Extra Stromleitung für Backofen, wer ist für die Leitung zuständig?

5 Antworten

Da sollte man erst mal einen Fachmann (Elektriker) nachsehen lassen, was das installiert ist. Herde werden üblicherweise nicht mit Steckdose angeschlossen sondern direkt an die Anschlussdose verkabelt. Und eine Herdanschluss, zumindest in neueren Wohnungen (also seit mehr als 30 Jahren) liegt in die Küche auch eine 400V 3 Phasen Anschluss, zu erkennen wenn im Sicherungskasten 3 Sicherungen für den Herd vorhanden sind. 

Herde kann man aber sowohl an 1 wie an 3 Phasen anschliessen, bei 1 Phase könnte es aber Probleme mit der Sicherung geben, wenn der Backofen und gleichzeitig die Herdplatten an sind. 

Wenn keine 3 Phasen vorhanden, dann ist es unwahrscheinlich, dass nutzbare Leerrohre vorhanden sind, dann wäre eine Verlegung von neuen Kabeln ein grösseres Projekt, dass ich in der Mietwohnung kaum machen würde .. es sei denn der Sicherungskasten ist zufällig in der Küche. 

es sei denn der Sicherungskasten ist zufällig in der Küche

Das nicht, aber gleich neben der Küche, nur eine Rigipswand :)

Aber drei Sicherungen habe ich auch nicht, nur eine. Ich gehe daher von 22/230V aus.

- Wer ist für diese "Maßnahme" verantwortlich?

Ein konzessioniertes Elektrounternehmen

- Benötige ich eine Genehmigung?

Vermutlich ja - im Zweifelsfall lieber Genehmigung einholen

Ich meine gehört zu haben, dass heutzutage ein solcher Anschluss
gestellt werden muss, da solche getrennten Geräte immer häufiger in
Mietwohnungen zum Einsatz kommen. Hat da jemand Erfahrungen oder
Quellen?

Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Der nächste kommt her und möchte einen Gasherd installieren, etc. Aus meiner Sicht ist das Sache des Mieters.

Man kann grundsätzlich schon beide Geräte an der vorhandenen Anschlussdose anschließen. Aber es muss ein Elektriker anschauen, ob das bei dir auch möglich ist und es nicht zu einer Überlastung der Leitungen kommt. Das wird hier niemand beurteilen können ohne es zu sehen.

Die Kosten müsst ihr selber tragen. Für die Dinge, die innerhalb der Wände sind, ist zwar der Vermieter zuständig. Aber ihr könnt ihn nicht zwingen die Maßnahme zu übernehmen. Vielleicht funktioniert es ja mit der vorhandenen Anschlussdose, einfach mal einen Elektriker anrufen.

Die neue Küche sollte so gekauft werden, dass sie kompatibel ist mit der vorhandenen Energieversorgung. Man kommt auch nicht auf die Idee, sich einen Gasherd anzuschaffen, wenn es keine Gasleitung im Haus gibt.

Ist zum Einbau und Betrieb der neuen Küche also ein zusätzlicher Anschluss notwendig, ist dafür die Mietpartei zuständig. Sie muss also das Verlegen der zusätzlichen Leitung bezahlen.

Selbstverständlich muss eine Genehmigung des Vermieters eingeholt werden. Sollten aber die grundsätzlichen Voraussetzungen das Verlegen einer neuen Leitung ermöglichen, wird er wohl kaum was dagegen haben, denn schließlich wird seine Wohnung dadurch auf einen moderneren Stand gesetzt und wenn immer mehr Küchenkäufer meinen, Herd und Backofen getrennt voneinander haben zu wollen, findet sich auch leichter wieder ein Nachmieter, der für dieses Extra vielleicht sogar Extrageld bezahlt (höhere Miete) bezahlt.

Du hast die Wohnung so gemietet, wie sie ist. Der Vermieter muss Dir keine extra Steckdose setzen, nur weil Du jetzt eine neue Küche bekommst.

Somit wärest Du für entsprechende Erweiterungen zuständig.

Die darfst Du aber nur mit Zustimmung des Vermieters durchführen.

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