Extrem hohe Strom- und Gasjahresabrechnung durch defekte Heizung, Anspruch an Vermieter

3 Antworten

Zu diesem Problem muss noch einmal nachgehakt werden. Bei der Übernahme der Wohnung in einer vermutlichen Zeit, da Heizungsanlagen nicht betrieben werden, fand keine Prüfung der Heizungsanlagen statt, weder für Holzofen noch für Gasheizung. Du als Mieter hast guten Glaubens die Wohnung übernommen, dass diese Heizungsanlagen funktionstüchtig sind. Die Wartung der Gasheizung kann dann ins Ressort des Mieters fallen, wenn er selbst mit einem Gasversorger einen Liefervertrag abschließt. Die jährliche bzw. turnusmäige Wartung eine Gasheizungsanlage kann aber auch vom Vermietervorgenommen werden - die Kosten trägt dann der Mieter, wie im MV vorgesehen. Holzöfen unterliegen keiner Wartungspflicht .

Fortsetzung: Wenn der Vermieter nicht auf die Mangelmeldung reagiert, hast du kein Recht auf Mietminderung, weil du die Heizungen nicht bei Übernahme geprüft hast. Lässt sich nachweisen, dass der Vermieter deinen Mangel schriftlich zur Kenntnis genommen hat und den Ofen nicht reparieren oder ersetzen ließ, kannst du Schadensersatz fordern. Aufpassen, du hast auch Heizmaterial eingespart, das musst du den Energiemehrkosten entgegenrechnen.

Bitten Sie den Vermieter aufgrund der nicht mehr möglichen Abnahme des Altofens um die Bereitstellung eines neuen Ofens, der dann abnahmefähig ist. Setzen Sie dazu eine angemessene Frsit mit Ablehnungsandrohung. Verstreicht die Frist fruchtlos, kaufen Sie einen Ofen und verrechnen die Kosten nach entsprechender erneuter Ankündigung mit den folgenden Mietzahlungen.

Für eine rückwirkende Mietminderung gibt es keine Grundlage. Nur in die Zukunft gerichtet.

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