Ex Arbeitgeber hat mir keine betriebliche Altersvorsorge angeboten. Zu welchen Höchstsatz kann ich diese nun Einklagen?

9 Antworten

Hallo,

Mittlerweile ist die von dir genannte Auffassung höchstrichterlich aufgehoben worden. Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, betriebliche Altersvorsorge zu verlangen, letztendlich auch nur als Entgeltumwandlung und als Direktversicherung.

http://www.arbrb.de/blog/2015/07/07/informationspflichten-des-arbeitgebers-bei-betrieblicher-altersversorgung/

Daher teile ich nicht, die hier genannten Ausführungen, in welchem Umfang ein Arbeitgeber tätig werden muß, wenn bereits ein Vertrag in der Firma existiert.

Beste Grüße

Dickie59

 Ex Arbeitgeber hat mir keine betriebliche Altersvorsorge angeboten.

Dazu ist er auch nicht verpflichtet.

Aber der AN, kann verlangen, dass er über seinen AG eine selbst finanzierte betriebliche Altersversorgung abschließen kann.

Kontaktiere also deinen AG und teile ihm mit, dass du über Versicherung XYZ eine BAV mit einem mtl. Beitrag von 200 € abschließen willst.

Alternativ beauftrage das ausgesucht Versicherungsunternehmen (Vermittler) mit dem AG Kontakt aufzunehmen.

Bitte dabei beachten, diese BAV muss der AG als Versicherungsnehmer unterschreiben.

Gruß N.U.

Hallo Cocoppaa....
zunächst muss geklärt aus welcher Rechtsgrundlage Dein Anspruch auf Beratgung beruht.
Ein Arbeitgeber ist nicht automatisch zur Beratung seiner Mitarbeiter verpflichtet.

Umstände um die Beratungsprlicht nach § 1 BetrAVG abzuleiten sind:
1. im Betrieb existiert mindestens eine Betriebsrente, dann ist der Arbeitgeber zur persönlichen und individuellen Beratung aller Mitarbeiter verpflichtet.
2. Du hast den Arbeitgeber um eine Beratung zur Bertriebsrente gebeten, auch dann ist er zur Beratung verpflichtet allerdings bist Du in diesem Fall in der Beweispflicht. Gibt es villeicht jemanden der Dich zur Betrieblichen Altersvorsorge beraten hat und der jenige hat sich mit Deinem Arbeitgeber auch in Verbindugn gesetzt? Gibt es darüber ein Beratungsprotokoll? Das wären die Möglichkeiten um Deinen Anspruch nachzuweisen.

Der Arbeitgeber ist überigens nicht aus der Beratungspflicht entbunden wenn er Dich eine Haftungsfreistellungserklärung unterschreiben lassen hat. Die müsste falls vorhanden, die Textteile enthalten, dass Du einer Beratung wiedersprichst. Solange er das nicht von Dir unterschrieben bekommen hat, oder eine Beratungsdokumentation vorlegen kannst in der Du dich trotz persönlicher, individueller Beratung ( 1 zu 1 Gespräch bei dem Dein persönliches Gehalt und Deine persönliche Beratung im Mittelpunkt stand..... Eine Gemeinschaftsveranstaltung entspricht in keiner Weise der Beratungspflicht) gegen eine bAV entschieden hast, bist Du von Ihm wieder besseren Wissens benachteiligt worden.

Der Schadensersatz den er zu leisten hat ist in dem Fall, die entgagngenen Gewinne, sowie zuviel geszahlte Steuern und Sozialabgaben. Je nach Einkommen kann ein Richter dazu einen durschnittlichen Anlagebetrag festlegen nach dem die Gehaltsabzüge zu berechnen sind.

Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht ist in Deinem Fall dringend anzuraten. Auch wird er bezgl der Höhe der Entschädigung möglicherweise einiges mehr für Dich herausholen als Du heute zu ahnen wagst.

Wie Gehe ich vor wenn ich Schadensersatz möchte ?

Du brauchst schon einen Fachanwalt, denn die Gerichte bewerten die Thematik recht unterschiedlich. Einige gewähren Schadenersatz, andere sagen, der Arbeitnehmer ist mündig genug die Einrichtung einer bAV zu fordern.

Ohne einen Experten mit Erfahrung und der richtigen Argumentation ist das ein recht sinnloses Unterfangen.

( Anwalt ist mir zu Teuer )

Der Arbeitsrechtsschutz war wohl zu auch zu teuer? Dann kannst du einen Haken dran machen, der Fall wird schon an der Klageschrift scheitern.

Habe noch mehr einzuklagen beim Amtsgericht. Deswwegen werde ich keinen Anwalt beaufragen.

Das Amtsgericht ist nich zuständig für arbeitsrechtliche Streitigkeiten, zu denen die bAV auch gehört.

Das würde ich mit einem Fachanwalt besprechen. Die kennen sich aus.


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