Falsche Angabe der Lohnsteuer beim Finanzamt(ausversehen) Wie reagiere ich richtig?

5 Antworten

Normalerweise bekommt auch das Finanzamt die geänderte Jahresmeldung übermittelt (also das muss bis 28.02. des Folgejahres übertragen sein). Natürlich ist wegen einem Tag wohl nicht eine Riesen-Summe entstanden, aber schon unglücklich, dass du nun gerade die falsche Meldung zugrunde gelegt hast.

Aber wieso wurde der Tag nicht bezahlt? War das innerhalb der ersten vier Wochen bei deinem Arbeitgeber (also nach Neueinstellung)? Normalerweise greift ansonsten ja der Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Hast du für diesen Tag Krankengeld erhalten? Dann müsstest du das in der Steuererklärung auch mit angeben.

Natürlich musst du wahrheitsgemäße Angaben machen, dafür unterschreibst du ja auch. Du kannst die andere Bescheinigung auch problemlos nachreichen. Denke, das sieht ehrlicher aus. Einfach als Nachtrag zur Einkommensteuererklärung mit einem Dreizeiler hinterherschicken.

Da ich einen Tag krank war wird dieser nicht bezahlt und mein arbeitgeber hat mir eine zweite abrechnung zugeschickt.

Hast du unentschuldigt gefehlt? Ansonsten ist der Tag zu bezahlen!

Der Arbeitgeber meldet die Daten ohnehin ans Finanzamt, von daher kein Thema, es wird korrekt berücksichtigt.

Das Finanzamt hat die richtigen Daten, da diese über ELSTER vom Arbeitgeber gemeldet werden.

du musst da nichts tun, der Arbeitgeber hat die korrekten Daten zu übermitteln ans Finanzamt und die sind für die Korrektheit verantwortlich, nicht du. 

Mach dir mal keine Sorgen. Wegen einem Tag wird da nix passieren.

Steuerhinterziehung - Selbstanzeige?

Seit dem ich berufstätig bin, hilft mir mein Versicherungsmakler bei der Lohnsteuer. Da ich 150 km einfach von ihm entfernt wohne, habe ich es so gemacht, dass ich das Formular, soweit ich mich auskannte, selbst ausgefüllt und dann natürlich unterschrieben und an ihn geschickt habe.

So habe ich bezüglich der Fahrtkosten einen Zettel beigefügt und habe drauf geschrieben, dass ich 18 km einfach zur S-Bahn-Station gefahren bin und dann den Rest mit den öffentlichen Verkehrsmittel und ich die 18 km abschreiben will.

2016 hat mir der damalige Arbeitgeber eine MVV-Karte zur Verfügung gestellt. So fügte ich der Erklärung bei, dass der Arbeitgeber die Fahrtkosten übernommen hat.

Gestern erhielt ich die Lohnsteuer für 2017 zurück und habe mich doch sehr gewundert, weshalb ich fast 1600 Euro zurück erstattet bekomme. Es fallen neben den Fahrtkosten zwar noch Abschreibungen für Versicherungen an und ich hatte auch relativ hohe Handwerkerkosten zum Abschreiben. Aber trotzdem: Mir kam der Betrag viel zu hoch vor und erst da habe ich mir den Bescheid ganz genau angeschaut und festgestellt, dass dieser "nette Herr" in meinem Namen gegen meinen Willen auf gut Deutsch gesagt, das Finanzamt beschissen hat, in dem er angegeben hat, dass ich die gesamte Strecke mit dem Auto zurück gelegt habe, auch da, wo der Arbeitgeber mir eine MVV-Karte zur Verfügung gestellt hat.

Ich bin zutiefst geschockt und am Boden zerstört, dass ich ohne meinem Wissen Steuerhinterziehung begangen habe! Ich arbeite an einer Oberlandesbehörde und wenn mein Ex-Arbeitgeber eine Steuerprüfung hat, war es dann für mich. Ich bin davon ausgegangen, meine Steuererklärungen korrekt abgegeben zu haben.

ich kann auch nicht beweisen, dass er das gegen meinen Willen gemacht hat. Ich habe ihm vertraut, dass er sich an meine Angaben hält und diese Beizettel mit dem Formular an das Finanzamt einreicht. Stattdessen hat er in meinem Namen für mich Steuerhinterziehung gemacht.

Wenn ich mich selbst anzeige, komme ich dann nochmals ungeschoren davon? Ich werde mir von diesem Typen nie mehr wieder die Lohnsteuer machen lassen. Ich habe ihn zur Rede gestellt und ihm klar gemacht, was das für mich für Folgen haben kann.

Wie gehe ich am besten vor, wenn ich den Gang nach Canossa antrete?

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