Finanzielle und nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften

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Du hast da "Finanzielle Kapitalgesellschaft" bzw. "Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaft" missverstanden.

Erstmal ist die prinzipielle Unterscheidung zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. Kapitalgesellschaften sind in erster Linie GmbH und AG. Diese Gesellschaftsformen sind nicht auf bestimmte Wirtschaftsbereiche beschränkt. Aktiengesellschaften können Handelsunternhemne sein ( z.B. METRO ), Industrieunternehmen ( z.B. VW ) oder Finanzinstitutionen ( z.B. Allianz oder Deutsche Bank ).

Die Rechtsform an sich ist zwischen Industrieunternehmen und Finanzdienstleister erstmal nicht unterschiedlich. Daher wirst Du auch nichts zu "Finanzielle AG" und "Nichtfinanzielle AG" finden. Unterschiede gibt es erst bei der Bilanzierung. Im Handelsgesetzbuch gibt es eigene Vorschriften zur Bilanzierung von Kreditinstituten und Finanzdienstleistern.

AH! Vielen lieben Dank, so in etwa hatte ich mir das gedacht (hatte einen kleinen Artikel im internet gefunden) und bin froh dass ich das richtig interpretiert habe. Jetzt wird so einiges klarer! Danke sehr!

Hallo Shizuka91,

der Begriff "Finanzielle" hat in diesem Zusammenhang lediglich verwirrende Bedeutung und wird auch nicht benutzt.

Kapitalgesellschaften sind "Gesellschaften mit beschränkter Haftung" UG's und Aktiengesellschaften. Bei diesen ist die Haftung stets auf das eingezahlte Kapital beschränkt.

Es gibt noch gemeinnützige Kapitalgesellschaften. Die Gemeinnützigkeit bekommen sie vom jew. Bundesland verliehen. Z. B. Krankenhausgesellschaften o. ä.

Die Kapitalgesellschaften sind natürlich in unterschiedlichen Branchen tätig, vielleicht meinst Du das. Sie können sein 1. Finanzdienstleister 2. Grundversorger 3. Automobilindustrie 4. Handel etc.

Schöne Grüße

Vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort. Aber das ist nicht das was ich wirklich fragen wollte, glaub ich jedenfalls. Ich studiere International Finance und habe die Aufgabe bekommen das Thema: Unterschiede in den Bilanzen finanzieller und nicht finanzieller Aktiengesellschaften: eine Kennzahlenanalyse anhand von zwei Beispielen. vorzunehmen... ich ich versteh es einfach nicht... Problem ist auch... dass die Professorin sich einfach nicht meldet

Hauptwohnsitz in Nebenwohnsitz umwandeln?

Hey liebe Community, ich habe mich letztens beim Einwohnermeldeamt gemeldet und dort meinen neuen Wohnsitz gemeldet. Ich komme aus einem kleinen Dorf und gehe jetzt in einer größeren Stadt studieren. Beim Einwohnermeldeamt angekommen, war ich aber unschlüssig ob ich nun die Stadt als Hauptwohnsitz angeben soll oder ob ich es als Nebenwohnsitz mache. Die Frau meinte dann, dass ich den Ort als Hauptwohnsitz angeben soll, wo ich die meiste Zeit bin, bei mir ist das eben die Stadt, aufgrund meines Studiums. Allerdings hat mir diese Frau nicht gesagt, welche Konsequenzen mit dem neuen Hauptwohnsitz daherkommen. Man muss zum Beispiel den Versicherungen, Banken, Zulassungsstellen usw. seine neue Adresse senden. Dies war meine lange Vorrede, kommen wir nun zum Kern der Frage. Ich möchte meine Entscheidung die Stadt als Hauptwohnsitz zu haben revidieren und sie stattdessen lieber als Nebenwohnsitz deklarieren. Die Frage ist also, ist das möglich? Hängt das mit einem finanziellen Aufwand zusammen? Die Frau hat auf meinen Perso die Adresse des Hauptwohnsitzes draufgeklebt, wenn ich die Stadt jetzt doch wieder als Nebenwohnsitz mache, brauche ich dann einen neuen Perso? Im Grund genommen möchte ich meine Entscheidung rückgängig machen und die Stadt nur als Nebenwohnsitz haben. (wobei das Dorf dann wieder der Hauptwohnsitz wäre, wie vorher) Ich hoffe, dass ihr meinen Ausführungen mehr oder weniger folgen konntet. (Ja, ich weiß sie ist umständlich :D) Ich bedanke mich jetzt schonmal für eure Antworten, da ich wirklich Hilfe brauche.

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Diverse Schulden (geschätzt über 50.000€) - Privatinsolvenz?

Hallo liebe gutefrage.net Gemeinde,

ich wende mich nun verzweifelt an euch, weil ich nicht mehr weiter weiß.

Vorab: Es handelt sich beim folgenden Fall um die Situation meines Freundes. Er schämt sich sehr mit mir über seine finanzielle Situation zu sprechen. Er ist seit mehreren Jahren selbstständig, nahm sich niemanden zu Hilfe und geriet die letzten zwei Jahre immer weiter in die Miesen. Nun sind wir an einen Punkt angekommen, der nicht weiter tragbar ist - bedeutet für mich, er muss in die Privatinsolvenz. Er ist nun für zwei Tage beruflich im Ausland und ich habe die Möglichkeit gehabt, mir einen Überblick zu verschaffen.

