Extrem hohe Heizkosten (3x so hoch wie Vormieter). Mögliche Ursachen?

5 Antworten

Sie haben leider bei Ihren Fragen die Tatsache vergessen, dass der von Ihnen bewohnte Winter 2010/11 extrem kalt und lang war. Dazu noch gestiegene Energiepreise. Das wird leider immer wieder vergessen. Menschen die Zeitung lesen und Nachrichten hören erfahren jede Woche die aktuellen Energiepreise. Am Vormieter kann man sich kaum orientieren, da dieser ein ganz anderes Leben führen kann und ein ganz anderes Heizverhalten. Was Sie falsch gemacht haben, ist, dass Sie 2 Heizkörper auf Höchststufe 5 haben laufen lassen, die anderen kaum. Eine Wohnung sollte ungefähr gleichmäßig beheizt werden. Die beiden Heizkörper laufen so auf Volltouren um die gesamte Wohnung zu beheizen, da Kälte aus anderen Räumen wahr genommen wird. Versuchen Sie das zu ändern.

Also wie der strenge Winter 10/11 bei einer Abrechnung ab März 11 zu einer verdreifachung der Ablesewerte bei den Röhrchen durchschlagen soll ist mir schleierhaft.

Evtl. waren es aber auch 160 Einheiten? Sicherlich wundert man sich, dass nur 2-5 der 13 Heizkörper benutzt werden. Mein Heizungsbauer heute meinte alle Körper sollten mindestens auf Stufe 2 laufen, nach dem Sinn habe ich nicht gefragt, weil bei uns alle zwischen Stufen 2 - 3,5 laufen und die allg. Meinung vorherrscht z.B. eine zu tiefe Nachtabsenkung (>6°?) kostet beim Wiederaufheizen mehr, als man einspart. Manche behaupten sogar, die bringt garnichts.

Interessant wäre die Funktion der Röhrchen zu verstehen, also ob das Trägermedium - vmtl. eine sehr viskose Flüssigkeit - linear verdampft oder bei "heißeren" Heizkörpern überproportional schnell, denn dann könnte es vielleicht günstiger sein, wenn mehr Heizkörper auf einer geringeren "Temperatur" fahren bei besserem Wohnklima. Wobei das scheint mir insgesamt etwas absurd.

@Xerxessasu

Ablesewerte sagen niemals etwas über die Kosten aus, sondern sind lediglich Messeinheiten. Die Ablesewerte können auch niemals mit den Vorjahren verglichen werden, sondern immer nur in Verbindung mit den jeweiligen Gesamteinheiten eines Hauses. Ablesewerte können in einem Jahr eine Fünfstellige Summe sein, im anderen eine 4stellige etc., ohne dass der Nutzer viel mehr oder weniger Kosten haben muss. Das ist leider immer wieder ein Denk-und Wissensfehler von Mietern. Gemessene Einheiten sind eben nur dieses und keine Kosten.

Geh zu deinem Vermieter, lass dir die Rechnungen des Versorgers zeigen und die Aufteilung auf die einzelnen Wohnungen auch. Wichtig ist hier, dass der VM die Kosten für die Heizung der leerstehenden Wohnung selbst übernehmen muss. Ob das hier der Fall ist, da wäre ich erstmal skeptisch.

Dies ist möglich. Prüfe nun ob sich die Leerstandswohnungen zu mind. 30% an den gesamten Heizkosten beteiligen. mindesten 30% der Heizkosten müssen nach m² abgerechnet werden und auch vom Leerstand (Vermieter) bezahlt werden. Die Wärme von euch geht ja auch in die unbeheizten über und erwärmt diese. Du mußt mehr heizen. Befasse dich mit der HKVO und prüfe nur noch die Abrechnung. Der Rest ist so. Als Mieter kannst du da nichts machen außer zudrehen. Dämmen liegt nicht in deiner Macht. Jadoch richtig Lüften, etc. Vorhänge vor den Heizkörpern usw. damit kannst du locker 25% mehr brauchen. Hatte dein Vormieter einen Kamin ?????

Ui das kommt doppel dicke, 1. andere Wohnung heizt nicht mehr mit und 2. Leerstand bedeutet höhere Fixkosten der heizungsanlage pro Mieter.

Gas kann nicht zuviel geliefert werden, da der Gaszähler nur läuft, wenn der Brenner Gas verlangt, musste hier schmunzeln!

Eine Überdimensionierung, also große Heizung bei wenig Energieabnahme ist immer ungünstig. Das ist dann wie Vollgasgeben und Bremsen, heißt dann häufiges Takten der Heizung.

Kostante Temperaturen sparen mehr, als das häufige aufheizen sehr kalter Räume nach Heizungsaus!

Im Zweifel mal mit dem Vermieter reden, wenn die Rechnung seltsam ist!

Danke für die Antwort. Das mit der Zuviellieferung konnte ich mir vorher auch nicht vorstellen, aber habe sogar ein Gerichtsurteil dazu gefunden, und der Vermieter musste dafür aufkommen.

@nohandbag

Ein Vergleich mit Vormietern ist immer etwas schwierig, so als Beispiel ohne meine Mädels wär das Haus nen Tick kälter und 1°C weniger heizen soll 6% sparen. Mein Schwiegerteufel lebt im Kühlschrank, der ist tatsächlich im Winter ausgeschaltet!

Lüftungsgewohnheiten spielen sicherlich auch eine Rolle.

Man profitiert jedoch erheblich von beheizten Neben- und vor allem Untergeschossen, wobei die Verdopplung schon bissl extrem ist, würde da max. 30% ansetzen.

Zu den Kosten - mein freistehendes, zu wenig gedämmtes EFH mit 152 m2 verbraucht für Heizung und Warmwasser etwa 30000 kWh Gas (~3000m3), kostet aktuell etwa 1600 Eur ohne Unterhaltskosten. Ich würde mal den Vermieter fragen, wo das Gas herkommt und evtl. nach Alternativen suchen, wir sparen über 300 EUR iVz Regionalanbieter!

Zu den Ventilen, meine funktionieren anders. Die Temperatur ist bei 3 und 5 die gleiche, bei 3 wird die Zufuhr jedoch bei ca. 20° abgeriegelt bei 5 erst bei 28°(?).

Das Gerichtsurteil wäre spannend, Gas funktioniert wie Wasser, nur wenn der Hahn auf ist läuft auch der Zähler.

@Xerxessasu

Vermute mal stark, daß es sich bei besagtem Urteil um eine Fernwärme handelte.

oder heizen wir so falsch????

So wie ich das lese ja. Mit nur 2 von 13 Heizkörpern die ganze Wohnung beheizen zu wollen muß zwangsläufig zu hohen Heizkosten führen.

Außerdem werden Heizkosten zu ja 30 oder 50 % nach Wohnfläche abgerechnet.

Und dann ist auch noch entscheidend wie hoch die monatlichen Vorauszahlungen waren. Allein für Heizkosten hätten es bei 145 m² mindestens 1 €/m² sein müssen.

Was möchtest Du wissen?