Fahrrad knallt gegen Auto, was tuen?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo!

  • Da es, wie es aussieht, keine finanziellen Reserven vorhanden sind und auch keine Versicherung den Fall übernehmen kann, würde ich mir alle nur erdenklichen kostenlosen Beratungen zu diesem Fall einholen.
  • Es gibt Schuldnerberatung, Gerichtstage, Sprechtage bei Sozialämtern usw.
  • 1000 € für einen Schaden durch ein Fahrrad ist auch nicht gerade wenig, das sollte hinterfragt werden.
  • Auch geht aus der Unfallbeschreibung nicht hervor, wie es zu dem Unfall gekommen ist. Hat das Auto unmittelbar vor dir gebremst oder deinen Bremsweg beschnitten? War es verkehrsbehindernd geparkt? Das sind alles Fragen, du du abklären lassen solltest.

Und Kopf hoch, es gibt immer eine Lösung und einen Weg ... aber du musst aktiv werden. Berate dich, hole dir Meinungen ein und entscheide dann.

LG Bernd

Danke Bernd, mittlweile ist wieder alles gut. War nicht billig, aber jetzt habe ich einen guten Nebenjob bekommen und die Frau hat auch etwas weniger verlangt, weil ich ihr meine Lage geschildert habe. :) Vielen Dank für die nette Wortwahl!

@ChiakiNagoya

Freut mich, dass es dir geholfen hat.

LG Bernd

Es ist auch Aufgabe einer Haftpflicht Versicherung zu prüfen ob du überhaupt haftpflichtig bist. Da du keine Versicherung hast, kannst du das aber selber prüfen, bzw. Prüfen lassen. 1000 Euro mit einem Fahrrad zu verursachen ist recht selten. Grad Kfz Schäden werden gern genutzt um vorschaden auf Kosten fremder reparieren zu lassen. Ausserdem bist du als Radfahrer der schwächere, daher obliegt dem Autofahrer eine erhöhte Sorgfaltspflicht gegenüber Radfahrern und Fußgängern. Und für die Zukunft.... 60 Euro im Jahr für eine gute Haftpflichtversicherung sollten deine Eltern schon über haben um deine Zukunft zu sichern. Für 90 Euro im Jahr die ganze Familie.

Wenn du trotzdem zahlen musst, seh es als Wink des Schicksals. 1000 Euro werden sich irgendwie abstottern lassen ohne dich zu ruinieren. schmerzlich aber nicht ruinös und noch heute, notfalls vom Taschengeld eine private Haftpflicht abschließen. Wenn es statt einem Auto ein Fußgänger gewesen wäre der sich durch dein verschulden den Rücken gebrochen hätte und anschließend im Rollstuhl gelandet wäre, müsstest du außer dem Verdienstausfall, der Kosten für Heilung und reha auch noch eine lebenslange Rente für das Opfer zahlen..... Und das alles wegen einem kleinen Missgeschick und einer nicht vorhandenen Versicherung

Dass dem Autofahrer eine erhöhte Sorgfaltspflicht gegenüber Radfahrern und Fußgängern obliegt, gilt aber nicht für den ruhenden Verkehr! Selbst in ein falsch geparktes Auto darf man nicht einfach reindonnern. Da hätte man nämlich das Sichtfahrgebot verletzt, das auch für Radfahrende gilt. Ansonsten hast du jedoch völlig recht! Die Sache wirkt tatsächlich merkwürdig hoch. Ein Parken, das den Unfall begünstigte führt möglicherweise zu einer Mitbeteiligung des Halters am Schaden, auch wenn ich eher daran zweifele. Das würden normalerweise die Versicherungen unter sich ausmachen. Ohne Haftpflichtversicherung ist man da ziemlich angeschissen. Der mit dem Schaden allerdings häufig auch. Der bekommt einen oft wertlosen Titel und der Verursacher einen Schufa-Eintrag.

Eine Forderungsausfalldeckung müsste der GESCHÄDIGTE haben. Die würde aber auch erst eintreten, wenn er seine gesamten rechtlichen Möglichkeiten gegen dich geltend gemacht hat.

Ich gehe mal davon aus, dass du bereits älter als 10 Jahre bist. Also bist du voll haftbar. Wenn du jetzt noch keine Einkommen hast, wird der geschädigte einen Schuldtitel vor Gericht bekommen und kann dann 30 Jahre lang von deinem zukünftigen Einkommen pfänden bis die Forderung erledigt ist. Genau das wird seine Versicherung von ihm verlangen, BEVOR sie eintritt.

Für dich ändert sich dadurch gar nichts.

Nun, wer durch sein Verschulden einem Anderen einen Schaden verursacht, der muss auch dafür gerade stehen. Eben für diese Fälle ist die Privat-Haftpflichtversicherung da. 

Diese Versicherung sollte eigentlich jeder verantwortungsbewusste Mensch abschliessen, da ein solcher Unfall, wie hier immer mal passieren kann und dann ganz schnell den privaten finanziellen Rahmen sprengt. 

Letztlich wird euch hier nichts anderes übrig bleiben, als zu zahlen. Evtl. könnt ihr die Forderung in ihrer Höhe anzweifeln. Das werdet ihr jedoch ohne anwaltliche Hilfe, die auch Geld kostet, nicht schaffen. 

Nicht "ihr". Die Eltern haften eben NICHT für ihre Kinder. Der Schädiger kann z.Zt. nicht zahlen. Also haftet er mit seinem zukünftigen Einkommen und kann 30 Jahre lang gepfändet werden.

@DerHans

Offenbar hast du mich hier missverstanden. Natürlich ist der Schädiger schadensersatzpflichtig. Das geht ja auch schon aus dem ersten Absatz meines Kommentars hervor. Offenbar handelt es sich hier um einen Minderjährigen, der von einer etwaigen Privat-Haftpflicht der Eltern abgedeckt wäre. Weiter wird sich der Fragesteller wohl kaum alleine und ohne Rückendeckung seiner Eltern gegen die Forderung wehren können. 

Ich hatte das "Ihr" nicht dahingehend gemeint, dass die Eltern mit haftbar sind sondern vielmehr, dass diese ihr minderjähriges Kind in dieser Lage wohl kaum alleine lassen können. 

@Interesierter

Als Hartz IV-Empfänger wird ihnen gar nichts anderes übrig bleiben.

Da keine Haftpflichtversicherung von deiner Seite besteht, musst Du mit eigenen Mitteln für den von dir verursachten Schaden aufkommen.

Als dringenden Rat für die Zukunft: Dringend eine Private Haftpflichtversicherung abschließen.

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