Fahrtkosten als Freiberufler absetzen?

2 Antworten

lilly hat Dich mit dem Arbeitnehmer verwechselt.

Wenn Du selbständig tätig bist und eine Gewinnermittlung machst, kannst Du die Kilometerpauschale ansetzen und damit durchkommen oder auch nicht. Wenn Dir das Fahrzeug unentgeltlich überlassen wird, wird teilweise davon ausgegangen, dass dies zu einer offensichtlich unzutreffenden Besteuerung führt, weil mit der Pauschale auch Kosten abgegolten sind, die Du nicht trägst (Afa, Versicherung, Steuern). Bei einer Fahrleistung über 40000 km im Jahr wird ebenfalls geprüft, ob eine offensichtlich unzutreffende Besteuerung vorliegt. Sammle also alle Belege über die Kosten, die Du tatsächlich hast und hoffe, dass keiner merkt, dass Dir das Auto nicht gehört und einen Streit anfängt. Das FG Nürnberg ist gegen Dich, L. Schmidt für Dich.

Die Fahrtkosten kannst Du in jedem Fall absetzen, auch ohne ein Auto zu besitzen. Einen Nachweis für ein geliehenes Auto brauchst Du nicht. Du könntest rein theoretisch auch mit dem Fahrrad fahren, dann könntest Du ebenso Fahrtkosten i.H. von 0,30 Euro pro Entfernungs-km absetzen.

Gilt für Arbeitnehmer, nicht für Selbständige.

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