"Forderungen", was ist effektiver, Anwalt oder Inkasso beauftragen?

10 Antworten

Creditreform ??? Finger weg, es sei den du willst Geld zum Fenster rausschmeissen. Die Schreiben den Schuldner an und das war es ! Oft merken die nicht mal das die Bonitätsauskunft immer noch " bei 200 " liegt, obwohl gegen den Schuldner schon Vollstreckungen laufen. Also such dir am besten ein Inkassobüro das erfolgsabhängig arbeitet und ganz wichtig sich auch mit der Branche auskennt, den jede Branche hat seine eigenen Besonderheiten, z.b. Transportrechnungen reklamiert man am besten mit einem Inkassounternehmen das auch die Gepflogenheiten kennt.

Anwalt würde ich nur bei abgelehntem Mahnbescheid einschalten.

Ein Vergleich zwischen Inkasso und Anwalt hinkt immer, weil es eben solche und solche Anwälte und Inkassounternehmen gibt.

Entscheidend ist, wie clever und effektiv die Forderung bearbeitet wird bzw. welche Aussicht auf eine einfache Vollstreckung besteht.

Rechtsanwälte verlangen i.d.R. einen Vorschuss und rechnen ihre Tätigkeit unabhängig vom Erfolg ab. Weil die Gebühren für Zwangsvollstreckungen begrenzt sind, haben viele Anwälte kein großes Interesse daran, wenn mehr als Schriftverkehr mit dem Amtsgericht bzw. einem Gerichtsvollzieher erforderlich ist.

Inkassounternehmen arbeiten i.d.R. erfolgsabhängig, nehmen wie Creditreform aber Mitgliedsbeiträge oder berechnen Auftragspauschalen und geben je nach Ergebnis ihrer Tätigkeit eventuell einen Rabatt auf die gesetzlich zustehenden Bearbeitungskosten.

Creditreform arbeitet zwar nach gemeinsamen Grundsätzen, aber je nach Niederlassung höchst unterschiedlich effektiv. Es gibt Büros, die "nur" die einfachsten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen versuchen, es gibt aber auch Büros, die eigene Ermittlungen anstellen und sich nicht mit "offiziellen" Ergebnissen zufrieden geben.

Jeder kann nur von eigenen Erfahrungen berichten, die vom Einzelfall abhängen, zaubern kann weder ein Anwalt noch ein Inkassounternehmen, einem wirklich nackten Mann kann niemand in die Taschen greifen, entscheidens ist, dass der der Anwalt bzw. das Inkassounternehmen ernsthaft und konsequent überprüft, ob der vermeintliche nackte Mann nicht doch einen wertvollen Pelzmantel im Schrank hängen hat.

Ich hätte folgenden kostengünstigen Vorschlag:

Deine Buchhaltung sollte den Schuldnern eine Mahnung mit konkreter Fristsetzung zukommen lassen, falls diese dann verstreicht kannst du oder deine Buchhaltung online Mahnbescheidsanträge fertigen und beantragst gleich die Ausstellung eines Vollstreckungsbescheides.

Widerspricht der Schuldner dem Mahnbescheid mußt du oder ein Anwalt den Anspruch begründen.

Falls der Schuldner nicht widerspricht, wird ein Vollstreckungsbescheid ausgestellt und du bzw. deine Buchhaltung kann selbst einen Gerichtsvollzieher für die Eintreibung der Forderung beauftragen. Der Vollstreckungsbescheid ist ein Titel wie ein Urteil und 30 Jahren pfändbar.

Man kann den Brief auch selbst zum Empfänger bringen, das Geld dort bar abholen oder aber sich solcher Dienstleister bedienen, die einem das abnehmen, z.B. die Deutsche Post oder eine Bank - und für den Forderungseinzug eben einen Anwalt oder ein Inkassounternehmen.

Creditreform kenne ich als zuverlässigen und recht erfolgreichen Partner in allem, was Forderungsmanagement etc. betrifft.

Allerdings kann ich Dir über die Konditionen für Dich als Auftraggeber leider nicht viel sagen...

Ich denke, dass ein Großteil der Schuldner ein Inkassounternehmen "mehr fürchtet", als einen "harmlosen" Anwalt, der erstmal mehrmals mit "weiteren Schritten" droht.

Ich habe selbst eine Firma und kenne dieses Problem. Ich setze auf den Mahnbescheid über das Amtsgericht. Den Mahnantrag kann man ganz schnell und einfach im Internet beantragen.

http://www.mahngerichte.de/

Die Creditreform kenne ich als Partner von Unternehmen um die Zahlungsmoral anhand eines Punktesystems zu prüfen. Wenn allerdings das Unternehmen mit dem man Geschäfte macht nicht auch bei der Creditreform ist, bringt das nichts. Wenn das Unternehmen auch Mitglied bei der Creditreform ist, dann droht diesem bei verspätetem bezahlen der Rechnung eine negativere Punktzahl. (soweit mein Kenntnisstand)

Ein Kollege von mir der auch eine Firma hat, schwört auf ein Inkassounternehmen. Soweit ich weiß, kostet ihn dieser Dienst jeden Monat ca. 200 Euro. Der Vorteil ist, dass er nur die Daten meldet und sich dann um nichts mehr kümmern muß. Das Inkassobüro kümmert sich um alles bis das Geld bezahlt wurde.

So gesehen ist es eine einfache Rechensache - sind die Kosten für das Inkassounternehmen geringer als der zeitliche Aufwand und der Schaden der durch verspätete Zahlungen entsteht, rechnet sich der Inkassodienst.

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