Erfahrungen mit dem Job 'Berufsberater' bzw. 'Fallmanager' in der Agentur für Arbeit

2 Antworten

Mein Cousin hat das andere Studium bei der Arbeitsagentur gemacht. Also nicht Berufsberatung, sondern Arbeitsmarktmanagement. Er ist mittlerweile Arbeitsvermittler in einer Arbeitsagentur. Ich wiederrum habe beruflich mit Berufsberatern zu tun, kenne mich daher da ein wenig aus.

Die Arbeitsagentur ist eine Bundesbehörde, das heißt Du kannst nach dem Studium nicht sicher sein, dass Du in der Agentur bleiben kannst, wo Du studiert hast. In der Agentur, wo mein Cousin arbeitet, mussten letztes Jahr alle fertigen Studenten danach in ein anderes Bundesland, weil dort ein größerer Bedarf herrschte.

Die Bezahlung im öffentlichen Dienst ist nicht so der Hit, in der freien Wirtschaft ist mit abgeschlossenem Studium mehr zu holen.

Das Studium selbst ist im Bereich Arbeitsmarktmanagement wohl eher rechtslastig (Leistungsrecht, Sozialrecht usw.), beinhaltet einiges an BWL / Controlling & beraterische Grundlagen (Methodik, Gesprächsführung usw).

Über das Studium Fallmanager/Berufsberater kann ich Dir leider nichts sagen. Die beruflichen Perspektiven finde ich als Berufsberater aber deutlich spannender & angenehmer als Fallmanager.

Fallmanager werden im Hartz 4 / SGB II – Bereich eingesetzt & betreuen da die komplizierten & schwierigen Fälle. Dies ist kein Zuckerschlecken.

Das ist Berufsberater zwar auch nicht, wenn ich mir die Schüler heutzutage so anschaue, aber ich persönlich würde lieber mit Jugendlichen arbeiten bzw. tue das auch. Die Berufsberater, die ich kenne, betreuen die Schulen in ihrem Bezirk & sind da verantwortlich für die Berufsberatung & führen schulische oder andere Orientierungsveranstaltungen durch (z.B. Elternabende, Schulsprechstunde, Veranstaltungen im BIZ usw). Ich stelle mir das abwechslungsreicher vor, wie jeden Tag nur im Büro vor dem PC zu sitzen. Wobei auch ein Berufsberater viel Dokumentation & Verwaltungsarbeiten machen muss.

Letztendlich kann ich Dir das Studium weder empfehlen noch davon abraten, da ich die Infos ja auch nur aus 2.Hand habe. Wollte aber zumindest mein "Wissen" teilen...

Ein Freund von mir hat mit dem Beruf als "Kunde" des Jobcenters erfahrungen gemacht. Also wenn du mich fragst, würde mich das ziemlich herunterziehen, da man ständig mit Leuten konfrontiert ist, die gerade Arbeitslos sind, und denen helfen muß, aber mit Zuckerbrot und Peitsche. Das ist sicher nichts für jeden.

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