Finanzamt & Vor- und Umsatzsteuer = der Sinn?

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Durch An- und Verkauf steigt der Warenwert. Jedesmal wenn die Ware veredelt, verarbeitet oder gehandelt wird erhöht sich der Nettopreis. Einkauf 100 Euro plus Mwst = 119 Euro, Verkauf 150 + Mwst = 178,50 Euro. Die MwSt Differenz von 9,50 bekommt das Finanzamt.

DAS MACHT SINN, JA! Wobei es bei Dienstleistungen wohl eher schwierig wird, aber das ist ein anderes Thema.

DANKE

@singhalleluja

Auch eine Dienstleistung kann weiterverkauft werden und wenn der Rechnungsaussteller keine MwSt geltend machen kann, bekommt das Finanzamt die gesamte MwSt.

Wenn alle Rechnungen netto ausgestellt werden würden, dann würde nie Umsatzsteuer anfallen.

Wenn der Rechnungssteller alle Rechnung an andere Unternehmer netto stellen dürfte, dann müsste er jedesmal prüfen, ob der Empfänger auch wirklich Unternehmer ist, bzw. bei einer Prüfung müsste das Finanzamt das prüfen. Der Staat würde letztlich seinen Steuern hinterher rennen.

Macht man es aber zur Regel, dass die Steuer immer gezahlt wird, dann muss der Rechnungsempfänger seiner Steuer hinterherlaufen und der Staat hat sichere Einnahmen. Ganz einfach.

wenn ich mehr verkaufe als einkaufe, führe ich auch steuern ab ... ergo nimmt das finanzamt hier geld ein ....

umsatzsteuer ist eine verbrauchersteuer

Ja, aber dein Gegenspiele macht exakt das selbe also kommt das Finanzamt wieder auf 0. Das ist mein Problem, wo ist hier die Logik??

Weil das eine mit dem anderen keineswegs zwangsläufig zusammenhängt.

Das ausstellende Unternehmen zahlt diese dann als Umsatzsteuer an das Finanzamt

Das stimmt.

derjenige, der die Rechnung begleicht holt sich diese vom Finanzamt als Vorsteuer zurück.

Das stimmt keineswegs. Der Vorsteuerabzug kann nämlich (und in der Praxis tut er das auch ganz oft!) zum Beispiel an formalen Voraussetzungen scheitern. Er kann aber auch daran scheitern, dass der Rechnungsempfänger überhaupt nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist (z.B. weil er selbst Kleinunternehmer ist oder nur steuerfreie Umsätze ausführt).

Richtig, aber dann stellt "Rechnungssender" auch keine Steuer aus! Umgekehrt, sofern eine Rechnung von einem Kleinunternehmer kommt (ohne Steuer), muss ich keine abführen...

@singhalleluja

Richtig, aber dann stellt "Rechnungssender" auch keine Steuer aus!

Das musst du jetzt aber mal begründen! Was ändert denn die (fehlende) Umsatzsteuerpflicht des Rechnungsempfängers an der Umsatzsteuerpflicht des Rechnungsausstellers als leistendem Unternehmer? Nenne doch bitte mal für deine These die entsprechenden §§!

sofern eine Rechnung von einem Kleinunternehmer kommt (ohne Steuer), muss ich keine abführen...

Ans Finanzamt sowieso nicht. Falls du meintest, du müsstest dem rechnungsausstellenden Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer zahlen, liegst du richtig; aber der will ja ausweislich seiner Rechnung auch keine von dir haben.

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