Erbe als nicht adoptiertes Kind?

5 Antworten

Ich bin mir nicht sicher wie zwei Antworten auf Gütergemeinschaft kommen. Trotzdem gehe ich mal davon aus und gehe zum leichteren Nachvollziehen von einem Gesamtvermögen des Ehepaares von 200.000 Euro aus.

  1. Mutter stirbt. 50% = 100.000 gehören schon dem Ehemann weil Gütergemeinschaft.
  2. Die restlichen 50% (100.000) des Gesamtvermögens gehen zu 50% (50.000) an den Ehemann und zu jeweils 25% (25.000) an die beiden Kinder. Falls Sohn enterbt wurde hat er nur Anspruch auf den Pflichtteil also 12,5% (12.500).
  3. Danach ist Sohn raus - er hat keinen Anspruch gegen den Ziehvater.

Wenn der Mann zuerst stirbt passiert folgendes:

  1. Mutter gehören schon 50% (100.000) und erbt 50.000 von Ehemann
  2. Leibliche Tochter erbt den Rest (50.000) oder falls enterbt Pflichtteil (25.000)
  3. Sohn bekommt (erst einmal) nix.

In den meisten Fällen werden Eheleute ein sog. Berliner Testament machen. Sie machen sich gegenseitig zum Gesamterben und klären den Pflichtteil mit ihren Kindern. Und vereinbaren dann eine gemeinsame Erbaufteilung auf die Kinder für den Tod des letzten überlebenden. Also egal ob Vater oder Mutter verstirbt das Geld verbleibt beim Ehegatten und wenn der verstirbt wird das Geld an die Kinder aufgeteilt dadurch müssen sowas Eigentumswohnungen oder Autos nicht für die Abfindung von Erben verkauft werden und die Kinder (egal von wem) bekommen ein abgestimmtes Erbe.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Frage: Nach 40 Jahren verstirbt allerdings die Mutter zuerst. Alleinerbe wäre erst mal der Mann. Wie ist nun die Rechtslage wenn daraufhin auch der Vater verstirbt. Ist die Alleinerbin dann nur die Tochter, da der Sohn nicht adoptiert wurde?

Das ist falsch!

Bei gesetzlicher Erbfolge und Gütergemeinschaft der Eheleute, erbt vom Anteil der Mutter der Ehemann 1/2 und die beiden von der Mutter abkommlichen Kinder jeweils 1/4.

Vom Gesamtvermögen hätten dann der Ehemann 75 % und die Kinder jeweils 1/8 also beide je 12,5 %.

Verstirbt danach der Ehemann, so erbt nur dessen Tochter und sein nicht adoptierter Stiefsohn ginge dann leer aus. Er hätte auch keinen Anspruch auf einen Pflichtteil.

Am Ende hätte die Tochter dann 87,5 % und der Sohn nur 12,5 %.

Ist die Sterbereienfolge allerdings umgekeht, kannst Du Dir nur ausrechnen, wie das dann ausginge. Auf jeden Fall deutlich günstiger für den nicht adoptierten Sohn.

Tod des Vaters: Bei gesetzlicher Erbfolge wird er von der Ehefrau (Mutter) und seiner leiblichen Tochter zu je 1/2 beerbt. Der nicht vom Vater adoptierte Sohn erhält nichts. Abhilfe kann hier nur ein die gesetzliche Erbfolge ersetzendes Testament des Vaters schaffen bzw. ein gemeinschaftliches ("Berliner")Testament der Eheleute. In ersterem könnte der Vater Ehefrau, Tochter und adoptierten Sohn zu beliebigen Anteilen zu Erben einsetzen (wobei allerdings steuerlich der Sohn nur 20.000 €, die Tochter aber 400.000€ steuerfrei erhalten würden). Im "Berliner" Test. könnte der Vater seine Ehefrau zur Erbin (und sie vice-versa ihn) einsetzen und beide würdeen bestimmen, dass nach dem Tod des überlebenden Elternteils die beiden Kinder je zu 1/2 (bzw. zu unterschiedlichen Anteilen) Erben werden sollen. Pflichtteilsberechtigt im Falle ihrer Enterbung wären nur Ehefrau und Tochter.

Tod der Mutter: Bei gesetzlicher Erbfolge wird sie vom Ehemann (Vater zu 1/2 und von den beiden ihr biologisch entstammenden Kindern zu je 1/4 beerbt. Testamentarisch könnte das - wie beim Vater - nach Belieben anders bestimmt werden. Pflichtteilsberechtigt im Falle ihrer Enterbung wären beide Kinder.

Tod des Ehemanns (Vater) nach der Mutter: Sein Nachlass, einschließlich des von der Ehefrau (Mutter) ererbten Anteils würde bei gesetzlicher Erbfolge zu 1/1 an die Tochter übergehen, der Sohn ginge leer aus (vermeidbar durch Testament des Vaters)

Tod der Ehefrau (Mutter) nach dem Vater: Ihr Nachlass einschl. des vom Vater ererbten würde bei ges.Erbfolge zu je 172 an die beiden Kinder übergehen.

Noch weitere Varianten gewünscht ? Dann bitte melden !

Die Alleinerbin wäre, wenn nicht testamentarisch anders festgelegt, vom gesetzlichen her die Tochter. Per Testament kann man hier auch eine Aufteilung des Erbes bestimmen oder aber dass die Mutter eventuell einen entsprechenden Passus einarbeitet nach dem der Vater lediglich Vorerbe für den Anteil des Sohnes ist.

Zudem könnte der Sohn nach Tod der Mutter seinen Pflichtteil aus ihrer Erbmasse verlangen

In dieser Konstellation bei Gütergemeinschaft, gehört der Mutter ja bereits die Hälfte des gemeinsamen Vermögens. Sie erbt also nur 25 %.

