Finanziert man Grundstück und Immobilie getrennt oder zusammen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo solskinn2,

Voraussetzung für eine Immobilienfinanzierung ist ein Eintrag der Finanzierungssumme in das Grundbuch.

Finanzierst Du jetzt erst das Grundstück, so steht dieses im ersten Rang. Jede weitere Finanzierung muss dann nachrangig und dadurch zwangsläufig mit schlechteren Konditionen finanziert werden.

In Deinem Fall macht es daher Sinn, das gesamte Bauvorhaben auf einmal zu finanzieren und die Darlehensbeträge in Teilauszahlungen je nach Baufortschritt abzurufen.

Frag doch einfach bei Deiner Hausbank oder einem unabhängigen Finanzierungsvermittler nach, die können Dir genau erklären wie man da vorgehen muss und welche Vorteile das für Dich hat.

Sicher finden die auch die für Dich passende Finanzierungslösung.

Ich hoffe, ich konnte Dir damit weiterhelfen und wünsche Dir viel Glück für Dein Bauvorhaben.

Viele Grüße

Annette, Interhyp AG

Hallo,

vielen Dank für diese aufschlussreiche Antwort! Das hilft mir (theoretisch ;) ) einiges weiter.

Wir sind noch in der Phase des "Theoretisierens" und werden dies entsprechend in die Überlegungen mit einbeziehen.

Grüße!

Es macht Sinn beides zu beantragen. Das wollen auch die meisten Banken so. Am Ende werden auch weniger Zinsen berechnet.

Aber wie schon beschrieben, das entscheidet die Bank.

Wenn der Hausbau unmittelbar (also nicht erst in ferner Zukunft) bevorsteht, wird es zusammen finanziert.

Am besten mal mit einem Berater besprechen.

Allerdings nimmst Du nicht gleich ein Darlehen über die Gesamtsumme aus, wozu auch, wer soll die Raten zahlen und wo soll das Geld hin, wenn keine Rechnungen da sind ? Erst das Grundstück, dann das Haus und möglichst bei dem gleichen Finanzierer, sonst gibts Streß mit Rangfolgen u.a.

Und welche Bank geht gerne nachrangig gesichert ins Grundbuch? Keine!

Somit ist der Vorschlag das denkbar ungünstigste im Interesse des Kunden was man machen kann da es mit enormen Zinsaufschlägen verbunden ist.

@Zulueta82

Hab ich was zu nachrangig geschrieben ? Ich schrieb möglichst beim gleichen Finanzierer, dem ist das dann egal. Und somit ist da auch nichts teurer. Abgesehen davon gehen Bausparkassen auch in den zweiten Rang und bieten auch die komplette Finanzierungsklaviatur an. Ich hab auch schon Banken erlebt, die aufgrund des Verhältnisses kleine Summe Grundstück und große Summe Haus aufgrund des Verkehrswerts in den zweiten Rang gingen. Das ist mit Aufschlägen verbunden, aber zum einen sind die bei vielen nicht enorm und manchmal ist einer ohne Aufschläge trotzdem teurer.

Hallo,

das regelt man am besten mit der Bank, die das Darlehn gibt. Je nach Bank gibt es verschiedene Wege. Also absprechen.

Was zählt beim Hauskauf als Eigenkapital?

Hallo liebe Gemeinde!

Die Frage ist eigentlich ganz einfach, allerdings zweifle ich mittlerweile an meinem Verstand...

Wenn man ein Haus bauen möchte unter folgenden, beispielhaften Bedingungen:

  • Haus kostet 100.000 EUR
  • Grundstück kostet 50.000 EUR

benötigt man Gesamtkapital über 150.000 EUR (Nebenkosten zur Vereinfachung mal weggelassen). Idealerweise sollte man Eigenkapital in Höhe von 20-40% haben, um eine 60-80%ige Finanzierung zu erhalten.

Wenn jetzt die Bedingungen anders sind: - Haus kostet 100.000 EUR - Grundstück kostet 50.000 EUR aber ist bereits im Besitz des Bauherrn

benötigt man nun noch ein Gesamtkapital in Höhe von 100.000 EUR.

Zählt nun das bereits im Besitz des Bauherrn befindliche Grundstück als Eigenkapital, welches bei der Finanzierung geltend gemacht werden kann?

Oder (meine Meinung) sind das 2 unterschiedliche Paar Schuhe und man benötigt für das Haus trotzdem noch 20-40% Eigenkapital, da das erworbene Grundstück zwar als SICHERHEIT, aber nicht als Eigenkapital gesehen wird?

Überall im Internet findet man 50% der Antworten mit der einen (zählt nicht als Eigenkapital) und 50% der Antworten mit der anderen Lösung (zählt doch als Eigenkapital) .

Das einzige, was mich etwas ins grübeln bringt, ist die Tatsache, dass das Haus ja auf dem erworbenen Grundstück gebaut wird und somit Haus und Grundstück eine wirtschaftliche Einheit bilden.

Im Falle einer Zwangsversteigerung oder ähnlichem, kann das Haus ja nicht separat, ohne das Grundstück, verkauft/versteigert werden.

Somit könnte man von einer Investition in Höhe von 150.000 EUR (Haus + im Besitz befindliches Grundstück) ausgehen, bei der bereits 33,33% des Kapitals (Baugrundstück) im Besitz des Bauherrn (Eigenkapital) sind und nur noch die "restlichen" 66,67% durch Fremdkapital gedeckt werden müssen.

Was zählt nun also genau als Eigenkapital bei einer Hausfinanizierung?

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