Fallen Geldgeschenke u. Erbe in Zugewinnmasse?

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Zuwendungen, die ausschließlich an einen Gatten fließen oder Dinge die er allein mit in die Ehe gebracht hat, bleiben sein Alleineigentum. Der andere Ehegatte partizipiert , soweit der Zugewinnausgleich durch Vereinbarung nicht ausgeschlossen ist, lediglich am Wertzuwachs einer Sache die dem Ehegatten gehört oder an Vermögenserträgen wie Zinsen etc.

Hallo Schelm 1,

herzlichen Glückwunsch zur zehntausendsten Antwort. Bist du Jurist?

Das würde mich auch einmal interessieren, inwieweit ein Ehepartner Ansprüche an/auf eine Immobilie hat, die dem anderen Ehepartner laut Grundbuch gehört und die während der Ehe erworben und ausgebaut wurde.

Während der Ehe hat der Partner keinen Anspruch. Wird die Ehe geschieden, dann steht dem begünstigten Ehepartner die Hälfte des Mehrwertes zu, den die Immobilien während der Ehe erfahren hat (Wertgutachten auf den Tag der Eheschließung und der Scheidung). Sofern Ausbauten erfolgt sind, ist hier die Mittelherkunft und deren zeitlicher Zufluß maßgebend für die Bemessung der Wertsteigerung.

@schelm1

Wenn sich der Wert nicht gesteigert hat, bekommt der Ehepartner also auch nichts ab. So ein Haus wird ja nicht automatisch wertvoller, je älter es wird, sondern es wird abgewohnter und brüchiger.

Das heißt dann aber wohl nicht, dass der hausbesitzende Eherpartner vom anderen die Hälfte des Wertverlustes gezahlt bekommt, oder?

@Paguangare

Aber selbstverständlich! Dieser "Zug" fährt in beide Richtungen!

@schelm1

Nehmen wir an, ein reicher und ein armer Mensch heiraten. Der Reiche kauft während der Ehe ein Haus für 1 Million Euro. Nach zwanzig Jahren Ehe ist das Haus nur noch 500 000 Euro wert, weil sich die Wohnlage verschlechtert hat. Die Ehe wird geschieden.

Muss jetzt der arme Ehepartner, der aus dem Haus auszieht, dem reichen noch 250 000 Euro geben, um den Wertverlust des Hauses auszugleichen?

Wie kann man das einem juristischen Laien logisch begründen oder verständlich machen?

Ich bin jetzt kein Fachmann aber: Wenn dir etwas persönlich vererbt wurde, gehört es eigentlich dir. Hast du es damals versteuert (Erbschaftssteuer)? Falls ja, hast du den Beleg über die Steuererklärung, falls nein .... Bei Geldgeschenken bin ich mir nicht sicher. Mit deinem "Vermögen" vor der Ehe kann das ähnlich sein, du brauchtest in jedem Fall alte Kontoauszüge, Sparbuch, Belege etc. Aber Vorsicht, nicht das nacher das Finanzamt auf dich aufmerksam wird, ich weiß ja nicht wie dein/e Ex heute zu dir steht. GrüßeBasti

Wenn Du alleine im Testament standest nicht.

Stand dort Eheleute xxx oder Meine Enkelin und Ihr Ehemenn usw. fällt es unter den Zugewinn.

Wie das aussieht wenn von dem Geld gemeinsame Anschaffungen gemacht wurden, lässt Du Dir besser von einem Anwalt für Erbrecht oder Familienrecht sagen, das weiß ich nicht.

Zustimmung des Ehegatten bei Hausverkauf in Zugewinngemeinschaft

Hallo,

ich habe einen Kaufvertragsentwurf vor mir liegen wo ich mit der Zustimmungpflicht des Ehegatten etwas verwirrt bin.

Vorweg meine Frau und ich sind verheiratet, haben keinen Ehevertrag und leben somit im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Nun haben sich Käufer für unser altes Häuschen gefunden. Das "alte" Haus gehört meiner Frau.

Im Oktober 2013 haben wir ein Haus gekauft und hierfür 2 Darlehen aufgenommen. 1. Darlehen über den Betrag xy (größerer Betrag) 2. Darlehen über den Betrag x

Beim 2. Darlehen handelt es sich um ein flexibles Darlehen in Höhe des Wertes des "alten Hauses", welches jederzeit ohne Zusatzkosten ablösbar ist. Der Darlehensvertrag läuft aber auf uns beide.

Im Kaufvertragsentwurf heisst es unter Vorbemerkungen:

** Der Verkäufer erklärt, dass er verheiratet sei, für seine Ehe der gestzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelte und er durch diesen Vertrag nicht über seine wesentlichen Vermögenswert verfüge. Eine Zustimmung seines Ehegatten z.B. gem § 1365 BGB sei nicht erforderlich.******

Nach Ablösung des flexiblen Darlehens bleiben uns etwa noch 15Tsd Euro als Gewinn.

