Ford Transit als ehemaliges Feuerwehr Auto lackieren?

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Hallo Markus56562632,

Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland müssen (überwiegend) in einer der folgenden RAL-Farbtöne lackiert oder foliert sein:
• Feuerrot (RAL 3000)
• Verkehrsrot (RAL 3020)
• Leuchtrot (RAL 3024) oder
• Leuchthellrot (RAL 3026)

Prinzipiell sind diese Farben nicht besonders geschützt, also nicht ausschließlich der Feuerwehr vorbehalten.

Allerdings fallen die leuchtenden Farben (RAL 3024 und 3026 - bei 3020 bin ich mir nicht sicher) laut StVZO unter "Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel" und müssen entsprechend von der Zulassungsbehörde genehmigt und eingetragen werden. Das wiederum wird aber ausschließlich bei Einsatzfahrzeugen (Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Katastrophenschutz) der Fall sein.

Ich könnte mir vorstellen, dass ehemalige Einsatzfahrzeuge in dieser Farbe, die auf private Nutzung umgemeldet werden, nicht unbedingt umlackiert werden müssen. Allerdings haben diese leuchtenden Farben auch den Nachteil, dass sie nicht ewig halten und ausbleichen. Wahrscheinlich wirst Du aber kein neu lackiertes Privatauto in dieser Farbgebung zugelassen bekommen.

Bei RAL 3000 hingegen dürfte es keinerlei Probleme geben. Mir selbst sind einige Fahrzeuge bekannt, die neu lackiert als Privat-Pkw zugelassen worden sind und in Feuerrot durch die Gegend fahren.

Selbstverständlich muss bei einer privaten Wiederzulassung eines ehemaligen Einsatzfahrzeugs der BOS-Funk und die Sondersignalanlage entfernt bzw. unbrauchbar gemacht werden.

Weiterhin müssen die hoheitlichen Zeichen (Wappen, Stadt-/Gemeindename etc.) sowie der Schriftzug "Feuerwehr" entfernt werden, damit das Fahrzeug im Straßenverkehr nicht für ein Einsatzfahrzeug gehalten wird.
Möchtest Du ein Stadt- oder Gemeindewappen auf die Türen lackieren, dann benötigst Du auf jeden Fall die Zustimmung der Stadt oder Gemeinde, denn die Nutzung des amtlichen Wappens ist nicht so ohne weiteres erlaubt. Zwar geben viele Kommunen ihr Wappen als Pkw-Aufkleber heraus und streng genommen ist es Dir ja freigestellt, ob Du das auf die Heckklappe oder die Fahrertür Deines Pkw klebst... allerdings darf dadurch nicht der Eindruck entstehen, dass es sich um ein behördliches Fahrzeug handelt. Und das wäre bei einem ehemaligen Feuerwehrfahrzeug in Originallackierung mit Wappen vermutlich der Fall.

Inhalieren? Da wird er dir aber schwer im Magen liegen..

Wenn der Rechteinhaber des Wappens keine Einwände dagegen hat, sehe ich eher keine Hindernisse.

Lackieren. Mein doofes Handy:) danke. Das Wappen ist öffentlich (glaub ich). Es ist schon sehr alt und ist von einem kleinen Dorf... 

Aber z.b. ein Polizei Fahrzeug MUSS man dieses umlackieren.

@Markus56562632

Polizei muss nicht umlackiert werden, aber im Regelfall wird man verpflichtet den Schriftzug zu entfernen. Die Sondersignalanlage wird meist vor dem Verkauf entfernt.

@Markus56562632

Wie schon in meinem anderen Post geschrieben: Wenn es sich bei dem Wappen um ein hoheitliches Symbol einer Gemeinde handelt, dann darf man es als Privatperson nicht einfach so ohne Genehmigung verwenden. Dabei ist es egal, wie alt das Wappen ist und wie groß oder klein die Stadt oder Gemeinde.

Zum anderen ist zu beachten, dass Dein Privat-Pkw nicht den Eindruck eines Dienstfahrzeugs bzw. aktiven Einsatzfahrzeugs erwecken darf.
Bei einem alten VW Golf in Blau, wo ein kleiner Aufkleber mit dem Wappen (und ggfs. noch dem Zusatz "750 Jahre Musterstadt") aud der Heckscheibe prankt, ist dies sicherlich nicht gegeben.
Bei einem ehemaligen Einsatzfahrzeug, in Feuerwehr-Rot lackiert und mit großen Wappen an den Türen, dürfte die "Verwechslungsgefahr" trotz fehlendem Blaulicht schon eher gegeben sein. 

Sehr viel toleranter ist die Zulassungsstelle da bei Oldtimern mit "H"-Kennzeichen. Als Camper umgerüstet wirst Du dieses aber eher nicht bekommen.

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