Finanzamt pfändet Konto

6 Antworten

P-Konto einrichten lassen, nach Einrichtung bleiben Euch die Sozialleistungen erhalten und der pfändbare Teil des Lohnes erhalten.

Das Geld ist zwar vom Konto weg, aber in der Regel noch nicht beim Finanzamt. Die Bank separiert das Geld für 28 Tage und zahlt es erst dann an den Gläubiger aus.

Das Finanzamt pfändet nicht ohne Vorankündigung. Lies Dir mal den Brief "Ankündigung der Zwangsvollstreckung" durch, den Euch das FA vor einiger Zeit geschickt hat.

Das Geld ist jetzt erstmal weg. Mit etwas Geduld und Überredungskunst könnt Ihr evtl. die Bank/Sparkasse dazu bewegen, den gepfändeten Betrag sofort ans FA zu überweisen (normalerweise dauert das 2 Wochen). Dann wird die Pfändung aufgehoben und Ihr kommt an das Rest-Geld wieder ran.

Dein Hartzkonto solltest Du zu einem P-Konto umstellen lassen. P-Konten lieben Banken und Sparkassen zwar nicht, aber dann habt Ihr wenigstens einen gewissen Pfändungsschutz.

Nein wir haben keinen bedcheid vom Finanzamt bekommen ! Vor längerer Zeit war ein Mann bei uns der sich aber aufgeschrieben hat das wir im Moment nicht in der Lage sind zu zahlen und er meinte das Finanzamt würde sich bei uns für eine Ratenzahlung melden. Das kam aber nicht !

@Alice1106

Nach meiner Erfahrung meldet sich das FA auch nicht von sich aus. Man kann natürlich immer "Stundung" und/oder Teilzahlung beantragen (kostet Zinsen), aber wie gesagt, BEANTRAGEN. Ihr hättet selbst tätig werden müssen, indem Ihr einen schriftlichen Antrag gestellt hättet.

Ob das Gespräch mit de FA jetzt noch was bringt, kann ich nicht sagen. Wenn die Vollstreckung erstmal angelaufen ist, ist dieser Zug kaum noch anzuhalten.

@Alice1106

Nein wir haben keinen bedcheid vom Finanzamt bekommen !

Keinen Steuerbescheid, keine Mahnung, gar nichts? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Vor längerer Zeit war ein Mann bei uns der sich aber aufgeschrieben hat das wir im Moment nicht in der Lage sind zu zahlen

Der Mann war aller Wahrscheinlichkeit nach ein Vollziehungsbeamter des Finanzamts.

er meinte das Finanzamt würde sich bei uns für eine Ratenzahlung melden

Dann hat er sich vielleicht etwas unklar ausgedrückt. Eine Ratenzahlung (Aussetzung der Beitreibung) muss man selbst beantragen.

Zunächst mal kann man nichts tuen, sondern nur etwas tun. Wenn das Finanzamt im Rahmen einer Einzugsermächtigung eine unbestrittene Steuerschuld abgehoben hat, kann man diese Abbuchung bei der Bank ganz einfach zurück überweisen lassen. Danach sollte man sein Konto in ein P-Konto umwandeln.

Ein Finanzamt kann keine Kontopfändung vornehmen. Es kann nur zugreifen, wenn du eine Einzugsermächtigung erteilt hast. Diese musst du sofort widerrufen. Ein Finanzamt kann nur ein Konto sperren lassen, bis die Steuerschuld beglichen ist. Pfändungen kann es nur auf Grund eines Gerichtsbeschlusses geben, es muss ein sogenannter Titel voorliegen.

Wenn das Finanzamt im Rahmen einer Einzugsermächtigung eine unbestrittene Steuerschuld abgehoben hat, kann man diese Abbuchung bei der Bank ganz einfach zurück überweisen lassen.

Wo steht denn in der Frage etwas von einer Einzugsermächtigung? Das Finanzamt hat gepfändet.

Ein Finanzamt kann keine Kontopfändung vornehmen ... Pfändungen kann es nur auf Grund eines Gerichtsbeschlusses geben, es muss ein sogenannter Titel voorliegen.

Natürlich können Finanzämter pfänden, siehe § 249 ff. Abgabenordnung. Der 'Titel' ist bei derartigen Forderungen der Steuerbescheid.

Da hättet ihr vorher ein Konto mit pfändungsfreiem Grundbetrag einrichten müssen. Jetzt hilft nur noch ein Gespräch mit dem Finanzamt.

Leider wurden wir darüber überhaupt nicht beraten bei der Bank .. Zudem hab es die Schulden beim Finanzamt damals noch nicht. Gibt es denn eine Möglichkeit das Geld irgendwie für das Leben zurück zu bekommen ?

@Alice1106

Dem Finanzamt die Lage erklären - die wollen doch sicher nicht, dass die Steuerzahler verhungern.

Umgehend das Konto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln; mehr dazu → http://www.p-konto-info.de/

Und bekommen wir dann unser Geld zurück ?

@Alice1106

Nein. Das P-Konto ist erst nach Einrichtung wirksam.

Ihr habt aber folgende Möglichkeit:

Einzugsermächtigung

Die Einzugsermächtigung ist das für Privatkunden übliche Lastschriftverfahren. Dabei erteilt er dem Zahlungsempfänger die Erlaubnis, an festgelegten Tagen einen bestimmten Betrag von seinem Konto abzubuchen. Der Zahlungsempfänger legt diese Erlaubnis seiner Bank vor, die das Geld für ihn vom Konto des Zahlungspflichtigen per Lastschrift einzieht.

Sind Sie als Zahlungspflichtiger mit der Abbuchung nicht einverstanden, können auch nach Ablauf der Frist berichtigt werden. Die Beweislast liegt dann aber bei Ihnen als Zahlungspflichtigen.

Sind Sie als Zahlungspflichtiger mit der Abbuchung nicht einverstanden, können Sie der Lastschrift innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Die Frist wurde im Juli 2012 von zuvor sechs Wochen an die des europäischen Lastschriftverfahrens Sepa angepasst. Der eingezogene Betrag wird nach dem Widerruf Ihrem Konto wieder gutgeschrieben.

Die Frist ist gewahrt, wenn der Belastung innerhalb von acht Wochen nach Zugang des Rechnungsabschlusses widersprochen wird. Versäumen Sie es, vor Fristablauf zu widersprechen, gilt die Belastung als genehmigt.

Quelle: http://www.finanztip.de/lastschrift-arten/

@StattWerbungEUR

Und wass soll eine Einzugsermächtigung mit eienr Kontopfändung zu tun haben?

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