshalb nicht mal eine 3. Ausserdem wird hier seine erfolgreiche Arbeit nicht gewürdigt, was bis zu einer "durchschnittlichen" befriedigenden Leistung dazu gehört. Im Klartext bedeutet das: bei uns hat er nicht erfolgreich gearbeitet...deshalb wünscht man auch nur für die. Zukunft alles Gute.

Alles in allem ein unterdurchschnittliches Zeugnis.

@iQNymphus

Auch das reicht nicht ganz, gibt aber schonmal einen komplexeren Eindruck. Die Schlussformulierung drückt nicht mal ein "durchschnittliches" Zeugnis aus, denn dann wäre zumindest Bedauern über deinen Weggang sowie wenigstens Erfolgreiche Arbeit Bestandteil gewesen. Auch die Angabe des Grundes für deinen Fortgang ist mehr als seltsam. Normalerweise (positiv) wird erwähnt, dass der Mitarbeiter das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt....

@iQNymphus

Ist ein sehr gutes Zeugnis

@Aberachtsam

Kann so in keiner Weise beurteilt werden, da wesentliche Inhalte nicht vorliegen!

Herr ...verfügt über gut fundiertes Fachwissen,das er jederzeit einzusetzten verstand.

3+

Er bewältigte seinen Arbeitsbereich selbstständig und sicher, arbeitete zuverlässig und genau.

3

findet sich in neuen Situationen schnell zurecht.

3

war fähig und bereit, auch andere, gleichartige Arbeitsaufgaben zu erfüllen.

4-5

hat die übertragenen aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt.

2

Wenn kein Bedauern über deinen Weggang steht, ist das schlecht zu bewerten.

Vorher steht was die Firma so macht, was seine Aufgaben waren. Hinterher steht :

"Das persönliche Verhalten war immer einwandfrei und er war wegen seines freundlichen und kollegialen Umgangs bei Vorgesetzten und Kollegen gleichermaßen geschätzt.

Herr ... verlässt uns aufgrund eines Wohnungswechsels.

Wir danken für die stets gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihn auf seinem Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Ort, Datum

Firma, Unterschrift

@iQNymphus

Das persönliche Verhalten war immer einwandfrei und er war wegen seines freundlichen und kollegialen Umgangs bei Vorgesetzten und kollegen gleichermaßen geschätzt.

entspricht einer schwachen 3

Wir danken für die stets gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihn auf seinem Berufs- und Lebensweg alles Gute.

entspricht einer 3 Sie bedauern keinesfalls deinen Weggang

Ein nicht berauschendes Zeugnis- aber auch kein schlechtes.

Hier kannst du einge Entschlüsselungen erlesen

http://www.job-arbeit-beruf.at/schriftliche_bewerbung/zeugnisanalyse.html

https://www.jobagent.ch/resources/jobagent/arbeitszeugniscodes_tabelle.pdf

https://www.jobware.de/Ratgeber/Der-Geheimcode-im-Arbeitszeugnis.html

@KittyCat2909

besonders deine Links aus der Schweiz und Österreich bringen den FS überhaupt nicht weiter.....da gibt es schon Unterschiede zum deutschen Arbeitszeugnis!!!

@KittyCat2909
Das persönliche Verhalten war immer einwandfrei und er war wegen seines freundlichen und kollegialen Umgangs bei Vorgesetzten und kollegen gleichermaßen geschätzt.
entspricht einer schwachen 3

Wo hast du denn das her?

Links sind bei der Entschlüsselung von Zeugnissen auf gar keinen Fall hilfreich. Und da es Unterschiede zwischen D, A und CH gibt, verwirren die Links aus A und CH noch unnötig.

Tut mir leid, aber so funktioniert das nicht!

Um ein Arbeitszeugnis halbwegs seriös beurteilen zu können, muss man es vollständig lesen, also von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Denn überall können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind. Das gilt bspw. auch für die Aufgabenbeschreibung, Rechtschreibfehler oder das Ausstellungsdatum. Und je nach Kontext kann jeder Satz und jede Formulierung auch eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Trotzdem ein paar Anmerkungen:

Er hat die übertragenen aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt.

Das deutet zwar auf ein "gut" hin, aber ohne den vollständigen Rest des Zeugnisses zu kennen, kann man keine abschließende Antwort geben.

Das persönliche Verhalten war immer einwandfrei

Dein Sozialverhalten ist "gut". Besser wäre nur noch ein "immer vorbildlich".

Herr ... verlässt uns aufgrund eines Wohnungswechsels

Nette Info, ist aber sehr ungewöhnlich und gehört m. E. nicht so ins Zeugnis - "auf eigenen Wunsch" wäre sinnvoller.

Wir danken für die stets gute Zusammenarbeit. Wir wünschen ihn auf seinem Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Ob bewusst oder nicht: das ist ein heftiger Tritt in den Popo. Es fehlt das Bedauern, dass du das Unternehmen verlässt, es fehlen Erfolgswünsche und man bescheinigt dir keinen Erfolg. Das hier heißt mit anderen Worten: "Wir bedauern, dass wir ihn nicht früher losgeworden sind. Bei uns hatte er keinerlei Erfolg und wird im nächsten Job garantiert auch keinen haben." Zu einem guten Zeugnis passt diese Schlussformel auf keinen Fall, im Gegenteil.

Stimmt denn das Ausstellungsdatum mit dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses überein?

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