Erbengemeinschaft auf ewig?

5 Antworten

Eine Erbengemeinschaft ist nicht dafür bestimmt, auf Dauer bestehen zu bleiben. Die Erbengemeinschaft soll vielmehr möglichst bald aufgelöst werden. Das kann deshalb jeder einzelne Erbe zu jedem beliebigen Zeitpunkt von seinen Miterben verlangen.

Wenn ein Miterbe die Auseinandersetzung verlangt, müssen die anderen daran mitwirken. 

Wenn auch nur einer der Miterben auf Auszahlung besteht, wird das Haus zur NOT sogar, zwangsversteigert.

Auf eine Lösung, die sich hier einer ausgedacht hat, muss man sich auf keinen Fall einlassen.

Der Nutzer der Immobilie kann für den monatlichen Betrag, den er an euch 3 abstottert, auch einen Kredit aufnehmen.

Dann ist die Sache bereinigt und jeder hat was er will (er das Haus samt Grundstück, dass dann ganz ihm gehört, die anderen 3 ihren geldwerten Anteil)

erbengemeinschaften müssen eine entscheidung treffen

auch er muss das wollen, alle 4 müssen immer alles wollen, was das haus betrifft

ein einzelner, der nicht einverstanden ist, kann die zwangsversteigerung initiieren

Immobilenverwaltender Miterbe ist Verwalter einer Erbengemeinschaft ohne meine Zustimmung und lässt sich mtl. Gebühren auch für seinen Anteil auszahlen?

Hallo? Wir sind eine Erbengemeinschaft (Mutter und zwei Söhne) nach dem Tod des Vaters schon seit 9,5 Jahren. Das Erbanteilsverhältnis ist ca. 75%, 12,5% und 12,5%, ca. deshalb, weil nicht alles den Eltern gemeinsam gehörte, sondern auch einiges ausschließlich dem Vater. Das Erbe besteht überwiegend aus Immobilien (2 Mietshäuser mit je 6 Whg.s; je eines mit 14 und mit 16 Whg.s; 5 Reihenhäusern; zusätzlich noch landwirtschaftlicher Besitz (verpachtet) und einer Wiese und 2 Waldgrundstücken, sowie dem Familienstammsitz aus 1851, das dem Vater allein gehörte. Die Mutter beansprucht den Familienstammsitz für sich allein und schließt die beiden Söhne von jeglicher Nutzung aus. Ein Sohn ist Immobilienverwalter von Beruf, der andere Augenarzt und seinerzeit von den Eltern zur Unterstützung wieder an den Familienstammsitzort zurückbeordert worden. Beide Söhne haben je ein Mehrfamilienhaus mit 2 bzw. 3 Whg.s geschenkt bekommen von den Eltern und zusätzlich vom Vater ein sehr wertvolles Grundstück in Tonlage des Ortes gemeinsam. Dieses Grundstück wurde gemeinschaftlich mit einem 6 Parteienhaus bebaut, da zwei Einfamilienhäuser vom Bauamt her nicht zulässig waren. Der immobilienverwaltende Sohn wurde von den Eltern als Verwalter eingesetzt. Diesen Job hat der Sohn recht zufriedenstellend ausgeführt, wurde aber von den Eltern permanent kontrolliert. Im Jahr 2006 starb der Vater ohne ein Testament zu hinterlassen. Der immobilienverwaltende Sohn hat den Nachlass bewertet und der zweite Sohn hat dabei tatkräftig geholfen, die Mutter aus gesundheitlichen Gründen nur sehr wenig. Es wurde Erbschaftssteuer nach den jeweiligen Anteilen gezahlt und die Erbengemeinschaft weiter geführt. Verwaltet wird sie auf Geheiß der Mutter seitdem von dem immobilienver-waltenden Sohn. Dieser hat seitdem den Bruder samt dessen Familie v. a. dessen Frau also seine Schwägerin aus dem gemeinschaftlichen 6-Parteienhaus gemobbt (Mieter des Bruders zur vorsätzlichen Körperverletzung angestiftet, eigenen Strombetrug dem Bruder und dessen Frau in die Schuhe geschoben, selbstverursachte Schäden an der Haushälfte des Bruders ignoriert und nicht ersetzt, Schwägerin vor Gericht verleumdet, Rufmord von mir und meiner Frau, seiner Schwägerin bei unserer Mutter u. a., so dass dieser dort nicht mehr selbst wohnen kann und darf - er selbst mit seiner Familie weiterhin. Dieser, der immo-bilienverwaltende Sohn und Bruder soll und darf aber weiterhin die Anteile seines Bruders verwalten und dieser soll auch seine Verwaltungsgebühren mittragen, trotz des massiven Vertrauensbruchs, geht das mit Stimmenmehrheit von 87,5%, denn er verwaltet seinen eigenen Anteil natürlich auch und lässt sich für diesen auch Verwaltungsgebühren auszahlen? Ist das alles rechtens oder kann ich verlangen mit meinen 12,5%, dass ein anderer Verwalter eingesetzt wird, weil mein Bruder mein Vertrauen verloren hat, nach dem was er gemacht hat? Was kann ich tun? Kann mein Bruder

