Forderte die BRD oder die DDR die meisten Todesopfer?

5 Antworten

Dieser Vergleich wäre insofern unfair, als dass Du bei der DDR nur die Mauertoten und bei der BRD sämtliche Todesfälle mit einbeziehst, die durch ein irgendwie geartetes politisches System verursacht (oder nicht verhindert werden). Für einen fairen Vergleich müsstest du in beiden Systemen die gleichen Aspekte vergleichen. Wenn Du also die Mauertoten in der DDR als Maßstab ansiehst, dürftest Du in der BRD auch nur diejenigen als vergleich heranziehen, die bei einer Flucht aus dem Land ums leben gekommen sind. Nimmst Du alle negativen Systemfolgen der BRD als Vergleichs-Maßstab (oder sogar den Kapitalismus allgemein), müsstest Du auch alle negativen Systemfolgen der DDR (oder des Sozialismus allgemein) heranziehen.

Wenn man die Todesopfer durch die kapitalistische Ausbeutung der Dritten Welt berücksichtigt.

Ja, nee, is klar.

Wenn man die jährlichen Todesopfer von Obachlosen durch Erfrieren u.a. berücksichtigt, weil sie sich in der kapitalistischen BRD keine Wohnung leisten können.

Null. Für alle Obdachlosen stehen sichere Unterkünfte zur Verfügung. Wenn Du die nicht willst, bleibst Du draußen und erfriert. Davor kann man Dich nicht schützen.

Wenn man die Todesopfer durch militärische Auslandseinsätze der BRD berücksichtigt.

Null. Vor 1990 gab es keine.

Wenn man die Unterstützung der USA-Drohnenkriege durch die BRD durch Bereitstellung von Militärstützpunkten auf deutschem Boden berücksichtigt.

Null. Dafür machst Du bitte die USA verantwortlich.

Könnte es sein, dass die Gesamtbilanz der BRD wesentlich schlechter aussieht als die der DDR?

Nein.

In der BRD stehen eben nicht sichere Unterkünfte für Obdachlose zur Verfügung. Bei den Notunterkünften handelt es sich stets um Sammelunterkünfte, also ein Wohnen zu Dritt oder Viert in einem Raum.

@voayager

stimmt. Aber dann können sie auch nicht erfrieren.

@adelaide196970

wer will aber schon in einer bloßen Notunterkunft wohnen, wo man bis 22.00 da sein muß und morgens wieder zu verschwinden hat. Kommt hinzu, Suffköppe und gemeine Schläger als Zimmernachbarn zu haben, hinzu kommt noch das Einfangen von Ungeziefer.

In der Zeit zwischen 1949 und 1990 sind in der Bundesrepublik deutlich mehr Menschen umgekommen, jedes Jahr in der Größenordnung 650'000. In der DDR sind dagegen jedes Jahr nur Drittel so viel gestorben. Hatten ja auch nicht so viele Leute im Land!

Woher ich das weiß:Recherche

Hast du die genauen Zahlen?
Ich habe schon lange den Verdacht, dass die Polizeiopfer in der BRD bei der Fahndung nach "linken Terroristen" ziemlich hoch gewesen sind. Ich erinnere mich ganz gut, dass teilweise in Wochenabstand bei den Polizeikontrollen auf den Autobahnen Leute erschossen wurden, weil die Polizisten nervöse Zeigefinger hatten.
Die Meldungen darüber in der Presse waren immer enmalig und sehr kurz.

Das "System" BRD ist erst einmal für keine Todesopfer verantwortlich. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Zum Thema Obdachlosigkeit in der DDR:

Obdachlosigkeit in der DDR und der Bundesrepublik
Die wenigen Obdachlosen, die das Konzentrationslager überlebt hatten, wurden von den Alliierten 1945 befreit, während in der NS-Zeit entmündigte Obdachlose in Pflegeheimen und Anstalten bleiben mussten. [35] Im Arbeitshaus Internierte wurden 1949 freigelassen. [36] Zwar drohten obdachlosen Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg keine tödlichen Konsequenzen mehr, die tradierte Differenzierung in "selbstverschuldete" und "unverschuldete" Obdachlosigkeit blieb aber bis Ende der 1960er Jahre in der Bundesrepublik und in der DDR bestehen. Während in der DDR die alte Bezeichnung "asozial" reaktiviert wurde, griffen Fürsorgeverantwortliche in der Bundesrepublik auf den Begriff "nichtsesshaft" zurück. [37] Als obdachlos galt jedoch in den ersten Nachkriegsjahren eine andere, nahezu omnipräsente Personengruppe: ausgebombte und sich auf der Flucht befindende Menschen ohne Unterkunft. Ihnen dienten Bunker, Barackenlager, Lauben und sogenannte Nissenhütten aus Wellblech als Notunterkünfte. 
Der allgemeinen Wohnungsnot trug auch die DDR-Regierung zunächst Rechnung, indem sie Obdachlosenunterkünfte in ehemaligen Altenheimen einrichtete, schon bald aber zur alten Differenzierung zwischen "asozialen" und "sozialen" Obdachlosen zurückkehrte. [38] Zwar gab es später durch die staatliche Wohnungszuteilung und die herrschende Arbeitspflicht weniger Obdachlose als in Westdeutschland, dennoch existierte Obdachlosigkeit in der DDR. Ihr wurde indes äußerst repressiv begegnet; unterstellte Arbeitsscheu lieferte den Grund für Straferziehung oder Haft. Die Klassifikation als "asozial", die nicht nur Obdachlose umfasste, bündelte aus Sicht der DDR-Regierung unerwünschte Verhaltensweisen.

