Erbe vom Vater nicht ausgeschlagen! Schulden geerbt!

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In diesen Fall hilft nur die Durchführung eines Nachlassinsolvenzverfahrens. Dieses muß beim zuständigen Insolvenzgericht beantragt werden.

Oder müssen wir die Schulden die mittlerweile 8000,- (Tendenz steigend) bezahlen?

Jain. Sie haften als Erben für die Verspätung der Beantragung der Insolvenz ( sofern es eine solche Verspätung gibt.) Ansonsten wird durch das Nachlassinsolvenzverfahren die Haftung auf den Nachlass begrenzt.

Außerdem müssen ferner sie die Kosten Ihres Anwalts tragen. Zumindest eine Erstberatung ist hier extrem sinnvoll.

Danke für den guten Rat :)

Ihr hättet nun einmal die Frist einhalten sollen. Ich hatte ein Erbe eines Großonkels bekommen sollen, das ich zum guten Glück gleich abgelehnt habe. Damit sollte man nicht warten. Wendet euch mal an einen Anwalt der sich mit NAchlass auskennt und fragt mal dort nach.

Nein, auch wenn die Ausschlagungsfrist verstrichen ist und eine Anfechtung der Versäumnis keinen Erfolg verspricht, gibt es noch eine Reihe von Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Haftung auf den Nachlass zu beschränken. In Frage kommt zum Beispiel eine Nachlassinsolvenz.

Der Erbe erbt alles, also auch Schulden, die habt Ihr nun zu begleichen. Also flugs eine Zahlungsvereinbarung mit den Gläubigern treffen. Aussersten notfalls eine Privatinsolvenz mit Hilfe eines Rechtsanwaltes.

Dieser Rat ist EXTREM schlecht. Durch eine Zahlungsvereinbarung wird eine Nachlassverbindlichkeit zur persönlichen Zahlungsverbindlichkeit und somit nicht mehr vom Nachlassinsolvenzverfahren erfaßt.

Der Erbe erbt alles, also auch Schulden, die habt Ihr nun zu begleichen.

Das ist nur die halbe Wahrheit. Es ist für die Erben möglich, die Haftung auf den Nachlass zu begrenzen ( Nachlassverwaltung, Nachlassinsolvenz, Einrede der Dürftigkeit, ...). Das passiert aber eben nicht automatisch. Daher ist das Kind eben noch nicht komplett in den Brunnen gefallen.

Total falscher Rat. Die Erben können im Zuge eines sog. Nachlassinsolvenzverfahrens die Haftung auf den Nachlass beschränken. Das wäre in so einem Falle auch sinnvoll.

Es bedarf weder einer Privatinsolvenz der Erben, noch einer Zahlungsvereinbarung mit Gläubigern.

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