Das leibliche Kind des Vaters erbt ebenfalls 25 %.

Beim Tod der Mutter würde dann das restliche Vermögen zu gleichen Teilen an die Kinder gehen.

Erbfolge leibliche Geschister und uneheliche Geschwister (nicht adoptiert)

Verzwickte Geschichte. Ein Mann heiratet Frau mit unehelichem Kind. Er adoptiert es nicht aber erteilt ihm seinen Familiennamen. Aus der Ehe gehen dann 2 eheliche Kinder hervor. Der Mann hat von seinem Vater Grundstück geerbt, baut ein Haus und hat alles auf seinem Namen belassen. Vater und Mutter unterschreiben gemeinschaftliches Testament, dass sie sich gegenseitig als Erben einsetzen und die Erben der Überlebenden sollen „unsere Kinder“ sein. Einen Monat später ein weiteres gemeinsames Testament, indem sie sich gegenseitig einsetzen aber nur mit dem Hinweis, dass, wenn ein Kind den Pflichtteil der Verstorbenen in Anspruch nimmt, dann auch nur den Pflichtteil des Überlebenden aus dem Nachlass erhalten soll. Vater verstirbt: Die Mutter wurde im Erbscheinantrag als Alleinerbin eingesetzt. Als gesetzliche Erben sind im Erbscheinantrag aber nur die ehelichen Geschwister angegeben. Das uneheliche Kind wird nicht erwähnt. Mutter verstirbt: In welchem Verhältnis erben nun die Geschwister inkl. dem unehelichen Kind von der Mutter? War es zunächst nach Vaters Tod im Erbscheinantrag so? Hälfte Mutter Je ein Viertel 2 Geschwister Aber Mutter Alleinerbin. Jetzt steht nach Mutters Tod noch die Hälfte der Mutter zur Debatte, das zu je einem Drittel von den 3 Geschwistern geerbt wird oder ist es so, dass vom gesamten Erbe am Anfang die Kinder je ein Drittel erben? Schöner Brocken. Und was heißt im Testament „unsere Kinder“? Ist das uneheliche Kind auch damit gemeint?

Vielen Dank

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Erbengemeinschaft Mutter, Tochter, Sohn Muss ein Mitglied für die Schulden der anderen aufkommen?

Hallo Zusammen,

wir haben folgendes Problem: 1987 stirbt der Vater, dadurch entstand folgende Erbengemeinschaft:

Mutter und je Pflichtteile Tochter 1/8 und Sohn1/8 (Reihenendhaus)

Mutter bleibt mit Tochter im Hause wohnen. Sohn zieht mit 17Jahren aus.
Kein Mitvertrag zwischen den Erbegemeinschaftsmitgliedern gemacht worden, da es von Mutter und Tochter nicht gewollt wurde. Selten Kontakt miteinander.

Sohn hat nie Gegenleistungen oder irgendwelche Ansprüche erhoben. Immer geholfen, wenn was anstand oder die Mutter finanziell unterstützt, da Tochter drogenabhängig ist.

2010 Mutter liegt seit einen Routineeingriff bei einer OP im Wachkoma.
Tochter wohnt nun mit Lebenspartner (etwa seit 2007/2008) und einer 24h Pflegekraft im Haus. Tochter ist Betreuerin.

Auf Namen der Mutter werden die Rechnungen nicht bezahlt: - Kosten für Wasser - Kosten für Strom - Kosten für Gas (momentan sind diese bekannt)

Es besteht weiterhin kaum Kontakt und kein Mitvertrag oder ähnliches zwischen den Mitgliedern der Erbengemeinschaft, da Tochter darauf nicht eingeht.

Mutter verstirbt November 2013
Sohn lehnt das Erbe ab (musste allerdings die kompletten Hypothekenschulden der Eltern, die vor dem Tode des Vaters gemacht wurden übernehmen. Da Mutter und Tochter die Hypotheken in den letzten Jahren nicht bezahlt haben)

Tochter nimmt Erbe an (7/8 Anteil) Sohn möchte sein 1/8 Anteil an seine Schwester überschreiben, Sie lehnt während der Unterschreibung beim Notar ab. Sohn muß die Rechnung für den Notar alleine zahlen.

Tochter und Lebenspartner bleiben bis Januar 2014 im Haus wohnen.
(neue Adresse nicht bekannt)
Haus wird im Mai 2014 gewinnbringend für Tochter verkauft.

Nun kommen Gläubiger auf den Sohn zu, er soll alle Rechnungen, die bis zur seiner Erbausschlagung noch offen sind komplett bezahlen, da bis Dato eine Erbengemeinschaft zwischen ihm, seiner Mutter und Schwester bestand. Die Verträge wurden allerdings zwischen der Mutter und den Gesellschaften geschlossen. Der Sohn hat nie für etwas unterschrieben.

Ist das richtig, das der Sohn nun auch noch für alle offenen Rechnungen aufkommen muß, die im Zeitraum vom Tode seines Vater bis zum Tode seiner Mutter entstanden sind?
Wenn das so ist, wozu schlägt man dann das Erbe aus?
Warum wird die Tochter nicht zur Zahlung aufgefordert, nachdem Sie das Haus verkauft hat?

Die Summe 1/8 Anteil die vom Hausverkauf an den Sohn gezahlt wird, deckt nicht die Beträge für die übernommenen Hypothekenschulden, Notar + Anwaltskosten, Austragung im Grundbuch, noch für die jetzt schon bekannten offenen Rechnungen. (ggf. sind noch andere Dinge offen)

Kann uns da jemand weiter helfen? Wir wissen nun nicht mehr weiter.

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