Erneute Heirat meines Vaters - Erbt 2. Frau sein Vermögen aus 1. Ehe?

5 Antworten

Es kommt darauf an, ob Gütertrennung oder der gesetzliche Güterstand vereinbart wird.

Bei Gütertrennung würde die 2. Frau nicht die Hälfte des Vermögens erben sind anteilig nach Anzahl der Kinder. Also bei einem Kind die Hälfte, bei 2 Kinder ein Drittel.

Nur bei gesstzlichen Güterstand ohne Testament wird so verfahren, wie schion beschrieben. Die Frau die Hälfte und die Kinder die Hälfte.

Sinnvoll wäre in diesem Fall wohl ein Testament zu machen, damit ihr Kinder euerer Elternhaus vererbt bekommen könnt, wenn dem Vater das so recht ist.

So viel ich weiß erbt die zweite Frau die Hälfte des Vermögens und die Kinder aus erster Ehe die andere Hälfte des Vermögens. Das heißt die 3/4 des Hause werden halbiert, so dass die Frau eine Hälfte bekommt und die andere Hälfte wird auf die Kinder aufgeteilt. Soll dies nicht so erfolgen, müssen Dein Vater und die neue Frau ein Testament aufstellen, dass die Erbfolge anders geregelt werden soll.

nicht die kinder aus 1. ehe, ALLE kinder

wenn er mit der 2. frau noch 10 kinder zeugt, sind die alle genau so erbberechtigt, wie die ersten kinder

@AddBlockerFTW

Das ist richtig, aber in zweiter Ehe gibt es keine Kinder, so wie ich herausgelesen habe.

Wenn es sein Haus ist, dann werden bei gesetzlicher Erbfolge die Frau 50% und die Kinder zu gleichen Teilen erben. Das betrifft aber lediglich die 3/4, die ihm gehören, das 1/4 bleibt bei den Kindern.

Würde ich zumindest sagen, da für die 3/4 ja die Gesetzliche Erbfolge des Vaters in Kraft tritt und der Tod der ersten Frau da soweit ich weiß keinen Einfluss hat, außer es sei anders geregelt (beispielsweise mit Vorerben-Nacherben Regelung)

Erben das wir Kinder oder seine 2. Ehefrau ?

Sowohl als auch: Nach den Regeln der gesetzl. Erbfolge und im gesetzl. Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet, bekäme die Witwe die Hälfte des 3/4-Mieteigentumsanteils eures Vater (sowie des übrigen Nachlasses abzgl. etwaiger Verbindlichkeiten und der Bestattungskosten), die andere Hälfte teilen sich seine (auch nachgeborenen oder adoptierten) Kinder.

G imager761

Wenn er kein Testament hat welches die Erbfolge anders regelt und das Haus vorab nicht per Schenkung auf euch überschreibt (was nicht nötig ist, weil jedes Kind bis zu 400.000€ Erbschaftssteuerfrei erben darf) dann ja, dann erbt die neue Frau die Hälfte von den 3/4.

1/4 gehört euch bereits, das zählt also nicht in die Erbmasse weil ihr bereits Miteigentümer von diesem 1/4 seid. Was übrigens nicht vorteilig war. Ein einziges Objekt so aufzuteilen, aber egal das ist jetzt schon so wie es ist.
Wenn dein Vater stirbt und vorher keine andere Regelung mit einem Testament festlegt, dann bekommt die Ehefrau 50% aus den 3/4 und ihr als Kinder bekommt nochmal 50% aus den 3/4.
Also im Prinzip ein Verkauf des Hauses und die wertmäßige Aufteilung.
Man könnte auch das Objekt vorab per Schenkung zu gleichen Teilen auf euch überschreiben, dann seid ihr bereits die einzigen Eigentümer und es zählt überhaupt nicht mehr zur Erbmasse. Für die Verfügungsgewalt über das Objekt könnte er sich ein Nießbrauchsrecht eintragen. Das wäre das sinnvollste. Oder aber er geht zum Notar und macht ein Testament welches euch drei als Erben dieses Objektes einsetzt und sie nicht.
Aber, wem er was an Erbe zuteilt ist seine Entscheidung, es ist schließlich sein Eigentum und damit kann er machen was er will, das ist lediglich der Fall wie ich es machen würde bzw. wie ich es gemacht habe. Ich würde allerdings auch kein zweites Mal heiraten.
Im Normalfall sollte man das vorher mal besprechen, hinterher ist es zu spät und es gibt Leute die sich nicht damit auseinandersetzen was mit der Erbmasse nach dem Tod passiert und die Erben haben dann erstmal nur Ärger.
Im Optimalfall regelt man das vorher, denn der Tod ist unausweichlich.
Ist jetzt aber nicht unbedingt ein Thema welches man zur Heirat ansprechen sollte. In einigen Jahren mal.
Die neue Ehefrau kommt sich aber mit Sicherheit auch verarscht vor wenn sie überhaupt nichts erbt. Aber idR sollte sie ja bereits ihr eigenes Vermögen aufgebaut haben.

bis dato gehört den kindern am haus garnichts.

Doch sie haben anteilig geerbt als die Mutter starb laut der Aussage des Fragestellers.
Entweder wurden sie also als Miteigentümer ins Grundbuch eingetragen, oder haben den Wert ausgezahlt bekommen. In letzterem Fall gehört ihnen nichts von der Immobilie.

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