Firmenwagen: Leasing oder Finanzierung?

4 Antworten

Das ist einmal eine .Rechenaufgabe. Es kommt auf die Höhe der Zinsen bei der Fremdfinanzierung an und auf die Leasingkonditionen. Steuerlich kannst du beides geltend machen. Beim Finanzierungskauf kannst du neben dem Zinsaufwand noch Abschreibung u.a. geltend machen. Beim finanzierten Auto solltest du auch bedenken, wie der Wagen nach aller Erfahrung noch zu verkaufen ist, wenn du ein neues Auto kaufst.

Das kann man nur berechnen und entscheiden, wenn man alle Informationen hat.

Für den Vergleich ist es wichtig zu wissen, mit welchem Restwert wird gerechnet? Ist nach Ablauf bei der Finanzierung eine Ballonrate zu zahlen?

Wie hoch ist der Restwert bei der Finanzierung?

Gibt es ein Andienungsrecht?

Entspricht der Leasingvertrag dem Leasingerlass, oder ist es nur eine verkappte Finanzierung?

Gibt es die Alternative des Kilometerleasings?

Grundsätzliche Überlegung:

Beim echten Leasing ist der Wagen nach der Laufzeit weg udn man braucht einen neuen Vertrag, auch wenn man den alten Wagen gut weiternutzen könnte.

Beim Kauf mit Finanzierung gehört einem der Wagen.

Beim Leasing sind die Zahlungen im Moment der Zahlung Betriebsausgabe. Der Wagen erscheint nicht in der Bilanz.

Beim Kauf auf Kredit erscheint es in der Bilanz (Aktiv-Passiv-Mehrung), man kann die Abschreibung auf den Wagen udn die Finanzierungskosten abziehen. Dabei hat man, in Grenzen, Verteilungsspielraum.

Ich persönlich habe bisher immer die Finanzierung gewählt, weil ich variabler bin. Will ich nach zwei Jahren einen anderen Wagen, kann ich verkaufen , den Restkredit tilgen udn einen anderen kaufen. Beim Leasing bin ich im Normalfall an die 3 Jahre gebunden.

Im Fall eines Unfalls mit Totalschaden kann es zu Differenzen zwischen der Versicherungsauszahlung und dem Abrechnungswert der Leasinggesellschaft geben.

Die Frage nach "steuerlich" zu präzisieren ist nur eine bedingt gute Idee. Erst einmal sollte es um eine wirtschaftliche Entscheidung gehen. Als das Auto was tatsächlich gebraucht wird.

Je teurer ein Auto in der Anschaffung ist, desto höher die Abschreibungen bzw. Leasing-Raten. Das Geld ist weg. Darum braucht man dafür keine Steuern bezahlen. Kauft oder least man also ein Auto mit dem Brutto-Listen-Wert von 50.000 Euro, dann bezahlt man dafür keine Gewerbe- und keine Einkommensteuer.

Nimmt man als Gegenbeispiel ein Auto für die Hälfte, dann bezahlt man auf die 25.000 in irgend einer Höhe Steuern. Die betragen aber keine 100%. Vielleicht kennst Du ja Deinen Steuersatz, dann rechne den runter. Und Du hast dann noch ein entsprechendes Netto über.

Zum Vergleich der Anschaffungs- und Finanzierungskosten:

Kauf eines Fahrzeuges: Anzahlung+Finanzierungssumme+Zinsen-Restwert [Um vergleichbar zu sein, muss man den Restwert auf den Tag der Rückgabe des Leasingfahrzeugs nehmen]

Leasing eines Fahrzeuges: Leasingsonderzahlung+Leasingraten+vereinbarter Restwert [Achtung, häufig wird der Restwert zu hoch angesetzt, um günstige Leasingraten anbieten zu können, die Falle schnappt dann nach der Laufzeit zu.]

Mich nervt Autokauf ja immer. Weil es vollkommen unbegründet einen Tage kostet. Fahrt zum Autohaus. Aussuchen, verhandeln, bestellen, abholen... Da lobe ich die gekauften Fahrzeuge, die Verweildauer im Betrieb ist höher. Und wenn ein Kratzer dran ist, dann ist das meiner.

Sagen wir mal so, bei einer finanzierung gehört dir am Ende das Auto, bei Leasing bezahlst Du nur für die Nutzung und bei Lackschäden usw ist eine Nachzahlung fällig. Steuerlich kannst du beides ansetzen aber dazu fragst Du am besten Deinen Steuerberater.

Ich persönlich würde mir kein Auto leasen, da ich dafür bezahle und kein Eigentum erwerbe.

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