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Thema Erbrecht. Wie muss ein "Antrag" bzw. ein Musterbrief einer Dürftigkeitseinrede, bzw. Erschöpfungseinrede aussehen? Was kann danach noch passieren?

Mein Vater ist im Dezember 2016 verstorben. Er hat keinen Nachlass hinterlassen, außer ein paar Euro Kleingeld im Geldbeutel und ein paar Kleidungsstücke. Mein Vater hatte zu Lebzeiten 4 diverse Gläubiger (Banken, Kreditunternehmen, usw.) mit denen er sich schon vor vielen Jahren auf geringe Ratenzahlungen geeinigt hatte. Pro Gläubiger wurden monatlich 25 Euro bezahlt.

Die Zahlungen konnten 3 Monate nach dem Tode meines Vaters noch von der Rentenzahlung meines Vaters (Sterbevierteljahr) bezahlt werden. Nun jedoch bekommt meine Mutter eine Witwenrente in Höhe von knapp 400 Euro. Den Rest in Höhe von ca. 650 Euro (zur Sicherung des Lebensunterhalts) erhält sie derzeit vom Jobcenter (Hartz IV). Ab Oktober diesen Jahres erhält meine Mutter ihre eigene Altersrente in Höhe von 290 Euro. Da die Witwenrente zusammen mir der Altersrente nicht ausreichen wird um den Lebensunterhalt zu sichern, wird meine Mutter ab Oktober einen Antrag auf Grundsicherung (Sozialhilfe) stellen.

Von den rund 1050 Euro meiner Mutter, entfallen schon knapp 690 Euro für die Miete und den Strom. Nach Abzug aller weiterer monatlichen Kosten, bleiben meiner Mutter derzeit pro Woche rund 40-50 Euro zum Leben, wobei hier noch Ausgaben für Kleidung und Benzin dazukommen. Deshalb können diese Ratenzahlungen jetzt nicht mehr beglichen werden.

Ich selbst habe das Erbe wegen Überschuldung des Nachlasses ausgeschlagen. Meine Mutter wollte dies auch tun, jedoch hat das Sozialamt empfohlen dies nicht zu tun, da sonst der Antrag meiner Mutter auf Bestattungskosten-Übernahme über Monate nicht beendet hätte werden können, da die Ermittlung aller Erben wegen im Ausland lebender Geschwister meines Vaters sehr schwierig und langwierig ist. Außer meiner Mutter und mir gibt es noch 3 weitere "Miterben".

Meine Mutter (die Witwe) hat nun eine Zahlungsaufforderung eines Inkasso-Unternehmens (einer der 4 Gläubiger) erhalten. Meine Mutter hat daraufhin eine kurze Mail an das Inkasso-Unternehmen gesendet mit der Information über den Tod meines Vaters inkl. Nachweis (Sterbeurkunde).

Das Inkasso-Unternehmen hat diese Info daraufhin an den ursprünglichen Gläubiger (eine Bank) weitergeleitet. Diese Bank hat nun auch bei meiner Mutter angerufen und wollte wissen wie sie sich die weitere Bezahlung der Schuld vorstellt usw. Da ich meiner Mutter empfohlen hatte am Telefon keinerlei Zusagen/Zugeständnisse zu machen, wird nun im Laufe der nächsten Tage etwas schriftliches ins Haus kommen. Der Mitarbeiter der Bank bat um Unterschrift und Rücksendung. Unterschrieben wird aber erstmal garnichts.

