falsche rechnungsadresse angegeben

9 Antworten

Teile dem Lieferanten mit, dass du diese Bestellung nicht aufgegeben hast, und dass er zukünftig Bestellungen mit dieser Adresse ignorieren soll.

Richtig gemacht! Strafrechtlich hast Du kaum eine Handhabe gegen Euren "Freund", weil Euch kein Schaden entstanden ist. Aber der Lieferant könnte Ansprüche bei ihm anmelden...

Naja, du könntest ihn auch noch wegen Betrugs anzeigen, dann kümmert sich die Staatsanwaltschaft um den Fall...

Aber sonst hast du richtig gehandelt

jo habe ich auch schon drüber nachgedacht aber er geht nicht mehr zur arbeit weil er dort auch noch schulden bei den kollegen hat und keiner weiss wo er sich aktuell aufhält.

@heidemaus

Du musst ihn nur anzeigen. Die Adresse kann dann evtl. die Polizei bzw. die Meldebehörde herausfinden.

LondonerNebel hat übrigens etwas verwechselt: zivilrechtlich hast du keine Handhabe, da dir kein Schaden entstanden ist. Die Staatsanwaltschaft wird sich aber sicherlich für den Vorfall interessieren, da versuchter Betrug schon eine Straftat ist, also wird es wohl doch möglicherweise strafrechtliche Konsequenzen geben...

@dieJu

LondonerNebel hat überhaupt nichts verwechselt! Auf welche Art und Weise ist denn Deiner Meinung nach der Fragesteller betrogen und geschädigt worden, um deswegen einen entsprechenden Strafantrag stellen zu können? Siehe StGB...

@LondonerNebel

Da es sich um einen Straftatbestand handelt, kann er sehr wohl Anzeige erstatten. Er bekommt dafür nichts, der springende Punkt ist aber ja, dass er ihn auch (ohne Geschädigter zu sein) anzeigen kann und eigentlich auch muss. Wer Kenntnis von einer geplanten oder ausgeführten Straftat hat und diese nicht anzeigt, macht sich ebenfalls strafbar. Ich kann den Nachbarn, der Nachts seine Ziege beglückt anzeigen, obwohl er damit nur seine Sache (die Ziege) beschädigt. Er verstößt damit aber gleichzeitig gegen geltendes Recht und darf von jedermann, der Kenntnis erlangt angezeigt werden. Kannst du auch im StGB nachlesen.

@dieJu

Stimmt, ich glaube Dir nicht, zumal der Link auch nur wenig erhellend ist! Du theoretisierst zu viel und verlierst dabei das Wichtige aus dem Blick! Der "Freund" hat den eigenen Namen (also das Wesentliche) korrekt angegeben und lediglich eine falsche Adresse genannt. Daraus einen Straftatbestand zum Nachteil des Fragestellers zu konstruieren, halte ich für sehr abenteuerlich! Zur Anzeigepflicht eine Frage: Wo steht im § 138 StGB etwas von einfachen Betrugsdelikten?

@LondonerNebel

Ich konstruiere doch keinen Straftatbestand zum Nachteil des Fragestellers. Kern meiner Aussage war, das jeder eine Straftat anzeigen kann, ob er jetzt Geschädigter ist oder nicht. Mehr wollte ich nicht sagen.

Nein, das ist so nicht richtig. Sondern es muss beim Lieferanten eingegeben werden, dass man nicht der korrekte Rechnungsempfänger ist.

Selbst das muss man nicht tun, man hat mit dem Rechnungsempfänger nichts zu tun. Brief zurück, Empfänger unbekannt war genau das, was man tun kann und sollte, ansonsten hat man nichts mit der Sache zu tun.

@hauseltr

Jede Nachkontrolle des Rechnungsstellers wird ergeben, dass es den Rechnungsempfänger eben doch gibt (es ist ja eine falsche Adresse angegeben!!!). Nein: Man muss nachweisen, dass man selbst nichts gekauft hat!

Ihr habt das einzig richtige gemacht. Die Lieferfirma soll sich mit der Sache herumschlagen.

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