Falsche Bereifungsgröße

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Rücktritt vom Kauf bei erfolglosen Reparaturversuchen

Liegt ein Sachmangel vor, so stehen dem Anspruchsinhaber verschiedene Mängelrechte zur Verfügung. Zunächst besteht ein sog. Vorrang der Nacherfüllung (§ 439 BGB). Dem Vertragspartner soll so die Möglichkeit gegeben werden, durch Reparatur oder Nachlieferung der Sache am Vertrag festzuhalten. Verweigert er dies oder schlägt die Nacherfüllung mehrmals fehl, so kann der Käufer den Kaufpreis mindern (§ 441 BGB), vom Vertrag zurück treten (§ 437 Nr.2 BGB) oder kann Schadensersatz (§ 437 Nr.3 BGB) geltend machen.

Der Verkäufer haftet grundsätzlich für alle Mängel, die zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben. Darunter fallen auch sog. versteckte Mängel die bereits vorhanden waren, jedoch erst später entdeckt wurden. Liegt ein Mangel vor, muss immer bei demjenigen reklamiert werden, bei dem man die Sache gekauft hat. Meist ist dies der Händler, bei dem Sie die Ware erworben haben. Falsch wäre es, direkt beim Hersteller seine Rechte geltend zu machen. In der Praxis geschieht es allerdings oft, dass der Verkäufer als Vertragspartner versucht, die Haftung im Rahmen der freiwillig gegebenen Garantie auf den Hersteller abzuwälzen. Hierauf müssen Sie sich in der Regel jedoch nicht einlassen.

Quelle: http://www.e-recht24.de/artikel/ecommerce/76.html

Ob die Mängelbeseitigung nach 9 Jahren noch geltend gemacht werden können, stelle ich mal in Frage.

Vielen Dank für die sachliche Antwort, Sternvergabe erfolgt umgehen sobal frei geschaltet. LG

Da Du ja nun 9 JAhre die falschen Reifen genutzt hast, wird es wohl schwierig, Neue zu verlangen. Restwert der Reifen:0 €, also kannst Du gleichwertige verlangen. Allerdings sind Telefongebühren und/oder Porto deutlich teurer.

Das du der Werkstatt Ihr Versäumniss kaum noch in Rechnung stellen kannst solltest du nach lesen der bisherigen Beiträge endgültig vergessen den du bist ja in der Pflicht.. und der bist du nicht nachgekommen...

Wenn man Dir anstelle der erwarteten Neuteile Gebrauchte verbaut hat ist eine andere Nummer.. Wenn also der Neuteilpreis abgerechnet wurde ist das Betrug und ein Straftatbestand.. Das Problem dürfte sein das Du das beweisen mußt und wenn dir die Werkstatt zb zwei Preismöglichkeiten nennt / Abnbietet wobei die eine mit gebrauchten Teilen die teurere mit Neuteilen ausgeführt werden soll dann hast du vermutlich die günstigere gewählt und die Werkstatt ist aus dem Schneider..

Das gibt es Häuffiger wenn diese Werkstatt durch ingendwelche Wege oder Verbindungen mit einer Autoverwertung zusammenarbeitet oder eine Verwertung sogar angeschlossen ist.. Dann muß dies aber auf der Rechnung ausgewiesen sein oder durch Gewährleistungsausschluss gekennzeichnet sein.

Bei manchen Teilen ist das auch durchaus legitim denn Neuteile bei den heutigen Preisen würden häuffig zum wirtschaftlichen Totalschaden führen heist die Reparaturkosten würden den Restwert des Fahrzeuges überschreiten.. und damit ist dem Kunden ja auch nicht gedient..

Nur man muß Dich vorher darüber informieren.. und dir die Entscheidung überlöassen..

Schadensersatz ? Wofür du bist mit dem Reifen gefahren und dir sind dadurch doch bisher keine kosten entstanden also keine strafzettel oder ähnliches und vermutlich waren die Reifen auch günstiger wie die richtigen es gewesen wären.. wenn du deine Bereifungsgrössen nicht prüfst bist du eh selbst schuld .

Was anders währe wenn die Reifen neu aufgezogen währen und Du das innerhalb eines Kurzen Zeitramens einiger Wochen oder monate festgestellt hättest.. Dann währe durch die Restprofiltiefe bzw eine Neuanschaffung klar ein finanzieller Nachteil entstanden.. nach Neun Jahren kannst du damit nicht mehr kommen... Dein Anwalt wird dir kaum anderes erzählen. . .

Joachim

Joachim

Guten Morgen,

soweit mir bekannt ist, so hat sich der Fahrer eines Fahrzeuges selbst vom ordnungsgemäßen und verkehrssicheren Zustand des selbigen zu überzeugen. Natürlich kann ich mich auch blind darauf verlassen, daß alle alles richtig machen. Rechtlich geht hier rein garnichts. Sie müssen beweisen, daß vor neun Jahren eben diese Reifen auf das Fahrzeug montiert wurden. Selbst wenn eine noch vorhandene Rechnung dies belegen sollte, was ich anzweifle, so halte ich bei einem derart langen Nutzungszeitraum die Einforderung von "Schadenersatz" für undiskutabel und unverschämt!

Gewährleistung des Händlers beträgt nur zwei Jahre. Und Schadensersatz bekommt man nur, wenn ein Schaden entstanden ist.

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