Ermittlung Kaltwasserverbrauch

5 Antworten

Mir wurde von kompetenter Seite gesagt, dass eine Messung durch Ermittlung der Differenzmenge aufgrund eines Unterzählers nicht in Ordnung ist. Sowohl die Menge der Gewerbeeinheit, wie der Wohnungen (insgesamt) müßten über wenigsten je einem Zähler ermittelt werden. Dennoch könnte man die vorliegende Art der Mengenermittlung als Mieter durch gehen lassen, denn ein zusäztlicher Zähler und dessen Ablesung kostet auch die Mieter nur zusätzlich Geld.

Ob darüber hinaus die in der Abrechnung des Dienstleisters angegebene Warmwassermenge tatsächlich auch die Kosten für das Kaltwasser (vor der Erwärmung) enthält oder nur ausdrückt, wieviel Kaltwasser zu Warmwasser gemacht wurde und damit nur der Energieverbrauch zur Erwärmung abgerechnet wird, kann man hier nicht beurteilen. Insofern kann Deine Frage nicht korrekt beantwortet werden. Es müßte jedoch aus der Abrechnung des Dienstleisters hervor gehen.

Vielen Dank für diese klare Antwort.

Lt der Nebenkostenabrechnung des Dienstleisters sind 68 cbm Warmwasser verbrucht worden. Ob diese sich aus der Addition aller Warmwasserzwischenzähler ergeben oder doch der Kaltwasserzufluß zur Wassererwärmung sind, kläre ich gerade.

Fakt ist, dass wir einen Kaltwasserzwischenzähler vor dem zentralen Warmwassererwärmung vorgeschaltet haben. Wenn der abgelesen wird, muß doch klar sein, wieviel Kaltwasser zu Warmwasser wurde. Damit könnte zumindest auf Basis der Warmwasserzählerverbräuche der Wohnungen, verhältnismäßig, der Kaltwasser zu Warmwasserverbrauch verteilen.

Also, so eine unglaubliche Verteilung wird jedes Gericht zerrupfen. Allein die fehlende Ermittlung des ET für die Köpfe reicht da schon aus. Warum nicht nach Wohnfläche, so wie es der Gesetzgeber vorschreibt? Und warum werden nicht die Kosten und Lasten verteilt? Der Verbrauch sagt ja gar nichts und die Schlupfmenge gibt es ja auch noch. Viel Glück.

Warum nicht nach Wohnfläche, so wie es der Gesetzgeber vorschreibt?

Weil vertraglich auch ein anderer Umlageschlüssel, z. B. Personenzahl, vereinbart werden kann.

@anitari

Ein Vermieter wird aber wohl nicht so verteilen wollen. Er hat dafür rd. monatlich die Mietgegenstände zu durchkämmen um die Bewohner zu ermitteln, so jedenfalls hier in München. Die Stadt hat hochkannt einen Mietprozeß in dieser Angelegenheit verloren, weil es Angaben aus dem Melderegister herangezogen hatte und das Gericht diese Vorgehensweise nicht für ordnungsgemäß hielt.

Dein Text ist für mich rätselhaft. Du schreibst von 300 cbm Gesamtwasserverbrauch. Der Gewerbewasserverbrauch beträgt nach Deiner Beschreibung 280 cbm. Dann bleiben ja nur 20 cbm übrig.

M. E. muss vom gesamten Wasserverbrauch der Gewerbewasserverbrauch abgezogen werden. Dieser muss z. B. nach der Kopfzahl bzw. Zahl der Personenmonate auf die einzelnen Haushalte umgelegt werden.

Der Warmwasserverbrauch kann nur dazu dienen den Energieverbrauch für Warmwasser auf die einzelnen Haushalte umzulegen. Wenn die Mengen des warmen Wassers auf die einzelnen Haushalte umgelegt werden, müssten sie neben dem Gewerbeverbrauch von der Gesamtmenge abgezogen werden und der dann verbleibende Rest nach Personenmonaten berechnet werden. Der Warmwasserverbrauch wäre auch so die Grundlage, um den Energieverbrauch für warmes Wasser auf die einzelnen Haushalte zu verteilen.

Ob das vor Gericht Bestand hat, kann ich nicht beurteilen.

Wenn es in jeder Wohnung einen Warmwasserzähler gibt muß auch danach abgerechnet werden.

Also Kaltwasser, da keine Zwischenzähler und wenn vertraglich so vereinbart, nach Personen + Verbrauch Warmwasser = Gesamtwasserverbrauch.

nein, das ist nicht in ordnung

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