Findet ihr es moralisch verwerflich, reiche Menschen auszurauben?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn ich nicht völlig irre, haben einige Länder in ihren Gesetzen eine "Robin-Hood-Klausel", das bedeutet, dass wenn ein Diebstahl oder Raub begangen worden ist und die Beute an Arme und/oder wohltätige Zwecke gespendet wurde, gilt der Raub/Diebstahl nicht als Verbrechen.

Ich persönlich finde eine solche Tat moralisch in Ordnung. Solange niemand dabei verletzt wird.

Gut so.

Dazu hätte ich gern ein konkretes Beispiel!

@RobertLiebling

Würde ich dir gerne geben, aber das deutsche Google ist da viel zu voll von Filmen und das englische von den letzten Fällen der Robinhood-Geschichte mit Gamestop. Das Internet ist immer noch so voll von diesem ganzen Zeug, dass da nichts anderes zu finden ist.

@Andrastor

Nachdem ein solches Gesetz die Grundpfeiler einer Gesellschaft torpedieren würde, kann ich mir sowas in der Realität nicht vorstellen.

Staaten finanzieren sich regelmäßig durch Steuern. Wer mehr hat, zahlt mehr Steuern. Wer würde sich dann noch zu seinem Vermögen bekennen, wenn er staatlich sanktioniert von Jedermann beraubt werden dürfte?

@RobertLiebling

Staaten würden das sogar unterstützen, weil stehendes Geld, also stagnierendes wieder in Umlauf gebracht werden würde, was mehr Steuern bedeutet. Vermögenssteuern sind im Verhältnis winzig. Einkommens- und Mehrwertsteuern sind viel höher, was bedeutet, dass der Staat von stehendem Geld weniger bekommt als von Geld im Umlauf.

Und zudem sind diese großen Bonzen meist gegen Diebstahl versichert und nur wenige Menschen trauen sich überhaupt das Gesetz auf diese Weise zu brechen, auch wenn es die Klausel meines Wissens nach in einigen Ländern gibt.

Die meisten die eine Bank überfallen tun das für den eigenen Profit, nicht um Armen zu helfen.

Wie der Keksklau von Bahlsen

Danke für das Sternchen.

Wenn etwas illegal ist, dann hat das in jedem Fall zu gelten. Auch dann, wenn man die Beweggründe des Täters nachvollziehen kann bzw. wenn einem das Opfer unsympathisch ist.

Alles andere wäre eine Verletzung der Grundlagen unseres Justizsystems.

Von Experte Sternchen700 bestätigt

Ja, auf jeden Fall ist es verwerflich überhaupt Menschen auszurauben, selbst wenn man es Armen zukommen lassen würde.

Man kann keine Straftat damit rechtfertigen, Menschen ihr Eigentum zu stehlen.

Niemand darf aus Selbstjustiz handeln und sich selbst damit zum Täter machen.

Wenn man Armen helfen möchte, kann man sich ehrenamtlich engagieren, Suppenküchen, Essensausgaben, Tafeln, es gibt viele legale Möglichkeiten.

Generell ist das Eigentum immer noch Eigentum. Wir sind, im Vergleich zu einem Nigerianer sehr reich, soll er dir deshalb alles wegnehmen? Er kann ein Jahr davon leben, was dein Computer gekostet hat.

Neid ist ein schlechter Berater. Jemanden zu helfen, wenn man zu viel hat, das ist etwas Gutes.

Ja, ich finde es verwerflich. Raub ist Raub, Unrecht ist und bleibt Ubrecht, egal wer der Geschädigte ist.

Wer entscheidet den über reich oder nicht reich, verwerflich oder verwerflich? Oder über hinterlistig oder nicht? In Deinem Gedankenmodell der Täter und das kann es nicht sein.

Das ist es eben, manchmal werden Richtige Verbrecher von "Gesetz" beschützt. Wer genug Geld hat, kann sich das Gesetzt schon zurechtbiegen.

@Jackjacke

Das ist sozialromantisches Klischeegerede. Frag mal Uli Hoeneß danach. Gesetze schützen Verbrecher nicht, Gesetze sind allgemeingültig und nach wie vor muss nicht der Verbrecher seine Unschuld beweisen sondern die Justiz seine Schuld, und das ist gut.

Und nicht eine Privatperson kann hier Gesetze biegen, auch wenn das oftmals so empfunden oder bezeichnet wird, am Stammtisch zum Beispiel.

@superseegers

Oli Hoeneß ist ne Pfeife und kein Verbrecher, ich rede von Leuten die zum Beispiel Cum Ex Geschäfte betrieben und BETREIBEN. Die haben es geschafft, dass Gerichte diese Diebe (und so nennen die sich sicher auch selbst) die Frage bearbeiten, ob diese Geschäfte LEGAL waren/sind. Wenn man sich mit der Thematik auch nur eine Sekunde beschäftigt, weiß man, wie absurd das klingt.

Ich rede dabei nicht von iwelche Hamburger Banken die sich paar Millionen geholt haben, sondern von den dicken Fischen.

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