exorbitante Heizkosten

5 Antworten

Ja, natürlich. Was bitte hat denn ein anderes Haus damit zu tun? Es sind doch komplett andere Mieter und die sind es doch, die für den Verbrauch verantwortlich sind, oder? In unseren Hütten liegen die wohnungsbezogenen Unterschiede schon einmal bei 270% und das will etwas bedeuten! Anhalt: 3,50 EUR/qm und Monat ist derzeit Durchschnitt nur für Wärme und Warmwasser, so ein Mieterverein.

Solltest Du Dich irgendwann dazu entschließen, in ein Haus mit Löchern statt Fenster zu ziehen und willst Du es auch dort kuschelig warm, musst Du auch dort die Heizkosten bezahlen, die anfallen und wenn sie 100x so hoch sind. Das ist nun mal so. Es gibt kein Gesetz dagegen. Denke nur mal an die Wärmepilze vor Lokalen. Die sind ja auch nicht verboten.

Der Grund dafür, warum gerade bei Euch die Heizkosten so hoch sind, könnte an verschiedenen Ursachen liegen: 1. Uralt-Heizung aus den 60er Jahren, die noch nicht ausgetauscht wurde, obwohl es längst hätte passieren müssen. 2. 24cm dicke Außenmauern mit Nischen für die Heizkörper, alte Fenster, ungedämmte Rollladenkästen u. ä. Zustände, die irgendwann, als das Haus gebaut wurde, Stand der Technik waren. 3. Ungedämmtes Dach. 4. Viele Bewohner, die es trotz allem auch im Winter 24° warm haben wollen.

Das sind alles mögliche Ursachen, warum soviel Öl verbraucht wird, aber es gibt noch eine ganz andere, die eine genaue Prüfung der Heizkostenabrechnung ergeben könnte:

Hat das Haus einen sehr großen Öltank und wurde am Jahresanfang bei fast Leerstand randvoll aufgefüllt und zum Jahresende hin noch einmal, das bis dahin Verbrauchte wieder nachgekauft, hat die Hausverwaltung 2 hohe Ölrechnungen. Wenn diese beiden in einem Jahr angefallenen Rechnungen nun als Grundlage für die Abrechnung mit den Bewohnern macht, kann das die Ursache für die sehr hohen Heizkosten sein. Ein beliebter Fehler.

Im nächsten Jahr gleicht es sich zwar wieder aus, aber Mieter, die in dem teuren Jahr ausgezogen sind oder kurz danach, erhalten diesen Ausgleich nicht. Deshalb wäre eine solche Abrechnung auf jeden Fall zu korrigieren. Abgerechnet werden darf nur der Verbrauch zum tatsächlichen Einkaufspreis. Wurde ein Mehrjahresvorrat angelegt, kann dieser nicht sofort komplett umgelegt werden.

Was ist wenn ich beweisen kann, dass man mit relativ geringen Investitionen, die Heizkosten um die Hälfte senken kann. Ich meine das ist ja auch ein Umweltproblem, wenn vielmehr CO2 produziert wird und am Ende irgendwo auf der Erde die Leute absaufen.

@Kemroy

Wenn Du das beweisen kannst, brauchst Du immer noch einen Hauseigentümer, der sich überzeugen lässt, entsprechende Maßnahmen auch umzusetzen.

Es gibt Eigentümer, denen es völlig egal ist, wieviel CO2 mit ihrer Bude verschleudert wird und wieviel Heizkosten die Mieter zu tragen haben. Solange sie jemand finden, der den gewünschten Mietpreis bezahlt, sehen sie keine Notwendigkeit, irgend etwas zu tun. Man kann sie nicht zwingen.

Dabei muss man auch verstehen, dass es umfassende Maßnahmen, die zur Reduzierung der Heizkosten um 50 % notwendig sind, auch eine Menge Geld kosten und sich vielleicht erst in 20 Jahren oder später für den Eigentümer rechnen, nämlich dann, wenn durch entsprechend höhere Mieteinnahmen die Investition refinanziert ist und vielleicht sogar eine Verzinsung erkennbar ist.

Ist der Hauseigentümer ein älterer Mensch, der nicht mehr in solchen Zeitspannen denken will und vielleicht sogar Schwierigkeiten hat, die notwendigen Kredite zu bekommen, sieht es düster aus.

Sollte es Dir mit Deinem Beweis oder sagen wir mit Deiner Berechnung gelingen, den Eigentümer zu überzeugen, dann wird er vermutlich schon bald was machen.

@bwhoch2

Es gibt Eigentümer, denen es völlig egal ist, wieviel CO2 mit ihrer Bude verschleudert wird und wieviel Heizkosten die Mieter zu tragen haben.

Dem Vermieter kann das nicht egal sein denn er ist zu einem wirtschaftlichen Handeln verpflichtet. Sonst könnte ja jeder Vermieter Öl zu vollkommen überteuerten Preisen einkaufen sobald er Mieter loswerden will. Aber auch hier gilt: Wo kein Kläger...

Hallo, bei uns im Haus (20 Parteien) sind die Heizkosten (Öl-Zentralheizung) exorbitant hoch. Muss ich die Heizkosten bezahlen, wenn sie doppelt so hoch liegen wie bei einem vergleichbaren Haus unter vergleichbaren Bedingungen?

Das mit dem Vergleichen ist so eine Sache. Man hat in der Regel nie die gleichen Bedingungen.

Man das, was man verbraucht. In einem Altbau mit alten fenster und alter Heizungsanlage wird man wahrscheinlich mehr zahlen als in einem Neubau.

Als Mieter hat man die Möglichkeit, die NK-Abrechnung auf Richtigkeit zu prüfen.

Aber es muß doch auch hier eine Grenze geben? Was ist wenn die Heizkosten fünfmal so hoch sind wie im Durchschnitt? Was ist wenn sie 10 mal so hoch sind?

Dann muss man die Konseqenz daraus ziehen und sich eine andere Wohnung suchen, oder den Vermieter auf die Zustand/ Mangel schriftlich hinweisen und hoffen, dass der Vermieter etwas unternimmt.

Wenn 20 Parteien im Haus wohnen, wird der Verbrauch abgelesen. Selbstverständlich müssen Sie das zahlen, wenn Sie viel verbraucht haben. Jeder Bewohner heizt anders. Bitte bedenken, das der letzte Winter extrem lang und bis Juni geheizt werden mußte.

Hier Vergleiche mir anderen Häuser anzustellen ist halt wie eine Schätzung. Wer kennt das Heizverhalten im anderen Haus, noch nicht mal das im gleichen Haus. Woher soll man das auch kennen. Wichtig ist das man sich die Öllieferungen beim Vermieter ansieht. Sollten alle Belege eingesehen werden. Außerdem ist der Vermieter bei seiner Abrechnung die Ölkosten nach dem Grundsatz first- In first- Out zu berechnen. Wenn man also die Belege eingesehen hat sollte man die Betriebskostenabrechnung nachvollziehen können. Die Umlageschlüssel sind ebenfalls bekannt. Notfalls lassen Sie die Betriebskostenabrechnung an geeigneter Stelle prüfen.

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