Bin ich jetzt nicht doch Zustimmungspflichtig, da der Betrag ja doch wesentlicher Vermögenswert ist. Oder zählt das andere Darlehen zum Vermögen?

Leider können die Käufer ja beim Hauskauf den Notar wählen, sonst wäre ich zu einem anderen Noar gegangen.

Danke für Eure Tipps.

Gruß Ricky

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Notarvertrag Grundstück- /Hauskauf, Ehepartner, Unterschiedlich Eigenkapital

Hallo Forum,

wir stehen kurz davor ein Grundstück zu erwerben und darauf ein Haus zu bauen.

Das Grundstück wird uns über eine „Gesellschaft zur Grundstücksverwertung“ einschl. einer Pauschale (Eingabeplanung, eines Doppelhauses, Gebühren, Abrisskosten des Altbestands usw.) verkauft.

Parallel wurde von dieser Gesellschaft bereits eine Ausschreibung verschickt und ein Generalübernehmer gefunden, der das Haus zum Pauschalpreis baut.

Es handelt sich also um 2 Verträge: 1. Grundstückskauf 2. GU Vertrag Hausbau

Soweit so gut. Das Grundstück/ Haus will ich zusammen mit meiner Frau erwerben.

Nun zur Fragestellung:

Meine Frau und ich haben sehr unterschiedliches Grundkapital. D.h. Meine Frau gar keines , ich aber kann ca. ein Drittel der Gesamtkosten mit einbringen. Der Restliche Betrag wird über eine gemeinsame Finanzierung jeweils zur Hälfte aufgenommen.

Wir haben keinen Ehevertrag – sind somit eine Zugewinngemeinschaft.

Wie kann ich nun die Höhe meines Eigenkapitals so im Vertrag verankern, damit im Falle einer Scheidung die Anteile richtig berechnet werden können. D.h. sowohl während einer laufenden Finanzierung als auch nach deren Ende.

Ist es richtig, dass diese Anteile in den Notarvertrag gehören, der allerdings ja nur das unbebaute Grundstück betrifft !??! (Der Vertrag zum Hausbau findet ja nicht bei einem Notar statt). Wird beim Verkauf bzw. bei einer Scheidung nur der Notarvertrag des Grundstücks durchleuchtet und die darin verankerten Anteile gelten sowohl bebaut als auch unbebaut.

Da das Grundstück natürlich viel weniger Kostet wie das Grundstück einschl. Haus müssten sich diese Anteile dann Prozentual auf die Gesamtsumme beziehen ??

Wie sollen wir denn am besten Vorgehen oder haben Sie eine ganz andere, viel bessere Lösung für uns?

Danke schon jetzt für die HILFE.

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Frage zum Erbe, warum hat mein Ehemann von seiner verstorbenen Mutter nichts geerbt?

Hallo! Meine Schwiegermutter ist vor 18 Monaten gestorben. Sie hinterlässt ihren Ehemann und 2 Söhne (einer davon ist mein Mann). Ihr hinterbliebener Ehemann hat etwa 3 Wochen nach ihrem Tod erzählt, dass sich das Nachlassgericht bereits bei ihm gemeldet hat und er Angaben machen muss und er hat gesagt "naja viel ist es nicht, aber ein bisschen was bekommt ihr" gesagt. Bis Dato wurde das Thema dann jedoch nie wieder angeschnitten, weder hat mein Schwiegervater was erwähnt, noch haben wir Post vom Nachlassgericht bekommen. Nichts. Die verstorbene Ehefrau war nicht erwerbstätig, das heißt es ist nur durch den Ehemann Geld in die Ehe geflossen. Sie hatten keinen Ehevertrag geschlossen (->Zugewinngemeinschaft). Ich nehme an, dass sie Gemeinschaftskonten hatten. Wie ist das in diesem Fall mit dem Erbe für die Kinder? Steht denen dann nicht auch ein Teil vom Geld zu? Auch wenn es ein Gemeinschaftskonto war. Bzw. selbst wenn nur der Ehemann Geld auf Konten hat, so gehörte es ja doch den Eheleuten und somit auch ein Teil davon der Ehefrau und somit den erbenden Kindern oder nicht? Ich möchte aus meiner Postition heraus das Thema nicht vor meinem Schwiegervater anschneiden, weil es ja nicht "mein" Erbe ist. Aber dennoch irritiert mich die Situation. Meine Schwiegereltern hatten bestimmt nicht super viel (Mietwohnung, Auto ist Dienstauto), dennoch Gespartes gibt es, eine Lebensversicherung... Steht meinem Mann kein Erbe zu? Warum hat sich das Nachlassgericht nicht gemeldet? Hätte er selber aktiv werden müssen wg. Erbschein..? Kann es sein, dass der Vater bewusst weniger angegeben hat? Wird das nicht geprüft?

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