Zu den Schulden: Grob überschlagen (es sind mittlerweile über 90 Schriftverkehre von Gläubigern seit über zwei Jahren) belaufen sich die Schulden mindestens auf 50.000€, wenn nicht noch mehr ... Diese stammen von Energieversorgern, der Stadt (Bußgelder und Steuern),Finanzamt, Banken (Kontoüberziehungen und Kredite), Onlineversandhäusern, Ärzten, Internet und Telefonanbieter, Versicherungen, Steuerberatern, Rechtsschutz und der Krankenkasse.

Diverse Mahn-und Vollstreckungsbescheide sind über die Monate auch schon eingeflogen. Mit den meisten Gläubigern wurden auch Ratenzahlungen abgeschlossen, die er aber bei der Menge an Gläubigern nicht alle bedienen kann. Zwei "Hauptschuldenberge" von jeweils ca. 20.000€ sind bei der Stadt und einer Bank (damals Gründungskredit). Der Rest setzt sich aus angehäuften Kleinbeträgen zusammen.

Nun zu meiner benötigten Hilfe: Es gibt derart viele Informationen (teilweise auch veraltet) im Internet zu finden, dass ich darüber keinen Überblick habe, ob die Privatinsolvenz möglich wäre. Eine Schuldnerberatung werde ich ihm aufzwingen, da dies unumgänglich und längst nötig ist. Ich vermute es sind um die 12-16 Gläubiger und der Schuldenzeitraum beläuft sich auf ca. drei Jahre. Die Selbstständigkeit muss nicht zwingend aufrechterhalten werden.

Kann mir jemand sagen, ob der Gang in die Privatinsolvenz möglich wäre?

Vorab vielen lieben Dank meinerseits für hilfreiche Antworten und die aufgebrachte Zeit, sich dem Problem anzunehmen. Sollten noch weitere, spezielle, Informationen gefordert sein, werde ich versuchen diese schnellstmöglich nachzureichen.

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Ist das wirklich das Ende des finanziellen Lebens?

Hallo ihr Guten,

gleich vorweg - ich bin kein "Jammerer"! Aber ich stelle die obige Frage, weil ich mittlerweile kaum noch einen Sinn in unserem Finanzsystem erkennen kann.

Zum Thema: 2009 bin ich (Selbständiger) Aufgrund von Krankheit, in die private Insolvenz gegangen (Haus weg, Auto weg...Schulden weg...etc.). Restschulbefreiung wurde gewährt und die Wohlverhaltensphase endete 08/2014. Die Einträge in der Schufa bleiben allerdings bis 08/2017 erhalten - somit dauert die Insolvenz nicht 7, sondern 10 Jahre. Weiter - ich bin geschäftsführender Gesellschafter meiner eigenen kleinen UG und habe die letzten 9 1/2 Jahre hart am Limit leben müssen (Kunden zahlen nicht immer pünktlich und teilweise auch gar nicht), wodurch ich den sparsamen und umsichtigen Umgang mit Geld neu erlernen durfte. Und das meine ich wirklich im positiven Sinne.

Doch wer schon einmal ein Unternehmen geführt hat, weiß auch, daß Liquidität das A und O ist, um voranzukommen. Diese Liquidität ist bei mir nur durch die Zahlungen meiner Rechnungen gegeben, da die Bank aufgrund der bestehenden Schufaeinträge für die Gesellschaft keine Kontoüberziehung duldet. Gerät nun einer meiner Kunden in Zahlungsverzug und einer meiner Lieferanten/Kreditoren zieht seine Lastschrift, entsteht das Problem der Unterdeckung und schon beginnt der Teufelskreis von Vorn. Hinzu kommt, daß der Steuerberater auch sein Geld haben will und die Bilanzen nur erstellt, wenn auch Geld (ca. 1000€ pro Bilanz) an ihn fließt - natürlich. Doch aufgrund der ausstehenden Bilanzen, wurde das Unternehmen für die Jahre 2014 und 2015 (zusammen rund 6000€) geschätzt. Diese Summen habe ich auf keinen Fall als Steuer vereinnahmt, doch kann ich es dem FA nicht nachweisen, geschweige denn zahlen. Daraufhin wurden die Geschäftkonten gepfändet und ich muss jeden Cent meiner Einnahmen an das FA abführen. Somit konnte ich mir kein Gehalt zahlen, meinen perönlich Verpflichtungen nicht nachkommen und habe einen neuen Schufaeintrag erhalten, der mich nun wieder um Jahre zurückwirft. Dabei wäre es bitter nötig in diesem Bereich in 2017 wieder "rein" zu sein. Denn nach der Zwangsversteigerung musste ich für mich und meine 4 Kinder eine annährend passende Belibe finden. Diese fand sich auch - ein altes Haus (1839), das noch mit Nachtspeicheröfen beheitzt wird und dessen elektrische Versorgung in den 60er Jahren da letzte Mal erneuert wurde. Ich hatte mich bereits mit Förderbanken in Verbindung gesetzt, die mich tatsächlich in der Sanierung unterstützen würden, doch da ist eben noch die Schufa.
Es liegen für das kommende Jahr bereits Aufträge bis 12/20107 vor und ich arbeite, was ich kann - dennoch sehe ich für meine finanzielle Zukunft mehr als schwarz. Doch wie Eingangs geschrieben - ich bin kein "Jammerer" und werde weiterMACHEN!

Vielleicht hat hier jemand einen guten Tip für mich?! Vielleicht auch nur, wie ich meine Betrachtungsweise ändere?!

Vielen Dank fürs Lesen und einen guten Rutsch ins neue Jahr!! ;-)

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