ERBE AUSSCHLAGEN FIRST ABGELAUFEN?

4 Antworten

Zunächstmal sollten sie die Ausschlagung unverzüglich erklären. Am Besten gleich morgen. Dies müssen sie beim Nachlassgericht persönlich machen.

Dabei wird nicht geprüft, ob die Frist schon abgelaufen ist oder nicht. Sie müssen ggf. nur auch erklären wann und wie sie davon erfahren haben.

Entscheidend für die 6 Wochenfrist ist, wann sie von den Erbfall und den Gründen der Berufung erfahren haben. Hier kommt es auf die Einzelheiten an, ob sie den Brief hätten früher erhalten müssen. 

Ja das war Ernst, aber wie soll ich nachweisen, das ich erst dann in den Briefkasten geschaut habe.

Das ist nicht das Problem. Der der sich auf Fristversäumnis beruft muß das glaubhaft machen. Die Frage ist, ob und in welchen Zeitabständen den Umständen nach erwartet werden kann, das Sie die Post prüfen. Wurde der Brief nicht förmlich zugestellt, dann ist auch eine mögliche Postverzögerung zu beachten.

§ 1944 BGB ist da eindeutig: http://dejure.org/gesetze/BGB/1944.html :-(

Da wir weder wissen, wo du dich aufgehalten hast, als du Kenntis dieser Erbenstellung hattest noch was "aus gegebenem Anlass" meint, ist eine belastbarer Rat leider unmöglich.

G imager761

Nein, die Frist ist abgelaufen und die Gerichte nehmen das sehr ernst. Du kannst jetzt höchstens noch versuchen,am besten mit einem Anwalt, eine Nachlassinsolvenz durchführen zu lassen.

Also definitiv NICHT anfechtbar ? Ich war nicht in der Stadt aus Beruflichen Gründen und habe den Brief erst jetzt gelesen.

@dr3sCuber

Es kommt drauf an, wann du vom Ableben deines Bruders erfahren hast. War das auch erst jetzt? Dann müßtest du das natürlich nachweisen.

@YK1972

Ja das war Ernst, aber wie soll ich nachweisen, das ich erst dann in den Briefkasten geschaut habe.

@dr3sCuber

Naja, wenn du beruflich unterwegs warst, kann man da doch sicher Nachweise drüber erbringen. Aber ich würde dir raten, dich an einen Anwalt zu wenden, die können dir wesentlich besser helfen. 

@dr3sCuber

Natürlich wäre es anfechtbar, §§ 1956 BGB. Nur eben dann nicht, wenn man es bei (beruflicher) Abwesenheit unter seiner Meldeadresse unterlässt sicherzustellen, dass einen briefliche Mitteilungen trotzdem erreichen.

G imager761

@YK1972

Ja, ich werde morgen frueh gleich zum Gericht fahren, nur lässt mir das jetzt keine Ruhe, eine Idee wo ich jetzt noch einen Seriösen Anwalt an die Strippe bekomme ? Mfg

Du kannst jetzt höchstens noch versuchen,am besten mit einem Anwalt, eine Nachlassinsolvenz durchführen zu lassen.

Anwalt? Noch mehr Schulden? Denn der Versuch wäre zum Scheitern verurteilt, wenn der Nachlass überschuldet ist: Das Insolvenzgericht weist den Antrag auf Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens mangels Masse ab, wenn der Nachlass voraussichtlich nicht ausreichen wird, um auch nur die Kosten des Verfahrens zu decken, § 26 InsO.

G imager761

@imager761

Wird der Antrag auf Insolvenz mangels Masse abgelehnt, kann gegen Nachlassforderungen die Einrede der Dürfigkeit erfolgen.

Nein, die Frist ist bindend.

Also definitiv NICHT anfechtbar ? Ich war nicht in der Stadt aus Beruflichen Gründen und habe den Brief erst jetzt gelesen.

@dr3sCuber

Wenn du das gerichtssicher Nachweisen kannst dann musst du aber schnell handeln. Die Nachlassinsolvenz ist kein schlechter Gedanke. Aber das musst du alles besser mit einem Anwalt machen. MfG

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