erlischt ein vertrag nach abtretung des gläubigers?

5 Antworten

Nein erlischt er nicht normaler Weise ist eine automatische Vertragsverlängerung in Verträgen auf zeit vorhanden, wenn du denn Vertrag kündigen willst, beim Inkassounternehmen UND beim Gläubiger, handelt es sich um einen Kaufvertrag, erlischt der Anspruch durch deine Leistung.

Es geht doch praktisch um 2 Dinge: 1. Die Forderung (en), die abgetreten worden sind, sind auch häufig rückständig / notleidend. Durch die Abtretung ist das Eigenumsrecht auf den Abtretungsempfänger übergegangen und der kann damit tun und lassen, was er will. Für den Schuldner ist sehr wichttig, dass er sich sehr genau überlegt, an wen er bezahlt, wenn er denn überhaupt zahlen muß. Durch die Abtretungen, Bevollmächtigungen zum Forderungseinzug pp. werden die Rechtsverhältnisse oft sehr undurchsichtig und manchmal nur noch von Rechtsgelehrten zu durchschauen. Deshalb immer erst gründlich überlegen und dann ggf. zahlen!!! Wenn Sie an "den Falschen" zahlen, zahlen Sie im Zweifel zweimal ... Da wird oft teueres Lehrgeld fällig ... 2. Die Forderung rührt oft aus einem Vertrag, z.B. übr die Nutzung der Leistungen eines Fitnessstudios und diese Verträge haben i.a.R. die Eigenart, sich stillschweigend zu verlängern, wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt werden. Ob das Fitnessstudio gekündigt hat, als die Forderungen gegen Sie nicht bezahlt worden sind, ist hier nicht bekannt; ich meine aber, dass es für den Betreiber oft keinen Sinn macht, den Vertrag zu kündigen. Mithin besteht er fort, wenn Sie nicht gekündigt haben. Die Kündigung ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung, d.h., Sie müssen den Zugang ggf. nachweisen. Wenn kein Schriftformerfordernis vereinbart ist, würde mdl. Erklärung ausreichen; mdl. Erklärungen lassen sich aber schlechter nachweisen, als schriftliche. Deshalb bin ich immer für schriftliche Erklärungen - schon auch für Sie selbst. Wenn der Vertrag nicht gekündigt wurde, besteht er fort - mit allen sich ergebenden Konsequenzen aus Rechten und Pflichten. Ob hier vielleicht ganz besondere Umstände vorliegen, nach denen sich ergibt, dass Sie unbedingt ausgehen durften, dass der Vertrag durch den Betreiber gekündigt wurde und dass Sie nur eben deshalb nicht selbst und explizit gekündigt haben, wäre im Einzelfall zu prüfen, wodurch hoher Aufwand entsteht und der muß im sinnvollen wirtschaftlichen Verhältnis zum Gegenstand der Sache stehen ...

Für den Gläubiger ist die Sache damit erledigt. Der Schuldner hat jetzt das Inkassounternehmen an der Backe. Die lassen sich nicht abwimmeln und haben einen Titel der 30 Jahre lang gültig ist!

forderung beglichen = vertrag erledigt. der gläubiger hat ja in dem sinne keinen vertrag mit dem inkassounternehmen.

Es geht um ein Fitnessstudio, das aufgrund von nichtzahlung der Beiträge, die Forderung an ein Inkasso-Unternehmen abgetreten hat. Nach 2 Jahren hat das Fitnessstudio dann aber doch wieder angefangen, Beiträge abzubuchen! Ist das so rechtmäßig? Gibt es da Paragraphen oder ähnliche Fälle zu?

Wenn du der Gläubiger bist, also mit dem Schuldner einen Vertrag hattest, dann hat Dich das Inkassobüro bezahlt und ist nun selbst der Gläubiger. Der Schuldner (Kunde) muss nun seine Schulden mit dem Inkassobüro klären

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