Quelle: http://www.bpb.de/apuz/270884/eine-geschichte-der-obdachlosigkeit-im-19-und-20-jahrhundert?p=all

Also weniger Todesopfer durch Obdachlosigkeit in der DDR als in der BRD.

@Razzzzor

Das steht da nicht. Aber darauf kommt es auch nicht an. Die DDR hatte übrigens wesentlich weniger Einwohner als Westdeutschland.

@CorporalClegg

Ich meinte natürlich in Relation zur Einwohnerzahl.

@Razzzzor

vielleicht Razzzzor

Moment mal, in der DDR übernachtete niemand auf der Straße, anders als in der BRD !

@voayager

und wo blieben die dann? Hier in BRD braucht auch keiner auf der Straße zu übernachten, es gibt Unterkünfte für Obdachlose, namentlich im Winter. Die wollen das von sich aus.

@adelaide196970

50000 leben auf der Straße, mehr als 500000 sind wohnungslos !

@voayager

In der DDR wären die nicht wohnungslos sondern wegen Asozialen Verhalten im Knast

@nooppower15

weil es in der DDR auch nicht notwendig war, schließlich gab es stets Vollbeschäftigung. Jeder konnte spielend leicht eine Arbeit bekommen und war dann versorgt!

@voayager

Das haste in der BRD auch,sogar ohne Arbeit

@nooppower15

wer ist denn hier weiter Unten versorgt ?

@voayager

Was heißt weiter unten?

419 Euro plus Wohnung einfach so jeden Monat fürs nix tun. 419 Euro das kann man selbst wenn man will garnicht mit DDR verhältnissen vergleichen. Harz4 Empfänger in der BRD vs Arbeiter in der DDR- Harzer big king dee kann sich sachen leisten die gab's in der DDR nicht mal zu kaufen.

Als Wohlstandsbürger der BRD kannst doch heute garnicht mehr erfassen wie arm (im materiellen Sinne) wir eigentlich waren

Nein dazu muss man schon ganz derber und verpeilter Kommunist sein.

Aber bei uns damals in der DDR das war schon richtig schön wir waren zwar Arm und Bananen gab's auch nicht besonders alt ist der durschnittsgenosse auch nicht geworden und ein paar sind auch abgehauen aber zumindest gab's tolle Westpackete.

Unsere Nachbarn damals die waren so crazy die sind mit den Ballon einfach abgehauen die wussten garnicht wie gut es ihnen geht

Ich vergleiche nur die Zahl der Todesopfer beider Systeme.

@Razzzzor

Wie soll das denn gehen? Letztlich müsstest dann zb die logistische Unterstützung der DDR im Afghanistan Krieg bei denn diversen aufständen innerhalb des Eisernen Vorhangs etc miteinbeziehen (immerhin produzierte die DDR schon recht viele millitärgüter für die UdSSR)

Wie soll das denn gehen? Die Bevölkerung in der DDR ist nicht besonders alt geworden und da lag mit Sicherheit einiges in Verantwortungbereich der DDR.

@nooppower15

Afghanistan wäre durchaus ein Thema, dann wird es aber auch schon dünn. Die Sowjetunion hat nach 1945 eine vergleichsweise friedliche Aussenpolitik verfolgt.

@Razzzzor

Die aufstände bzw reformversuche innerhalb des Eisernen Vorhangs Ungarn,Tschechslowakei usw.

Die Diktaturen allgemein innerhalb des Eisernen Vorhangs welche sich letztlich nur halten konnte weil die UdSSR und letztlich deren militärische Kraft ihre schützende Hand darüber hielten. Die DDR als einer der Hauptexporteure militärischer Güter an die Sowjet Armee trug letztlich für jeden toden der Regime eine Mitverantwortung.

@nooppower15

Mag ja sein, trotzdem kein Vergleich zu den zig Millionen Kriegstoten, Verstümmelten und nuklear Verseuchten der USA seit 1945.

Ironie? Oder?

Was möchtest Du wissen?