Finanzamt hat Fristverlängerung abgelehnt.

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Ich stimme der Einschätzung von "gerwitt" zu - die Angelegenheit ist kompliziert, und ohne anwaltlichen Beistand nicht zu bewältigen. Du solltest Dir allerdings bewusst sein, dass Du Deinen Ex-Partner nicht zwingen kannst, der gemeinsamen Veranlagung zuzustimmen. Gegebenenfalls stünde Dir allerdings ein finanzieller Ausgleich zu, wenn die getrennte Veranlagung für Dich ungünstiger ausfällt - nur musst Du den gerichtlich geltend machen.
Was die Fristverlängerung anbelangt - das ist eine Ermessensentscheidung, auf die es keinen Rechtsanspruch gibt. Allerdings kannst Du auch einfach die Erklärung 2007 durch einen Steuerberater vornehmen lassen, denn dann verschiebt sich die Abgabefrist automatisch.

Soweit ich weiß kann ich sehrwohl meinen Partner zur gemeinsamen Veranlagung zwingen, im Zweifel auf dem Klagewege (Auskunft Anwalt). Mal sehen was da rauskommt. :) Danke.

@dringo

Nein. Zwingen kann man den Partner nicht. Allerdings hat der Partner, dem die gemeinsame Veranlagung verweigert wird, die Möglichkeit, auf dem Weg der Zivilklage finanzielle Ausgleichszahlungen geltend zu machen. Alternativ (und das würde ich in diesem Fall dringend empfehlen) gibt es auch die Möglichkeit, zunächst eine gemeinsame Erklärung abzugeben, zeitgleich mit der Abgabe aber die Aufteilung nach § 268 AO zu beantragen. Dem sollte auch der gegnerische Anwalt zustimmen, da es sich um die fairste Verteilungsmethode handelt. Eine Erzwingungsmöglichkeit zu einer bestimmten Form der Steuererklärung gibt es nicht - nur eine Methode zum Schadensausgleich auf dem Zivilweg.

die Fristverlängerung muss nicht gewährt werden, das ist eine Ermessensentscheidung. Wenn dein Sachbearbeiter eh schlecht auf dich zu sprechen ist, wird der nichts verlängern. Ob du mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde Erfolg hast, halte ich eher für unwahrscheinlich. Den Vorgesetzten zu bemühen kann auch ins Auge gehen. Wenn du das tust, dann persönlich, immerhin arbeiten Vorgesetzter und Bearbeiter täglich miteinander. Der Rat, einen Steuerberater einzuschalten ist meiner Meinung nach sehr gut, der kann neutral vielleicht noch einiges "richten".

erstmal Einspruch erheben und begründen. Klage geht danach immer noch, falls Ablehnung folgt

Das Problem hatte ich damals auch. Ich habe für zwei Jahre rrückwirkend die getrennte steuerliche Veranlagung beantragt und damit brauchte ich keine Steuern zahlen. Das hängt natürlich davon ab, welches Einkommen du hast und sie. Ich war selbständig und habe mit meinen Kosten seine Steuerschulden reduziert. Deshalb musste er nachher mehr zahlen. Seid ihr beide angestellt? Sind Kinder da, wenn ja wer erhält die Freibeträge? usw.

Sie ist in Mutterschutz (kein Einkommen), der Freibetrag des Kindes ist auf meiner Steuerkarte. Ich werds halt einklagen... Den Rechtsanspruch hab ich ja...

Danke an Alle!

Dies ist eine so schwierige Frage, dass du besser dran bist, wenn du einen Rechtsanwalt einschaltest, der sich dabei auskennt. Aber auch eine Beratung bei einem Steuerberater oder bei der Verbraucherzentrale könnte dir hilfreiche Antworten geben.

Denke immer daran, dass ggfs. bei Verwaltungsakten und Bescheiden Widerspruchsfristen gelten.

Ich würde deshalb keine Zeit vertrödeln, sondern direkt fachkundigen Rat einholen.

Mein Anwalt ist schon lange informiert und hat der Gegenseite auch entsprechende Fristen gesetzt, die wurden nicht eingehalten. Daher werde ich wohl Klagen müssen... Finde einfach das Verhalten vom Finanzamt auch "unmöglich"... Danke!

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