Nach gründlicher Recherche im Internet habe ich gesehen, daß es in solchen Fällen die Möglichkeit einer Erschöpfungseinrede bzw. Dürftigkeitseinrede gibt. Eine Nachlassinsolvenz kann mangels Masse nicht durchgeführt werden.

Wären, nach meiner Schilderung des Falls, die Voraussetzungen für eine Erschöpfungseinrede bzw. Dürftigkeitseinrede gegeben? Wenn ja, reicht hierfür ein simpler Brief an den/die Gläubiger?

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Eigentumswohnung bei Trennung (unverheiratetes Paar)?

Hallo liebe Forumskollegen,

ich habe eine Frage zum gemeinsamen Eigentumswohnungskauf bei einem unverheirateten Paar.

Zunächst einige Vorabinformationen zu uns beiden:

Ich (28 Jahre), 60.000 Euro Eigenkapital (angelegt, soll großteils angelegt bleiben), ca. 3.500€ Netto Monatseinkommen.

Sie (26 Jahre), 5.000 Euro Eigenkapital, 1.500 Euro netto Monatseinkommen

Wir wohnen seit knapp 1,5 Jahren in einer gemeinsamen Mietswohnung und würden uns gerne eine Eigentumswohnung kaufen, um nicht noch weitere Jahre ca. 10.000 Euro im Jahr an Miete zu bezahlen. Ich habe ein gutes Einkommen und einige Rücklagen gebildet, sie hat ein geringeres Einkommen und kaum Rücklagen gebildet.

Wir möchten uns nichtsdestotrotz gemeinsam eine Eigentumswohnung bis maximal 200.000 Euro kaufen. Aufgrund der unterschiedlichen Gehaltsgefüge möchten wir die Kosten unter uns beiden anteilig aufteilen.

Ich: 70-80% Sie: 20-30%

Dies würden wir dann auch im Notarvertrag aufnehmen.

Unsere ursprüngliche Idee war es, dass wir zwei getrennte Kreditverträge machen, Sie dann ca. 50.000 Euro und ich ca. 150.000 Euro und dann jeder seinen Kredit abbezahlt. Nach Rücksprache mit unserem Finanzberater ist das so nicht möglich, da die Bank nur einen kredit auf eine Immobilie ausstellt. Wir müssten das dann "unter uns separat" vertraglich regeln.

Nun zu meiner Frage:

Wie könnte eine solche Regelung aussehen? Sie kann letzlich kaum Eigenkapital einbringen und würde eine monatliche Rate zur Kredittilgung einbringen (z.B. 400€).

Wie würde man das im Falle einer Trennung regeln? Trotz unserer glüclklichen und guten Beziehung möchte ich im Falle einer Trennung soweit wie möglich alles bereits vorab geklärt haben: Nehmen wir mal den Fall an, Sie bezahlt 400€ pro Monat an Rate für die Rückzahlung des Kredites und hat dann pro Jahr 4.800€ abbezahlt (Zinsen aussen vor gelassen). Das wären in 5 Jahren 24.000 Euro). Im Falle einer Trennung müsste ich wohl die restlichen Anteile übernehmen. Aus meiner Sicht würde ich Ihr die 24.000 Euro an gezahlten Kredittilgungen allerdings nicht (gänzlich) zurückzahlen, da Sie sich die Mietkosten in diesem Zeitraum ja gespart hat. Somit würde ich eine Vergleichsmiete abziehen. Regelt man auch solche Dinge bereits vorab im Detail oder gibt es dort bereits gesetzlich auch Festlegungen diesbezüglich? Gibt es dort einen Begriff, unter dem ich weiter suchen kann?

Eine weitere Frage wäre, wie man das im Grundbuch aufsetzt, wenn ein Partner zwar Wohnungsanteile bekommen soll, aber kein Eigenkapital einbringt sondern lediglich einen Teil der monatlichen Kreditrate bezahlt?

Ich danke euch vielmals!

Viele Grüße, Sebastian

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