Falsche Angabe auf Internetseite strafbar?

5 Antworten

Ich denke schon.

Aber dein Beispiel ist irgendwie unpassend. Um Waschmaschinen verkaufen oder reparieren zu können braucht man keine Qualifikation.

Aber das machen z. B. viele Autovertragshändler so. Ich habe dort mal meinen Pkw zum Lackieren abgegeben und wollte mir nach zwei Tagen mal ansehen, wie weit er ist. Da sagten die mir. Das machen wir nicht selbst. Wir geben den in eine Lackiererei. Wir haben weder das Personal, noch das Know-How, noch die infrastrukturellen Möglichkeiten das selbst zu machen.

Oder denke an den z. Zt. in Mode kommenden Gesundheitstourismus. Viele Reiseveranstalter bieten an, sich günstig operieren zu lassen oder die Zähne richten zu lassen. Die karren einen nur nach Ungarn und lassen das von den dortigen Ärzten erledigen.

So etwas nennt man Unterauftragnehmertum.

Also ich denke schon dass ich um Waschmaschinen reparieren zu dürfen eine Qualifikation brauche zumindest in Deutschland! Es handelt sich um ein Elektrogerät und somit benötigt man hierfür einen Meisterbrief wenn man in das Innenleben des Gerätes eingreift!

Für eine Dienstleistung musst du Gewerbeanmelden. Und dieses Gewerbe muss mit den Angaben übereinstimmen. Dann darfst aber auch als Bänker eine Autowerkstatt anmelden. Es ist aber fraglich ob du es schaffst Gewinn zu machen wenn du die Geräte annimmst und dann woanders hinbringst, denn wenn der so billig ist wäre er ein "geheimtipp" und die Kunden würden dich übergehen.

Das ist mir klar nur darf ich Werbung mit einer eigenen Servicewerkstatt machen wenn ich die Sachen dann wo anders hin bringe?

@maverik1111

Es ist so, wie ich es dir unten schon geschrieben habe. Es kommt drauf an, was genau wie angeboten wird. Die Maschine entgegenzunehmen und dann zur Reparatur zu bringen ist ja auch ein Service. Er muss das nicht bei sich selbst machen. Wenn er z.B. schreibt "Gerne nehmen wir ihre Maschine für eine fachmänniche Reparatur entgegen" dann stimmt das ja. Allerdings ist im Zweifels- und Streitfall dann natürlich auch er derjenige bei dem sich die Kunden beschweren und der seinen Kopf hinhalten muss. Wenn alles schief läuft dann zu sagen "wir haben das ja nicht repariert, nicht unser Problem" ist dann natürlich nicht drin.

@maverik1111

Wie SupraX sagte, wenn dein Fachmann dann scheiße baut haftest du, und kannst nichtmal wen feuern ;P Lohnt sich in meinen Augen garnciht dieses geschäftsmodell.

Puh, das ist schwierig. Es kommt wohl tatsächlich sehr auf den direkten Wortlaut drauf an. Wenn er gute Kontakte zu einer Werkstatt hat und diese dort reparieren lässt, dann hat er ja nicht gelogen, die Maschine wird ja repariert und bei ihm dann wieder abgeholt. Wenn er sich aber als gelernter Meister ausgibt, dann ist das schonmal gelogen. Pfuscht er dann auch noch selbst an den Maschinen herum, die der Kunde ihm gibt in dem Glauben er hätte Ahnung davon, dann reden wir schon von Betrug.

Kommt also auf den individuellen Fall und wortlaut drauf an.

Maverik das mit der Servicewerkstatt ist doch echter Humbug.

  1. Wenn die Reparatur mangelhaft ist, hast Du dafür einzustehen.

  2. Du begibst Dich damit zivilrechtlich in seichtes Wasser. Nun stell Dir mal vor, Du bezahlst die Reparatur nicht und die andere Werkstatt gibt die Sachen nicht heraus (nennt man Unternehnerpfandrecht).

  3. Für die Reparatur wärst Du zwar zum Besitz berechtigt, aber ich glaube nicht, dass Du dazu berechtigt bist, diese Sache einen Dritten zu überlassen.

Suche mal im Internet nach geschützten Berufen. Ansonsten gibt das Gewerbeamt auch Auskunft.

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