Familenversicherte verdient zuviel... Was ist die Konsequenz?

4 Antworten

Frag einen Steuerberater oder das Finanzamt. Tendenziell würde ich aber auch sagen, dass der Beitrag von ca. 146,- € mtl. für das Jahr 2010 nachzuzahlen ist, da die selbständigkeit zwar nicht mehr geringfügig aber dennoch nicht als haupterwerb zu behandeln ist. Zur Rückkehr in die FV sind die geringeren einkünfte selbstverständlich nachzuweisen.

Vorsicht: Das Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, erhöht also das zu versteuernde Einkommen (Genau da steht es auch auf dem Steuerbescheid: "Berechnung der Einkommensteuer zu versteuern mit Progressionsvorbehalt gemäß § 32b EStG nach dem Splittingtarif)

Hallo,

es sind zwei Möglichkeiten denkbar:

1) Für 2010 sind Beiträge nachzuzahlen ( ggf. 150 Euro monatlich oder als Selbständige 200-300 Euro Mindestbeitrag). An 2011 entfallen die Beiträge wegen des Elterngeldes (und des niefgen Einkommens) und der erneuten Familienversicherung.

oder

2) Die Beiträge sind erst ab dem Ausstellungstag des Steuerbescheides für 2010 nachzuzahlen. Wenn der Steuerbescheid für 2011 erstellt wurde und der Wert unter 365 Euro monatlich liegt, entfällt die Beitragspflicht ab dem Ausstellungstag wieder. Dann wäre es sehr sinnvoll, die Steuererklärung 2011 seh, sehr schnell zu machen.

Am besten das persönliche Gespräch mit der Krankenkasse suchen.

Gruß

RHW

Nein, man kann auch die Familienversicherung rückwirkend durchführen.

Ab 01.01.10 muss die Ehefrau rückwirkend die FV verlassen und sich selbst versichern. Der Beitrag ist nachzuzahlen, kann aber auch im Rahmen einer Zahlungsvereinbarung mit der KK in Raten abbezahlt werden. Der jetzige Mindestbeitrag (2012) für nicht hauptberuflich Selbständige liegt bei 149,63€, in 2010 war er geringfügig niedriger, aber mehr als nur Deine angenommenen 130€.

Ab 01.01.11 kann sie dann wieder rückwirkend in die FV. Dass sie dann aber unter der FV-Grenze verdient muss später wieder nachgewiesen werden.

In dem Fall wird es interessant für 2011. Sie hat ja in dem Jahr Elterngeld bekommen. Dies wurde aber noch mit dem "Arbeitszimmer" berechnet (per vorläufiger EÜR), sie hat also grob 350 Euro bekommen. Wenn ich nun die Steuer für 2011 mache, ist das ja eigentlich in Ordnung (oder wird das Elterngeld überhaupt auf dem Steuerbescheid aufgeführt?) Wäre natürlich interessant. Theoretisch köntne ich ja mit dem endgültigen Steuerbescheid von 2010 (450 Euro pro Monat) versuchen, rückwirkend höheres Elterngeld für sie zu bekommen, dann würde sich das eventuell ausgleichen. Aber andere Baustelle. Danke erstmal für die Antwort.

Der vorletzte Absatz der Frage dürfte zutreffen. Aber es könnte durchaus sein, dass es dabei nicht bleiben wird. Denn das FA lässt sich wenn überhaupt nur legal beschummeln.

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