Erbfolge nach Testament wenn der Begünstigte bereits tot ist

4 Antworten

Uneheliche Frau klingt seltsam!?! An die Stelle der mit dem Erbe beglückten Verstorbenen treten automatisch deren Erben, soweit nichts anderes bestimmt wurde.

Das Testament ist zuerst auszulegen (Ersatzerbe). Erst wenn dies zu keinem Ergebnis führt, tritt die gesetzliche Erbfolge ein.

Wenn sich aus dem Wortlaut des Testaments kein Hinweis darauf ergibt, dass der Onkel beim Vorversterben seiner Lebensgefährtin (das verstehen Sie doch wohl unter "uneheliche Frau") an deren Stelle ihre Kinder als Erben einsetzen möchte und sich ferner aus den persönlichen Umständen (z.B. persönliche Nähe zu den Kindern, deren Aufnahme in die Lebensgemein-schaft, deren Behandlung durch den Onkel "wie eigene Kinder" usw.) nichts für diese Willensrichtung feststellen lässt, wird die gesetzliche Erbfolge eintreten. Das heißt es kommen die Verwandten zum Zuge, und zwar, wenn der Onkel keine leiblichen Abkömmlinge hat, seine Eltern bzw, bei deren Vorversterben, die Geschwister und deren Abkömmlinge. Sie werden also wohl von dem Kuchen etwas abbekommen ! Am besten sollten die als gesetzliche Erben in Frage Kommenden einen Erbscheinsantrag beim Nachlassgericht stellen, dort das Testament und die Sterbeurkunde sowohl des Onkels als auch der Lebensgefährtin vorlegen. Wenn Sie sich zu unsicher fühlen, geben Sie den Ajuftrag dazu einem Anwalt.

Erben jetzt nur die Kinder der unehelichen Frau oder tritt jetzt die normale Erbfolge (Blutslinie) in Kraft?

Was meint denn "uneheliche Frau"?

Entweder ist er mit der Mutter seiner Kinder nicht verheiratet gewesen, dann sind seine Kinder gem. § 1924 (1) BGB als seine Erben berufen, wenn die testamentarisch begünstigte Lebensgefährtin vorverstarb und für diesen Fall kein Ersatzerbe bestimmt wurde.

Oder die Kinder der Lebensgefährtin sind weder seine leiblichen noch adoptierten Kinder, dann wären sie als Stiefkinder an seinem Nachlass nicht erbberechtigt und er fiele nach der gesetzlichen Erfolge, § 1925 (1) BGB seinen Eltern zu, vorverstorben, dann seinen Geschwistern und dann deren Nachkommen zu.

G imager761

Die Kinder der Erben nicht. Es tritt die gesetzliche Erbfolge ein.

Oder sind die Kinder von ihm?

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