Erben trotz eingetragenem Alleinerben und notariellem Pflichtteilsverzicht

5 Antworten

Er muss keinen Mietvertrag haben, da reicht eine mündliche Absprache zwischen Eltern und Sohn. Damit ist er Mieter, ob er Abgaben und Miete zahlt oder nicht. Und Ihre Mutter tritt dann in diesen "Mietvertrag" ein, kann dann natürlich eine ortsangemessene Miete verlangen oder ihm auch, unter Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen. Zieht er nicht aus, kann sie die Räumungsklage durchführen, ein langer Prozeß, der alle noch mehr belasten wird. Aber derzeit lebt ja noch der Vater und wenn dieser ins Pflegeheim kommt, fallen ggf. Kosten an, die sich aus der Rente und dem Pflegegeld nicht bestreiten lassen. Dann wären sein Vermögen, zu dem auch das Haus gehört, zu verwerten, um diese Kosten zu decken. Ein Verkauf in dieser Anbaukonstellation mit einem nicht auszugswilligen Mieter ist natürlich schwer zu bewerkstelligen.

Am besten wäre es wenn der Onkel einfach mit einem Arschtritt aus dem Haus gejagt wird. Was der sich seit 10 Jahren leistet hat viel schlimmere Strafen verdient...

@ella73

Naja ganz so krass wäre das auch problematisch. 1-2 Monate Frist für den Auszug müßte man ihm schon einräumen.

@ichweisnix

Die bekommt er auch. Aber er ist eben der Typ der...naja...dann einfach bleibt und nichts macht.

Damit ist er Mieter, ob er Abgaben und Miete zahlt oder nicht.

Miete zu zahlen ist eine vertragstypische Pflicht des Mieters. Ohne Zahlung von Miete liegt kein Miete sondern eine Leihe vor.

Er muss keinen Mietvertrag haben, da reicht eine mündliche Absprache zwischen Eltern und Sohn.

Es reicht für den Vertrag auch kongludentes Handeln. Diese läßt sich ja im Gegensatz zur einen mündlichen Vertragsschluss auch nachweisen. Würde er Miete zahlen dann läge ein kongludent geschlossener Mietvertrag vor, da er das nicht tut und auch keine Miete verlangt wird, liegt ein Leihvertrag vor.

kann dann natürlich eine ortsangemessene Miete verlangen

Das geht bei einen Leihvertrag nicht, da die Leihe unentgeltlich ist. Die Leihe kann lediglich gekündigt werden.

Wenn ich von Ihren Angaben ausgehe, wird Ihre Mutter beim Tod des Großvaters Alleinerbin seines Nachlasses. Ihr Onkel hätte in diesem Fall einen Pflichtteilsanspruch. Da er aber auf diesen formrichtig (notariell beurkundet) verzichtet hat, kann er weder beim Tod des Großvaters noch beim Tod Ihrer Mutter (deren gesetzliche Erbin Sie sein werden) irgendweilche vermögensrechtlichen Ansprüche stellen. Insofern können Sie unbesorgt sein. Zur Frage des Wohnens des Onkels haben bereits andere im Wesentlichen zutreffend geantwortet. Grundsätzlich müsste es gelingen, wenn auch mglw. unter Schwierigkeiten und mit Zeitverzug, den Onkel entweder zur Zahlung einer Miete oder zum Auszug verurteilen zu lassen. Dazu sollten Sie aber einen qualifizierten Anwalt nehmen. Allein werden Sie das nicht schaffen.

Danke für die beruhigende Antwort. Ich gehe sowieso stark davon aus das der Onkel so gut wie jedes Mittel einsetzen würde um an Geld zu kommen obwohl er keinen Anspruch darauf hat. Er behauptet ja immer noch felsenfest dass die Großmutter in ihren letzten Atemzügen ihm Geld zugesprochen hätte obwohl er zum betreffenden Zeitpunkt im oberen Stockwerk ferngesehen hat...

Genau aus diesem Grund wurde ja meine Mutter als Alleinerbin eingesetzt und er musste einen Pflichtteilsverzicht unterschreiben.

Der Auszug des Onkels ist ja sowieso wieder eine andere Geschichte aber eine Idee dazu ist mir schon vor einiger Zeit gekommen.

Letztlich bewohnt er das Haus ja nur zum fernsehen, surfen und um jeden Tag mit der Friteuse Schrott zuzubereiten.

Was wenn meine Mutter den Strom/Wasser/Heizungsanbieter kündigt? Ist ja schließlich ihr Haus.

Der Onkel wohnt ohne Wohnrecht, Miete zu bezahlten etc. seit nunmehr 10 Jahren im Haus meiner Großeltern.

Wenn es kein Mietvertrag gibt, dann ist in der Regel von einer Leihe auszugehen, die jederzeit gekündigt werden kann. Maximal wäre eine gewisse Kündigungsfrist einzuhalten, damit sich der Onkel eine neue Bleibe suchen kann.

Meine Großmutter ist bereits verstorben und das Leben des Großvaters nähert sich auch dem Ende (Pflegestufe III und nach jahrelanger Pflege kommt bald nur noch ein Seniorenheim in frage)

Da ein Pflegeheim recht teuer ist, sollte das Haus dann vermietet werden um die Kosten für das Pflegeheit zu zahlen. Es gibt zwar einen Zuschuss von der Pflegeversicherung, dieser ist in aller Regel aber nicht ausreichend.

Meine Mutter hat sich erst vor kurzem im lokalen Seniorenheim erkundigt. Mit dem Betrag den die Krankenkasse zahlt+Rente müsste meine Mutter 100€ im Monat zusätzlich draufzahlen.

Schon traurig dass meine Mutter den Fehler gemacht hat direkt an das Haus ihrer Eltern zu bauen. Ich hab das schon vor langer Zeit irgendwie gerochen und mich deshalb 200km weit weg angesiedelt

am besten ist, wenn irh eien anwalt aufsucht, de reuch erklärt, welche rechte ihr habt und welche euer onkel.

dann wisst ihr woran ihr seid und er kann drohen, wie er will

Es ist einfach eine unglaubliche Frechheit. Sein ganzes Leben lang hat er nur von seinen Eltern gelebt, auf ganzer Linie, ob privat oder beruflich, durch eigenes Verschulden versagt und die Großeltern haben genau deshalb meine Mutter als Alleinerbin eigesetzt und ihn einen Pflichtteilsverzicht unterschreiben lassen.

Jetzt darf man sich mit so einem alten verzogenen Kleinkind rumschlagen. Jeder muss in seinen Job gehen, hat Miete, Lebensmittel und alles drum und dran zu bezahlen.

Alles muss man sich erarbeiten und verdienen. Ich als uneheliches Kind der Tochter in einem tief-christ-konservativen Baden-Württemberg bei der die elterliche Erziehung anscheinend in den 50ern stecken geblieben ist...Wir dürfen uns jetzt mit einem verzogenen Bengel rumärgern der nur dem Geld giert!

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